Manchmal hat man eine Idee, die man gerne umsetzen will und läuft schon lauthals rufend in der Gegend herum, um der Umwelt seine Pläne zu offenbaren. So ging es mir wieder einmal, als im Anschluss an den AXT-Test nach einer bassergänzten Breitband-Box gefragt wurde. Das war ja klar, um ganz ehrlich zu sein, durch die von Patrick Even herbei konstruierte Ähnlichkeit der beiden Axis-Serien sogar erwünscht. Also versprach ich, eine Regalbox mit dem AXT-8 und dem AX-5 zu entwerfen, die sofort erstellte Simulation stimmte mich hoffnungsvoll. Nun liegen aber oft genug Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander und es gibt Hindernisse, die mit dem Plan eher wenig zu tun haben, aber am Ende nicht zu überwinden sind. Doch besser ist es sicher, die Geschichte der Axis 85 mit dem Anfang zu beginnen.
Der Plan
Es ist ein alter Brauch, dass ich mir vor dem Bau eines Lautsprechers überlege, wen ich damit beglücken kann, obwohl der Weg allem Anschein nach oftmals auch andersherum gegangen wird. Als ein bekanntes Beispiel fällt mir da immer wieder der alte Hollywood-Schinken mit Doris Day in ihrer hinreißend dargebotenen Paraderolle als amerikanisch-naive Blondine ein, in dem etwas auf den Markt geworfen wird, von dem bis dahin nur der Name, nicht aber einmal die zugehörige Produktgruppe feststeht. Toller Klamauk und für viele sicher verwunderlich, dass gerade ich so etwas gesehen habe. Aber Filme mit nachvollziehbarem Inhalt statt sinnfreier Action for nothing haben mich schon immer interessiert. Doch zurück zum Plan.

Verführt hat mich LspCAD, das mir für den AXT-8 ein Reflex-Volumen von nur 19 Litern ans Herz legte, wenn ich dem AX-5 zusätzliche 3 Liter abkapsle. Das sah sehr brauchbar aus und könnte bei entsprechender Höhe und Breite auch regaltauglich aufgebaut werden. Also machte ich mich ans Werk und malte mit Sketchup eine Bauzeichnung auf meinen Monitor. Genügend Holz war im Keller noch vorhanden, den Zuschnitt machte ich auf die Schnelle aus 22 mm Grobspanplatte selbst. Hiervon habe ich ebenso wenig Bilder gemacht wie vom anschließenden Zusammenbau, Schleifen und Fräsen. Da ich jedoch gegen den Anblick des nackten OSB so langsam immun geworden bin, reizte mich die bekannt gelbliche Oberfläche nicht mehr sonderlich. Also entschloss ich mich, dem Holzwerkstoff eine neue Farbe zu geben. Blau ist zur Zeit neben weiß noch immer modischer Trend, ich hatte aus vergangenen Tagen noch ein Päckchen Wasserbeize in der Werkstatt herumnliegen. Einen viertel Liter warmes Wasser gab der Wasserhahn freiwillig dazu und schon hatte ich einen Färbestoff, der die etwas vertieft liegenden Flächen des OSB ungefärbt ließ. Der Auftrag erfolgte mittels eines der vielen Kratzschwämme, die mir meine Frau für das Abwaschen des Geschirrs regelmäßig kauft. Hierbei konnte ich dann meine fotografischen Fähigkeiten nutzen.






