Renés BlueNote

Renés BlueNote

Leserbeitrag von René zu Bausatz BlueNote

Wenn der Hobby-Heimwerker im www nach „Lautsprecher selber bauen“ sucht, wird er in vielen Foren auf lautsprecherbau.de verwiesen. So auch ich.

Angefangen hat alles mit dem Bau einer FT 8 als Center für mein Heimkino, welche mich vom Klang her schon ziemlich erstaunt hat. Gefolgt von der FT 6 MK 2, die nach einigen Vorführungen ihren Einsatzort in der Wohnung meiner Schwester gefunden hat. Und schließlich baute ich die SB 18, die mir erste beeindruckende  Erfahrungen in der Bluesklasse gebracht hat.

Kurzer Hand machte ich einen Termin bei Udo und fuhr zusammen mit meinem Bruder ins 450 km entfernte Bochum. Nach einem herzlichen Empfang in Udo´s Bastlerstube hörten wir uns die Phase 34 und die BlueNote an. In die Letztere hatte ich mich quasi augenblicklich verguckt/ verhört. Sehr beeindruckt  machten wir uns nach zwei Stunden wieder auf den Heimweg. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Udo für die Vorführung und sehr interessanten Smalltalk!

Wieder zu Hause überlegte ich mir zuerst, wie das Gehäuse in Sandwich Bauweise aussehen sollte. Die Höhe änderte ich auf 123 cm bei 27,5 cm Breite. Die Tiefe ergab sich entsprechend. Front, Rückwand, Deckel und Boden sollten Schwarz glänzend lackiert werden. Die Seitenwände in Leimholz Eiche wählte ich, da die edlen Chassis auch ein wertiges Gehäuse bekommen sollten.  Nein ehrlich gesagt, hat meine Frau das entschieden. „Nun spar doch nicht am Gehäuse bei so teuren Lautsprechern“ sagte sie, und schon waren 200 Euro für die Leimholzplatten ausgegeben.

Das „innere“ Gehäuse habe ich in 8 mm Spanplatte gebaut, da die örtlichen Baumärkte nichts anderes in 8 mm zu bieten hatten. Wegen des im Vergleich zu MDF weichen Materials plante ich daher zwei weitere Versteifungen  mit ein. Das Verleimen der Bretter ging schnell und so standen nach kurzer Zeit die beiden Spanplatten-Gehäuse vor mir.

Bei einem bekannten Tischler bestellte ich dann die 22 mm MDF Platten, die später lackiert werden sollten. Wegen der vorhandenen CNC-Fräse bot es sich an, auch gleich die Fräsung für den ER4 machen zu lassen. Die MDF-Platten habe ich dann vollflächig verleimt und anschließend wegen fehlender Schraubzwingen mit Gewichten und Spanngurten angedrückt. Nach der Trocknung nur noch kurz die überstehenden Kanten (0,5 mm) mit dem Excenterschleifer begradigt und fertig. Ab jetzt nie wieder Baumarkt-Zuschnitte.

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Die Fräsungen für Mitteltöner und Bass machte ich bei schönem Wetter mit einem selbst gebauten Zirkel. Beim dem Mitteltöner ist der Durchmesser mit 15,7 cm leider etwas zu groß geworden. Da mir das nicht wirklich gefiel, habe ich das Problem recht einfach gelöst:

Den Außenrand des Mitteltöners habe ich mit Tesafilm abgeklebt und ihn zentriert in der Gehäuseöffnung mit zwei Schrauben fixiert. Anschließend  mit MDF Schleifstaub und Fugenleim einen Brei gemixt und diesen mit einem Beitel in die Ritzen gedrückt. Nach dem Aushärten die zwei Schrauben entfernt und mit Hilfe von zwei Bohrern das festgeklebte Chassis durch drehende Bewegungen wieder gelöst. Überstehenden „Brei“ konnte ich per Handarbeit wegschleifen und letzte Unebenheiten sollten später mit MDF Grundierung ausgeglichen werden.

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Nun habe ich die Leimholzplatten für die Seitenwände auf Maß zugesägt (+ 1 mm Zugabe auf jeder Seite). Die mit Schraubzwingen am Gehäuse befestigten Leimholzplatten wurden anschließend auf allen vier Seiten plangeschliffen. Mit der Oberfräse die Kanten abgerundet, 1x Klarlack drauf, zwischenschleifen, noch mal Klarlack drauf, fertig

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Als nächstes habe ich zwei Lagen MDF Grundierung auf die Gehäuse aufgetragen und nach einer ausreichenden Trocknungszeit mit 600er Schleifpapier geschliffen. Es folgten drei Schichten Acryllack schwarz glänzend.

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Nun ging es an das Verleimen der Seitenteile mit dem Gehäuse. Für diesen Vorgang habe ich mir lieber doch die passenden Schraubzwingen geliehen. Nach Auftragen vom Fugenleim einfach die Leimholzplatte auflegen, ausrichten und mit den Schraubzwingen verspannen. Danach direkt noch einmal kontrollieren, ob die Platte noch an allen Seiten bündig sitzt! Nach einer Stunde Trocknungszeit folgten nacheinander die drei weiteren Platten.

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Den Einbau der Weiche, der Dämmung und der Chassis beschreibe ich hier nicht näher, da ich bei den Arbeiten nichts bereits schon Bekanntes gemacht habe.

Der Klang

Ich möchte mich an dieser Stelle nur sehr kurz fassen, da es wirklich schon genug Beschreibungen zum Klang der BlueNote gibt.Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich die Lautsprecher bei vielen, mir  längst bekannten Musikstücken mit „neuen“ Details überraschen. Der durchweg warme Charakter macht mir auch bei sehr gedämpfter Lautstärke viel Spaß, was letztendlich wohl auch dem Langhuber zu verdanken ist.

Viele Grüße

René

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Das hier ist eine Frage zu dem Obrigen Artikel

Walter schrieb am 02. Aug 2010 um 09:50 Uhr

Einen Lautsprecher in Sandwich Bauweise zu bauen ist echt eine Überlegung wert. Einfaches Innengehäuse in Span und außen schöne Holzplatten. Ein großer Teil der Schleifarbeiten entfällt. Super.

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Udo Wohlgemuth antwortete am 02. Aug 2010 um 12:04 Uhr

Hallo Walter, das erspart zudem eine Menge an Zeit, die man für das Furnieren oder Lackieren braucht. GRuß Udo

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René antwortete am 02. Aug 2010 um 21:31 Uhr

Hallo Walter, die Sandwich Bauweise hatte ich eigentlich wegen der Steifigkeit gewählt, da die Platten vollflächig verleimt sind :o) Furnier sollte es erst werden, aber da die Blätter nicht groß genug waren, habe ich es lieber gelassen. Bin jetzt auch froh über ich Leimholzplatten ;o) Viele Grüße René

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