Umfrage 1
Beitrag von Udo Wohlgemuth zu Lautsprecher Deine Box 2012
Nun ist sie also gelaufen, unsere Befragung nach der Box, die dem Leser zu Hause noch fehlt. Mit 153 Kreuzwilligen lag die Wahlbeteiligung zwar niedriger als bei einer Kommunalwahl, aber es braucht ja auch nicht jeder unserer fast 900 registrierten Leser täglich neue Lautsprecher. Aufschlussreich und vielfach überraschend war das Ergebnis trotzdem, auch wenn wir es nicht wirklich repräsentativ nennen wollen. Eine kurze Analyse aus unserer Sicht wollen wir vor der Festlegung auf einen Bauvorschlag, der den größten Teil der Wünsche verwirklicht, zur Diskussion stellen.
Beginnen wir mit der ersten Frage nach dem Ort für die noch fehlende Box:
Wir geben zu, dass wir das Wohnzimmer keineswegs so weit vorn erwartet haben. Mehr als Zweidrittel aller Nennungen fielen auf den Ort, den wir eher als gut mit Bausätzen aus unserem Magazin versorgt sahen.
Die zweite Frage betraf die Anzahl der Wege des Bauvorschlags:
Passend zum Wohnzimmer ist auch hier die Dreiwege-Box mit grob einem Drittel der Stimmen vorn, knapp gefolgt von "egal".
Punkt 3 war die Marke:
Wir stellen fest, dass es eher keine Vorliebe gibt, sehen wir einmal von der zweitgrößten Zahl hinter Eton ab.
Die Klasseneinteilung war der nächste Punkt:
Wer hätte hier nicht mit dem überwältigenden Sieg der Bluesklasse gerechnet? Wir taten es jedenfalls.
Anwendung hieß es im Anschuss:
Dass "Heimkino" nur grob 20 % der Kreuze von "Stereo" aufweisen kann, hätten wir uns nicht ausgemalt.
Kommen wir zum Preis:
Hier besteht eine kleine Diskrepanz zwischen Preiswunsch und Anspruch bei vorangegangenen 88 x Bluesklasse und 50 x Dreiwege.
Wichtig war nun die Bauhöhe der Wunschbox:
Mit 93 zu 64 vorn in der Beliebtheitsskala sind Standboxen, etwa ein Meter Höhe an der Spitze war vorhersehbar..
Welche Größe darf der Bass haben:
Einen Sieger kann man hier eher nicht nennen, erstaunlich sind jedoch die 80 Kreuze oberhalb von 18 cm
Zusammenfassen können wir die Frage nach der Chassisanzahl, ihrer Anordnung und die Bauart:
Sehr eindeutig war der Wunsch nach einem Bass, klassischer Anordnung und einer Reflexabstimmung.
Auch von einander abhängig sind die Platzierung der Boxen und die Raumgröße:
Da fast 80 % der Räume größer als 18 m² sind, überrascht die wandnahe Aufstellung.
Wirkungsgrad der Box und gewünschter Hörpegel können auch zusammengefasst werden:
Gehobene Zimmerlautstärke sollte schon möglich sein, wobei der Wirkungsgrad der Box eine geringe Rolle spielt.
Was man hört, wollten wir noch wissen:
Zwei Drittel der Kreuziger hören Rock und Pop, ein Fünftel Jazz, keiner Schlager.
Die letzte Frage galt dem Verstärker:
Dabei zeigt sich die große Übereinstimmung mit der Anwendung: Stereo-Verstärker weit vor AV-Receiver.
So weit, so gut, doch was sagt uns das nun alles? Gehen wir ausschließlich nach der größten Anzahl an Nennungen, müssten wir eine Dreiwege-Stereoreflexbox der Bluesklasse für wandnahe Aufstellung im 20 bis 30 m² Wohnzimmer in klassischer Bauweise mit einem 18er Bass, die gehobenen Pegel für Rockmusik möglich macht und etwa einen Meter hoch ist, egal welcher Marke für 300 Euro Stückpreis bauen. Dass so etwas herauskommen würde, war vorauszusehen. Machbar ist das unter Einhaltung aller Kriterien sicher nicht, nun gilt es also, passende Prioritäten zu setzen. Gradient Axis AXT 06, AXT 05 und Fountek Neo 3.0 CD wär nah dran, vielleicht sogar der beste Kompromiss, SB 23/ 3 als Meterstandbox umgebaut ist eine Alternative. Aus der Little Princess eine Schrumpfprinzessin zu machen, verfehlt bei Weitem den Preis, die Kategorie Dreiweg auf Zweieinhalbweg zu reduzieren und die SB 36 als Ideallösung anzubieten, hat die Vergangenheit schon überrollt. Ein sicher nicht sehr spannender Weg wär eine neue Umfrage, in der bei den Kriterien zwischen wichtig und unwichtig unterschieden wird. Doch diese Entscheidung allein auf unserer Seite zu treffen, wird der hochgeschätzten Beteiligung der Leser in keiner Weise gerecht. Ein hilfreiches Instrument ist im Magazin zum Glück vorhanden, es heißt "Kommentare zu diesem Artikel". Davon dürft ihr nun in basisdemokratischer Weise heftigen Gebrauch machen, die Diskussion ist hiermit eröffnet. Auch jeder vorhereige Nichtabstimmer ist dabei selbstverständlich wilkommen.
Udo Wohlgemuth

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