So weit, so gut, doch nun begann der Ernst. Die zweite, noch unbehandelte Box stand schon in 1,5 Meter Höhe auf dem Messständer, damit die Trennung von Bass und Breitbänder per Weiche durchgeführt werden konnte. An dieser Stelle sei ein kleiner Hinweis darauf erlaubt, weshalb ich mich weigere, die geplante Verkupplung der beiden Chassis als FAST (Fullrange and Subwoofer Technology) zu bezeichnen, wie diese Technik erstmal von einem User eines Internet-Forums benannt wurde. Ein Subwoofer wird immer unterhalb von 150 Hz, besser noch weit darunter ausgekoppelt und unterstützt ein Satellitensystem, das den gesamten Stimmbereich wiedergibt. Bei meinem Projekt handelt es sich eher um eine klassische Dreiwege-Box ohne Hochtöner und Trennung zwischen 300 und 600 Hz. Das vermeidet den großen Makel von Sub-Sat-Sets, bei denen meist ein kleiner Bassmitteltöner durch die viel zu tiefe Trennung dynamisch überfordert ist, während der Bass eigentlich noch gut eine Oktave dranhängen könnte, aber leider dann ortbar wird. Die Folge sind auf dem Boden liegende Sänger, was der musikalischen Qualität nicht so förderlich ist. Da in der Axis 85 Bass und Mitteltöner in geringster Entfernung zueinander eingebaut sind, ist ein tiefer Übergang nicht nötig. Nützlicher Nebeneffekt: Die Bauteile für die Weiche werden kleiner und damit einhergehend billiger bei besserer Perfomance. Als Name für meine Konstruktion erscheint mit "Blub" passend - Bass-Lautsprecher und Breitband. Dieser Begriff ist dank der bekannten Spinat-Werbung seit langem positiv besetzt, wogegen das eher schlechte Image des "fast", also des "nicht ganz erreichten", dem Fast-Lautsprecher anhaftet.
Wer nun aufmerksam die Kritik am gebräuchlichen Namen gelesen hat, ahnt bereits, welches unerwartete Hindernis meine Pläne über den Haufen warf. Ein Dreiwege-System ohne Hochtöner muss das obere Frequenzband aus einer großen Membran abstrahlen, was den Sweet Spot recht eng macht. Das Gegenmittel ist die Positionierung der Boxen in Ohrhöhe und zusätzlich das Einwinkeln der Boxen auf den Zuhörer. Und da haben wir das Problem, das mir erst bei den Winkelmessungen so richtig in die Augen sprang: Wie soll beides mit einer Regalbox realisiert werden, wenn sie mehr als 30 cm tief ist? Sie einfach aus dem Regal nehmen und auf einen Ständer stellen konnte als Lösung nicht herhalten. Die Bassverstärkung durch Wandnähe gehörte zum Konzept, anders waren die 20 Liter für den Bass zu wenig. Weil aber der Gedanke an sich schon richtig war, gab es kein langes Zögern und ich baute einen hohlen Boxenfuß, der zugleich das Volumen der Kisten auf grob 30 Liter vergrößerte. Um Zugang zum Bass zu bekommen, fräste ich ein Rechteck in den Boden der Regalquader, erst einmal theoretisch per Zeichnung und dann praktisch mit Hilfe meiner Geat-Frässchablone.

Fehlte nur noch das Zusammenfügen der beiden Gehäuseteile und ein kippsicherer Boden. Wie das auf einfache Art zu verwirklichen ist, zeigen die folgenden Fotos.











Der zweite Teil des Bauplans darf natürlich nicht fehlen, allein aus den Bildern sind die Abmessungen der verklebten Bretter nur schwer erkennbar. Zum Selbstausmessen gibt es natürlich auch die beiden Baupläne als Zip-Datei im Sketchup-Format.
Die Weiche


Nachdem der Aufbau der Axis 85 doch mehr Nachdenken erforderte, war das Stricken der Weiche geradezu eine Wohltat. Den AXT-8 kappte ich bei 200 Hz, wo er dank Schallwandreflexionen seinen Anstieg begann, durch eine vorgeschaltete HQ-43-Spule und einen parallelen Elko, was zu seiner wunderschönen, blauen Kurve führte.
Nicht viel anstrengender war die Bearbeitung des AX-5, obwohl ich nichts von seiner Quickly- oder HR-Weiche übernehmen konnte. Seinen grünen Verlauf in der Box änderte ich zuerst unten durch einen in den Signalweg gelöteten MKP-Q4 (rot), oben konnte eine kleine Luftspule mit darüber liegendem Widerstand das Ansteigen ab 3 kHZ mildern (blau). Das Zappeln des Schriebs in diesem Bereich ist schmalbandig und bei Breitbändern üblich, also nicht weiter erschreckend. In Summe ergab sich ein zufriedenstellender Amplitudenschrieb mit Kreuzungspunkt bei 600 Hz und ausgezeichneter Addition der Zweige, wofür der Bass gegen den Breitbänder verpolt angeschlossen werden muss. Dem gelegentlich von Lesern geäußerten Wunsch nach eigener Anpassung habe ich diesmal auch nachgegeben und noch zwei Varianten für Mittel- und Hochton ausgemessen.

