Holgers SB 15
| Wege: | 2-Wege |
| Gehäuseprinzip: | Bassreflex |
| Höhe: | 20 - 35 cm |
| Anwendung: | Kompakt-Regallautsprecher |
| Marke/Qualität: | SB-Acoustics |
| Anspruch: | Bluesklasse |
| Preislevel: | 101 - 200 € |
Holgers SB 15
Leserbeitrag von Holger zu Bausatz SB15 (SB Heimkino Part 1)
Mein Mac spielt jetzt den Blues
Eigentlich müsste ich mich bei Udo entschuldigen: Erst baue ich aus den eher für Musik gedachten SB 36 und SB 18 einfach ein Heimkino und nun drehe ich den Spieß und nutze die Heimkino-Boxen SB 15 nur für Musik. Warum das? Die SB 36 sind nach wie vor großartig, stehen aber die meiste Zeit des Tages schlicht im falschen Raum. Im Arbeitszimmer müsste die Musik spielen, dachte ich mir schon lange – aber wenn schon, dann bitte Bluesklasse. Die SB 15 machten das Rennen, weil sie einfach ein paar Liter kleiner sind als die SB 18. Nach einigen Mails mit Udo stand der Entschluss schnell fest, obwohl er mir nicht gleich verriet, dass einige Tage nach Fertigstellung die „blueSBox 15 PC“ vorgestellt werden sollte. Macht aber nichts, denn optisch gefällt mir der kleinere Hochtöner der normalen SB 15 eh etwas besser. Für den ausreichend potenten Antrieb sorgt mein alter AV-Receiver, dessen D/A-Wandler auch die Aufbereitung der vom Mac gelieferten Signale in erprobt hoher Qualität übernimmt.
Diesmal machte ich keine Bilder vom Aufbau - wie ein weiser Mann einmal sagte, sollte das Zusammenkleben von sieben Brettern mit Fugenleim eigentlich niemandem Rätsel aufgeben - sondern beschränke mich hier mal aufs Finish: An meinem Schreibtisch war keine edle Holzoptik gefragt, sondern eher Sachlichkeit und wegen der Aufstellung in Fensternähe eher eine helle Farbe. Weiße Boxen sind eigentlich am ehesten mit MDF und endlosen Grundier- und Spachtelorgien zu erzielen, aber ich war im Baumarkt über weiße Beize gestolpert und probierte sie an einem Reststück Multiplex-Holz aus. Das Ergebnis war recht ermutigend: Die weiße Beize betont zwar nicht wie normalerweise gewohnt die Holzstruktur, kleistert sie aber auch nicht völlig zu. Die Schnittkanten des MPX werden etwas verhaltener und es ist noch immer zu sehen, dass die Boxen aus echtem Holz bestehen. Die senkrechten Kanten rundete ich mit der Oberfräse und nach dem Beizen rollte ich die Boxen dreimal mit dem bei mir bestens bewährten Treppen- und Parkettlack. All das war bei den kleinen Boxen schnell gemacht: Rund einen Arbeitstag dürfte ich, unterbrochen von den Trockenzeiten, nach der Rückkehr aus dem Baumarkt mit dem Aufbau verbracht haben.
Beim ersten Probehören fand ich die Vorstellung der kleinen SB 15 geradezu unverschämt: Glasklare Höhen und - ich konnte es fast nicht glauben - ziemlich tiefe und präzise Bässe ließen mich fast auf der Bühne Platz nehmen. Norah Jones sitzt seitdem öfters scheinbar direkt auf meiner Fensterbank, wo aber auch komplette Rock-Combos mit großen Basstrommeln Unterschlupf finden und ich genieße jeden Tag mehr die sehr hohe Präzision der kleinen Schreihälse. Wozu hatte ich mir doch gleich die weit größeren SB 36 ins Wohnzimmer gestellt? Die Antwort war schnell gefunden, als ich die SB 15 zum Vergleich daneben stellte, denn aus weiterer Entfernung im größeren Raum verloren sich die Bässe und auch die Präzision und Luftigkeit litt unter den unzähligen Raumreflektionen, während sich die SB 36 hier hörbar besser durchzusetzen vermögen. Für den Einsatz im Nahfeld am Schreibtisch halte ich die SB 15 aber auch nach einigen Wochen des Lauschens für nahezu optimal. Bluesklasse am PC? Jederzeit wieder, der überschaubare Aufpreis lohnt sich allemal. Dank nochmal an Udo für die Unterstützung und vor allem diese wunderbaren Boxen.