Der gedoppelte Widerstand über der kleinen Luftspule halbiert den Wert, wodurch etwa 3 dB mehr Pegel ab 7 kHz dem Oberton im stärker bedämpften Raum mehr Frische verleihen. Die zweite Variation lässt durch einen kleineren Kondensator den recht breitbandigen, leichten Buckel zwischen 200 und 1500 Hz verschwinden, der Stimmen angenehm warm färbt. Die blaue Version hat Vorteile bei wandnaher Aufstellung, die rote bei freier Platzierung der Boxen. Da man Kondensatoren nicht einfach in kleinere Werte zerhacken kann, größere jedoch leicht durch Parallelschaltung bekommt, liefern wir neben dem kleineren C einen weiteren, mit dem die größere Kapazität herzustellen ist. Natürlich liegt auch der zweite Widerstand der Lieferung der Axis 85 bei. Um auch der letzten Frage nach dem Aufbau der Weiche und ihrer Varianten aus dem Weg zu gehen, habe ich noch einmal meine Kamera bemüht.


Völlig sorgenfrei kann der Nachbauer an den Nachbau herangehen, wenn er jetzt auch noch die für heute letzte Fotogalerie zum Einbau der Bausatz-Komponenten beachtet.









Der Klang
Nach Fertigstellung beider Boxen ging es in den Hörraum, wo ich mir nicht schlüssig war, welche Signalquellen ich denn für meinen Test wählen sollte. Die Stereo-Qualitäten des neuen AV-Receivers will ich nicht kleinreden, ich nutze ihn täglich zum Radiohören. Doch konnte ich mir klanglich sicher mehr von meinen SAC-Komponenten erwarten, die wiederum preislich zu den Axis 85 etwas diskrepant wirken. So wählte ich mit Blick auf das günstige Preis-/ Leistungsverhältnis guten Gewissens meine eXperience KT 88-Röhre, wohl wissend, dass nur wenige Nachbauer einen Glimmkolben zum Musikhören nutzen werden. Das war dann auch schon das zweite Problem, denn allein aus dem günstigen Preis der Axis 85 und dem Bauprinzip ausschließlich auf junge Kundschaft zu setzen, verbot sich natürlich. Angesichts von grob 90 dB Schallpegel, für Boxen mit 8 Ohm schon eine ganze Menge, kommen auch schon ein paar ältere Semester als Nutzer in Frage, die sich gern mit ihrer Schallplattensammlung und dem Class-A-Verstärker (oder der Röhre) dem klanglichen Genuss hingeben. Dass dabei auch jeweils eine ganz andere Art von Musik die Raum beschallt, machte den Hörtest nicht einfacher. Doch was soll ich lang lamentieren, die Klangbeschreibung nimmt mir eh keiner ab. So packte ich nach und nach alles Mögliche an CD's in meinen Player und erfreute mich der besonderen Eigenschaft der Boxen, eigentlich keine ausgeprägte zu besitzen. Als erstes fiel mir meine mittlerweile zwei Jahre alte Bravo-Hits-CD in die Hände, auf der mich Madonna und Dustin Timberlake mit "4 minutes" und tiefem, gut durchgezeichnetem Bass überraschten. Klar und trotzdem ohne befürchtete Zisch-Geräusche war die Stimme von Leona Lewis, die mir von ihrer "Bleeding Love" vorsang. Als auch Alicia Keys nicht in den donnernden Drumms auf "No one" unterging, kann ich somit schon einmal den jungen Lesern die Axis 85 für diese Musikrichtung empfehlen, auch wenn ich mangels Gesprächspartners im entsprechenden Alter nicht heraus bekommen konnte, ob die genannten Namen heute überhaupt noch bekannt sind.
Einfacher wurde es für mich, als ich in die Abteilung Rock, Blues und Jazz eintreten durfte, in der die älteren Boxenbauer eher anzutreffen sind. Den alten Canned Heat-Klassiker "On the Road again", diesmal im Original statt von Katie Melua aufgelegt, konnte ich nicht leise über mich ergehen lassen. Ohne Murren oder spürbare Anstrengung machten die Boxen einen gut tanzbaren Pegel mit, der die alten Knochen wieder einmal ordendlich durchwirbelten. Selbst bei diesem reichlich bewegten Hörplatz war nichts zu bemerken von Dreiwege-Box mit fehlendem Hochtöner. Die dreidinemsionale Bühne mit Sänger vorn auf einer Front mit den Boxen und der Sologitarre bei dahinter gruppierter Rest-Band fiel mir dadurch jedoch erst wirklich auf, als ich dem Alter Rechnung tragend wieder mehr in sitzender, aber nicht ruhender Position dem grandiosen "Fried Hockey Boogie" zuhören musste. Als auch bei Miles Davis spektakulärem "Tutu" nicht der Wunsch aufkam, lieber eine andere Box mit diesem Vortrag zu betrauen, gab es auch keinen Anlass, die grauhaarige Generation davor zu warnen, beruhigt zu den Axen zu greifen. "Perfect Way", so der angespielte Titel, war geradezu Programm.
Ruhiger, aber keinesfalls langweilig ging es in der klassischen Sparte zu, Bachs Messe in H-moll, dargeboten von Schallplatte und dem Tübinger Kantaten-Chor zeigte die Breitbändern gern zugeschriebene Raumabbildung, die gar nicht ahnen ließ, wo denn irgendwelche Boxen am Werke sein sollten. Damit es nicht bei aller Freude über das gelungene Werk vergessen wird, muss ich aber einschränkend berichten, dass die Aufstellung der Axis hierbei von wesentlicher Bedeutung ist. Eingewinkelt auf den Zuhörer, aber nicht genau auf seine Ohren zeigend bereiteten sie den größten Spaß. Nachteilig ist es dann, dass man seine Freude nur mit anderen teilen kann, wenn man freiwillig oder unter Zwang den besten Hörplatz verlässt.
Udo Wohlgemuth
Technik
| Chassis | Gradient AXT-8 | Holzliste in 22 mm Grobspan pro Box: |
| Gradient AX-5 | ||
| 47,0 x 27,0 (4x) Front/ Rückwand/ Seiten | ||
| Vertrieb | Intertechnik, Kerpen | 22,6 x 27,0 (2x) Deckel/ Boden |
| Konstruktion | Udo Wohlgemuth | 22,6 x 14,4 (1x) Kammer Rückwand |
| 22,6 x 10,0 (1x) Kammer Boden | ||
| Funktionsprinzip | Bassreflex/ 2 x BR 50, 9 cm lang | |
| Nennimpedanz | 8 Ohm | |
| Dämmstoff: | 2 Matten Sonofil | Frästiefe: |
| Terminal | T 105 MS/ AU | AXT-8: 5,5 mm |
| AX-5: 4,0 mm | ||
| Kosten pro Box: | ||
| Einzelteile | 157 Euro | Fuß in 22 mm Grobspan pro Box: |
| Bausatz: | 150 Euro | |
| 16,4 x 59,0 (4x) Fuß | ||
| Holzzuschnitt: | 25 Euro | 32,0 x 27,0 (1x) Boden |








Der Bausatz kannst du bei Intertechnik oder Acoustic Design Wohlgemuth bestellen
Hallo Udo, sieht gut aus das Neue. Trau mich garnicht zu fragen, tus aber trotzdem: Gibt es das auch als 88? ;-) Gruss Norbert
Hallo Udo, ziehe die Frage zurück. Denn es macht ekienen Sinn den AX 8 nur als Mittel-Hochtöner zu verwenden. Denk ich mal. Gruss Norbert
Hallo Norbert, wenn ich jetzt antworte: "Bisher noch nicht!" verrate ich dir nichts Neues ;) Für den AX-8 habe ich eine Box mit zwei AXT-8 im Kopf. Der Name wäre dann Axis 288. Darauf müssen wir aber noch eine Zeitlang warten, weil jetzt erst einmal die FT- und Quickly-Reihe wieder aufgelegt werden muss. Gruß Udo
Hallo Udo, da juckts wieder in den Fingern ;-) Könnte man den Reflexkanal aus optischen Gründen in den Fuss integrieren ? Gruß, Albert
Hallo Albert, klar geht das, du kannst sogar die beiden 5er Rohre durch ein HP 70 BR ersetzen. Doch wird dadurch der optische Reiz des scheinbar nutzlosen Boxenfußes gestört und die Kiste wirkt größer. Gruß Udo
Dachte da an ein Kanal mit rechteckigem Querschnitt und einer Breite änlich des Fusses...? Gruß, Albert
...oder als Reflexkanal an die Unterseite der Box? Ein bisschen Platz ist ja zwischen Ständer und Schallwand noch ;)
Hallo Albert und Kay, das ist ja das Schöne am Selbstbau: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt :) Gruß Udo
Hallo Udo, wird es sowas feines wie die 85er auch für den Dayton RS geben ?