Eigentlich müsste ich mich bei Udo entschuldigen: Erst baue ich aus den eher für Musik gedachten SB 36 und SB 18 einfach ein Heimkino und nun drehe ich den Spieß und nutze die Heimkino-Boxen SB 15 nur für Musik. Warum das? Die SB 36 sind nach wie vor großartig, stehen aber die meiste Zeit des Tages schlicht im falschen Raum. Im Arbeitszimmer müsste die Musik spielen, dachte ich mir schon lange – aber wenn schon, dann bitte Bluesklasse. Die SB 15 machten das Rennen, weil sie einfach ein paar Liter kleiner sind als die SB 18. Nach einigen Mails mit Udo stand der Entschluss schnell fest, obwohl er mir nicht gleich verriet, dass einige Tage nach Fertigstellung die „blueSBox 15 PC“ vorgestellt werden sollte. Macht aber nichts, denn optisch gefällt mir der kleinere Hochtöner der normalen SB 15 eh etwas besser. Für den ausreichend potenten Antrieb sorgt mein alter AV-Receiver, dessen D/A-Wandler auch die Aufbereitung der vom Mac gelieferten Signale in erprobt hoher Qualität übernimmt.Diesmal machte ich keine Bilder vom Aufbau - wie ein weiser Mann einmal sagte, sollte das Zusammenkleben von sieben Brettern mit Fugenleim eigentlich niemandem Rätsel aufgeben - sondern beschränke mich hier mal aufs Finish: An meinem Schreibtisch war keine edle Holzoptik gefragt, sondern eher Sachlichkeit und wegen der Aufstellung in Fensternähe eher eine helle Farbe. Weiße Boxen sind eigentlich am ehesten mit MDF und endlosen Grundier- und Spachtelorgien zu erzielen, aber ich war im Baumarkt über weiße Beize gestolpert und probierte sie an einem Reststück Multiplex-Holz aus. Das Ergebnis war recht ermutigend: Die weiße Beize betont zwar nicht wie normalerweise gewohnt die Holzstruktur, kleistert sie aber auch nicht völlig zu. Die Schnittkanten des MPX werden etwas verhaltener und es ist noch immer zu sehen, dass die Boxen aus echtem Holz bestehen. Die senkrechten Kanten rundete ich mit der Oberfräse und nach dem Beizen rollte ich die Boxen dreimal mit dem bei mir bestens bewährten Treppen- und Parkettlack. All das war bei den kleinen Boxen schnell gemacht: Rund einen Arbeitstag dürfte ich, unterbrochen von den Trockenzeiten, nach der Rückkehr aus dem Baumarkt mit dem Aufbau verbracht haben.
Beim ersten Probehören fand ich die Vorstellung der kleinen SB 15 geradezu unverschämt: Glasklare Höhen und - ich konnte es fast nicht glauben - ziemlich tiefe und präzise Bässe ließen mich fast auf der Bühne Platz nehmen. Norah Jones sitzt seitdem öfters scheinbar direkt auf meiner Fensterbank, wo aber auch komplette Rock-Combos mit großen Basstrommeln Unterschlupf finden und ich genieße jeden Tag mehr die sehr hohe Präzision der kleinen Schreihälse. Wozu hatte ich mir doch gleich die weit größeren SB 36 ins Wohnzimmer gestellt? Die Antwort war schnell gefunden, als ich die SB 15 zum Vergleich daneben stellte, denn aus weiterer Entfernung im größeren Raum verloren sich die Bässe und auch die Präzision und Luftigkeit litt unter den unzähligen Raumreflektionen, während sich die SB 36 hier hörbar besser durchzusetzen vermögen. Für den Einsatz im Nahfeld am Schreibtisch halte ich die SB 15 aber auch nach einigen Wochen des Lauschens für nahezu optimal. Bluesklasse am PC? Jederzeit wieder, der überschaubare Aufpreis lohnt sich allemal. Dank nochmal an Udo für die Unterstützung und vor allem diese wunderbaren Boxen. Holger
Wenn Du diesen Bausatz nun auch nachzubauen möchtest, kannst du ihn bei Intertechnik oder Acoustic Design Wohlgemuth erwerben
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