Hallo Andreas, jetzt sind erst einmal die Gradienten in beiden Serien dran. Das Weitere kann ich noch nicht absehen. Gruß Udo
Hallo Udo, den Ständerfuß als zusätzliches Volumen zu nutzen eine gute, unkonventionelle Idee. Nur kommt bei mir immer gleich der Familienvater mit tobenden, kaum zu bändigen Kindern durch, der auch an die Sicherheit denken muss. Wenn man den Fuß nicht mit Sand auffüllen kann, wird das Ganze dann nicht etwas kopflastig und kipplich? Gruß Hajo
Hallo Hajo, gegen das Umkippen hilft die breite Bodenplatte oder Annageln (nicht der Kinder!) ;) Gruß Udo
warum nicht die Kinder annageln? na Scherz! Helfen würde auch den Fuß in dreischicht zu bauen un in die Mittellage ein Stahlplatte oder Bleischrot zu verbauen. Grüße, Günther
Hallo Udo, nun hab` ich deine "Blub" doch noch gefunden. Interessant! Sag` mal - beziehen sich deine Messungen bzw. die Weichenschaltung nur auf die große Box mit integriertem Ständer? Mich persönlch würde ja die kompaktere Variante (1. Bild - mit den ca. 25 Litern) eher ansprechen. Für relative Wandnähe mit Metallständern könnte ich ja sorgen. Ggf. könnte man das Gehäuse ja noch etwas in die Höhe ziehen, damit der BB das Ohr trifft und man einen schönen Reflexkanal (Höhe ca. 1,7 cm?) einziehen kann. Was meinst du? Grüße Kuddel
Hallo Kuddel, der Weiche ist das größere Volumen egal, daher kannst du sie auch für die kleinere Variante verwenden. Aber darfst du schon wieder neue Boxen bauen, nachdem deine AX-6 HR doch gerade erst fertig sind? Gruß Udo
Ja, darf ich! Das geht hier mit meiner Frau alles klar! Na ja, und außerdem frage ich auch nicht mehr... Udo - auf den Bildern sieht man beim Bass, dass die Anschlüss-Litzen auf die Spinne montiert wurden. Ich hab` in Erinnerung, dass es sowas auch bei Mivoc-Treibern gibt. Viele Mivoc-Kunden (zu denen ich ja nicht gehöre) bemängeln deshalb Klappergeräusche, sobald sich die Membran bewegt. Ist das beim Gradient ausgeschlossen? Grüße Kuddel
Hallo Kuddel, gut beobachtet, die Litzen sind in die Zentrierug eingearbeitet und zwar um das Klappern zu vermeiden. Was bei den Chassis anderer Hersteller zum Klappern führt, kann ich nicht beurteilen, es wird aber eher andere Gründe haben, die nichts mit den Vermutungen der Kunden zu tun haben. Da ich mich an Spekulationen darüber nicht beteiligen will, lobe ich an dieser Stelle nur die Sorgfalt unserer Lieferanten, die jede Art von Störgeräuschen eliminiert haben. Die Axis-Serie von Gradient ist immerhin ein Premium-Produkt, bei dem wir uns solche Mängel nicht erlauben können :) Gruß Udo
OK - Udo! Ich habe das Gehäuse (auf einer Skizze) ein bisschen verändert. Würden 25 Liter Netto-Bass-Volumen (also nur für das Bass-Chassis) und für einen entsprechend guten Ton ausreichen? Wenn ich richtig gerechnet habe, dann stehen dem Bass-Chassis in deiner großen Kiste mit "Hohl-Ständer" ca. 33,5 Liter reines Bass-Volumen zur Verfügung. Also hätten wir eine Differenz von ca. 8,5 Litern. Schön finde ich ja auch einen Reflextunnel. Sieht besser aus und klingt auch besser (...finde ich). Unter Beibehaltung der Gehäuse-Innenbreite von 22,6 cm käme ich auf eine Höhe von 1,7 cm beim Reflexkanal. Richtig? Wenn ja, wie lang soll der Tunnel sein? Grüße Kuddel Du merkst schon: Die Sache nimmt bereits Formen an :-)
Hallo Kuddel, bei 25 Liter muss der Kanal 15 cm tief sein. Dann hast du fast die gleiche Abstimmung. Gruß Udo
Wieso kommt mir bei der Farbe der Boxen gerade folgendes Lied in den Kopf?: Sagt mal, von wo kommt ihr denn her? (Aus Schlumpfhausen bitte sehr) Sehen alle da so aus wie ihr? (Ja die sehen so aus wie wir) Und wieso stelle ich mir Udo gerade mit Melone und Nickelbrille vor?: http://www.juergen-koppelin.de/files/2038/1/source_47584d6616b67_Va.jpg ;-) Haste jut jemaat, Vader Udo! Nur die Farbe, der Pheseplug wird da echt zur Mütze! Herzliche Grüße Frank
XD Zeppi du bist echt genial, ich kann vor Lachen nicht mehr! Wie bist du denn da drauf gekommen? Zuckersüß der Vergleich. Wobei ja Handy der Bastelschlumpf war und Harmony der Musikschlumpf, Udo wäre ja dann der Handy-Harmony. ;-)
Hallo Björn, als strikter Handy-Verweigerer muss ich mich von deinem Vergleich ganz deutlich distanzieren ;) Hallo Frank, komm doch mal wieder zum Hören vorbei, ich habe auch blaue Musik. Man nennt sie neudeutsch Blues ;) Gruß Udo
@Björn Ich sehe in Udo eher einen beinahe optischen Zwilling von Vada Abraham - siehe beigefügten Link. @Udo: Gib mir Zeit und Muße. Ich denke ich schau mal nächste Woche vorbei. Blues höre ich dann aber doch lieber über die Duetta bzw. Duetta Top. Rock lieber über die Phase. Mach hat dieser Breitbandvirus einfach nicht befallen. Aber Deine Schlumpf-Box ist echt witzig.
Hallo Udo, ich verstehe leider noch nicht den Sinn deiner neuen Konstruktion. Wo sind die Vor- oder auch Nachteile zu reinen Breitbandboxen wie der AX-8 HR bzw. Holly65 oder auch zu reinen Mehrwegeboxen? Ciao Ralf
Hallo Ralf, ein "BLUB" verbindet die Vorteile der Mehrwege-Box mit denen des Breitbänders. Im Bass muss der BB nicht mehr hilflos herumzappeln, dafür brauche ich zum Hochtöner keine Trennung. Gruß Udo
Die Gehäuse sind in Arbeit :-) Ich habe mich für den Reflextunnel entschieden. Der ist insgesamt 15 cm tief bei 22,6cm Innen-Breite (bei knapp 29 Liter Netto- Gesamtvolumen). Da bin ich aber mal gespannt! Grüße Kuddel
Hello Udo, What amp can I use for axis-85? how much power I can give and what class of amp? I have some difficulties in this field after a friend had driven the 400 RMS with a final class AA 90 RMS ... Greetings!
Hello Christian,
you don't need a special Amp for the Axis 85. But as Kuddel wrote in his "Leserbeitrag", he had the best result with a 35 watt Tube Amp.
Gruß Udo
Hi Udo,
könnte ich das Axis 85 System auch in einer Standbox verwirklichen? Wie viel Liter würdest du für die beiden chassis vorschlagen? Als Regalbox hast du ja versucht das Volumen möglichst gering zu halten, das wäre dann ja kein Problem bei einer Standbox.
Kann die weiche dann die selbe bleiben?
gruß
Rene
Hallo Rene,
die Axis 85 ist eine Standbox, der Fuß gehört zum Volumen. Das kannst du aber auch auf eine "normale" Standbox umrechnen.
Gruß Udo
Die Axis 85 laufen bei mir nun seit einiger Zeit und ich muss sagen, dass sie nach der Einspielphase jetzt noch besser sind. Zwei Aspekte könnten wichtig sein: Der Widerstand bei L2 kann relativ klein ausfallen (wegen Feinauflösung des BB) und ggf. ist ein Transistor-Amp doch die bessere Wahl.
Grüße Kuddel
Hallo Kuddel,
wie empfindet ihr den Unterschied zwischen der Axis 85 und der Axis 6 HR? Welche hat welche Vorteile? Ich will auch von der Breitbänderdroge kosten und denke darüber nach, eine von beiden als Rock-, Jazz- und Spaßstandbox zu bauen. Und außerdem darf aus diesem Spaß gerne langfristiger Ernst werden. :-)
Grüße
Pit
Hallo Pit,
die 6-HR ist eher eine Box für ruhige und entspannte Jazz-Musik auf hohem Niveau. Extrem-Bass und allerhöchste Auflösung schafft sie nicht. Das wäre auch zuviel verlangt. Dennoch ist sie kultig und kann einen in ihren Bann ziehen.
Die Axis 85 ist meiner Meinung nach eher das Gegenteil zur 6-HR. Mehr Speed und Bass. Wichtig ist aber eine genaue Abstimmung mit dem Verstärker. Und mit den Alternativ-Bestückungen auf der Weiche sollte man auch experimentieren: Mittlerweile habe ich den zweiten Kondensator wieder aus dem Signal herausgenommen und das Gehäuse stärker bedämpft. So richtig fertig werde ich wohl nie...
Grüße Kuddel
hahaha, danke für den tollen Tippfehler "Dustin Timberlake" - habe meinen neuen Künstlernamen gefunden :-) Grüsse Alan
Hallo Udo,
nachdem mein DIY Class-D Verstärker kurz vor der Vollendung steht, wollte ich im März bei Dir eigentlich den AX-8 HR Bausatz ordern. Nun habe ich die Axis 85 hier entdeckt. Preislich liegen beide Bausätze nah beieinander und so kann ich mich nicht so recht entscheiden...
Zwei Fragen lassen mir keine Ruhe :
1) Wie unterschiedlich ist der Klang von AX-8 HR und Axis 85? Ist die HR durch das Hornreflex-Prinzip deutlich dynamischer oder spielen beide LS auf identischem Niveau? Ist die Basswiedergabe ähnlich oder gibt es deutliche Unterschiede (es darf bei Rock ruhig "knallen" ;) )
2) Falls ich mich für die Axis entscheide, würde ich sie als Standbox umrechnen. Ist es möglich (bzw macht es das Chassis mit), durch mehr Volumen (+10 - 15 Liter) und ggf anderer BR-Abstimmung die Grenzfrequenz nach unten zu schieben ?
Hallo Daniel,
ob ein Unterschied deutlich oder fast nicht vorhanden ist, liegt im Ohr des Zuhörers. Bei zwei 8-Zöllern aus nahezu den gleichen Materialien ist er wenig ausgeprägt. Nicht folgen kann ich bei Frage 2. Die Axis 85 ist eine Standbox, wie ich bereits ein paar Zeilen weiter oben schrieb.
Gruß Udo
PS: Den Preisunterschied von fast Faktor 2 halte ich schon für relevant.
Hallo Udo,
Zu Frage 2 : Ich hab gesehen, das du den Fuß als zusätzliches Volumen nutzt, aber dieses Design ist nicht so "meins", mir schwebt da eher eine klassische Form vor (böse Zungen würden das auch als 0815 Standbox bezeichnen). Daher könnte das Volumen etwas größer ausfallen und (wenn sinnvoll) auch den -3dB Punkt etwas weiter nach unten schieben.
Hallo Daniel,
Optik ist halt Geschmackssache ;) Du kannst die Box auch normal kastenförmig bauen, wenn du das Volumen und die Abstimmung beibehältst. Bei deutlich mehr Volumen muss auch das Reflexrohr kürzer werden.
Gruß Udo
Achja, ganz vergessen (wenn auch etwas OffTopic): Welche Bezahlmethoden bietest du in Deinem Shop (Paypal?) an?
Hab da keine Informationen zu finden können.
Hallo Daniel,
wenn du Fragen zu meinem Shop hast, musst du sie mir über das Kontaktformular schicken.
Gruß Udo
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