Kerpen, wir haben ein Problem... So oder doch recht ähnlich wird es sich angehört haben, als ich vor längerer Zeit mit Andreas Wolf und Patrick Even von Intertechnik über meine Bausatz-Planungen für die Weihnachtszeit sprach. Wir hatten wunderbare Bassmitteltöner mit Namen Gradient-Axis, für die ich gern Verwendung finden wollte, doch es fehlte ein passender Hochtöner für die Reihe. Dessen Entwicklung ist zwar von Patrick längst in die Wege geleitet worden, für den kurzfristigen Einsatz ist er aber noch nicht in Serienreife verfügbar. Lange dachten wir darüber nach, ob vielleicht ein Exemplar aus der ferrofluidfreien Seas-Flotte einspringen könnte, doch nur Hochtöner-Lieferant zu sein, würde den Norwegern angesicht des eigenen Sortiments an herausragenden Bassmitteltönern nicht gerecht. Zwar haben wir schon Tweeter der Skandinavier in der FT 8, sowie Elip 1 und 2 verbaut, doch hier nicht sortenrein zu bleiben, verlangte einerseits der gute Ton, andererseits der Mangel an Hochtönern beim Hersteller der GDS 182. Ein Weg, auch ohne Hochtöner dem Dilemma zu entrinnen, war der erste "Blub", in dieser Bauart hätten wir noch vier bis sieben weitere Bauvorschläge ins Magazin stellen können. Nach den ersten beiden wäre bei den Lesern verständliche Langeweile ausgebrochen: "Sieh mal, die haben einen "Blub" gebaut" hätte spätestens nach der dritten Wiederholung ein heftiges Gähnen hervorgerufen. Der Ausweg aus der Klemme kam eher unerwartet, als zur rechten Zeit Fountek bei Intertechnik anfragte, ob man sich in Kerpen eine Zusammenarbeit mit dem für exzellente Bändchen-Hochtöner bekannten Hersteller vorstellen könne. Dessen Chassis werden zwar In verschiedenen Shops angeboten, gelegentlich sogar in Bauzeitschriften verwendet, doch einen auch werbemäßig aktiven Vertrieb gab es nicht. Das konnte man sich sogar sehr gut vorstellen, denn zum einen gab es bisher Treiber dieser Art nicht im Sortiment, zum anderen passten sie optisch sehr gut zu der Axis-Reihe. Und so entstand sofort der erste Bauvorschlag, den ich der Einfachheit halber Axis 34 Neo taufte.
Kein anderer Frequenzbereich kennt so viele Bauarten wie der Hochton. Heutzutage allgemein üblich sind die Kalotten, deren Membran aus Textil, Metall oder Kunststoff mittels im Magnetsystem pendelnder Schwingspule in Bewegung gesetzt wird. Träger und Draht erhöhen dabei die angetriebene Masse. Prinzipiell sind die Kalotten eine Weiterentwicklung des altehrwürdigen Konus, dessen Technologie weitgehend übernommen wurde. Davon unterscheiden sich Folienhochtöner grundlegend, denn sie verzichten auf eine eigenständige Schwingspule. Sie wird entweder durch direkt auf die Membran aufgedampfte Leiterbahnen (Magnetostaten, Airmotion-Transformer) oder sogar durch die Folie selbst ersetzt (Bändchen). Ein hauchdünner Aluminiumstreifen ist dabei das Material, aus dem die Schwingeinheit besteht, die im Gegensatz zu den anderen Bauarten elektrischen Antrieb und mechanische Schallwandlung aus nur einem Bauteil generiert. Sein Widerstand liegt allerdings im kleinen Milliohmbereich. Daher muss ein zusätzlicher Übertrager zwischen Verstärker und Membran geschaltet werden, der die Last entsprechend hochtransformiert und so dem Amp die zuträglichen 4 bis 8 Ohm liefert. Wir finden ihn im angehängten Kasten auf der Rückseite des Bändchen-Hochtöners, der somit eine ordentliche Einbautiefe benötigt. Natürlich schlägt sich diese Art des Signalumformens auf den Preis nieder, es wird viel mehr Rohstoff verarbeitet als bei einer kleinen Schwingspule. Erkauft wird damit ein weitaus geringeres Membrangewicht, was selbst kleinste Anregungen hörbar macht und somit ein deutliches Mehr an Feinauflösung bewirkt. Ganz offensichtlich haben sich die bisherigen Verkäufer der Fountek-Chassis diese Exklusivität ordentlich bezahlen lassen. Wie sonst ist zu erklären, dass Intertechnik deren Preis für den Endverbraucher um mehr als 30 % reduzieren konnte?
Mein erster Kontakt mit Fountek-Bändchen liegt einige Jahre zurück, damals klöppelte ich einen Bausatz mit dem NeoCD 3.0 zusammen, der mir auf Grund seiner Spielweise sehr gut gefiel. Für die Axis 34 Neo bot er sich auch an, doch neugieriger war ich auf den Treiber mit kurzem Hornvorsatz und dem Namen NeoCD3.5H, der zu hohen Frequenzen und zunehmendem Winkel stärker bündelt. Das war mir in Verbindung mit zwei AXT 06, die den Hochtöner in ihre Mitte nehmen, gerade recht. Dessen Daten und Messdiagramme haben wir in der Ausgabe Januar 2011 bereits veröffentlicht, über seinen Druckgusskorb ohne zusätzliche Lüftungen, aber auch seine hervorragende Serienkonstanz berichtet. Daher gibt es an dieser Stelle nur noch die trockenen Messdaten des NeoCD 3.5 H.
NeoCD 3.5 H
Artikelnummer: 1420056
Preis: 41,80 €
Messungen als Zip-Datei
Ausstattung:
| Membran: | Aluminiumfolie | Magnetische Schirmung: | nein | |
| Schwingspule: | keine | Polkernbohrung: | nein | |
| Wickelhöhe: | keine | Befestigungsbohrungen: | 4 | |
| Polplattendicke: | keine | Außenmaß: | 98 x 104 mm | |
| Linearer Hub: | k.A. | Einbauöffnung: | 70 x 90 mm | |
| effektive Membranfläche: | 7 mm² | Einbautiefe | 101 mm | |
| Magnet: | Neodym | Frästiefe: | 3 mm |
Parameter können beim Bändchen nicht angegeben werden, da es einen fast reinen, ohmscher Widerstand ohne erkennbare Resonanz darstellt.
Messdiagramme:
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| Frequenzgang und Phase | Impedanz | Frequenzgang unter 0/ 30/ 60° |
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| Klirr für 90 dB | Sprungantwort | Wasserfall |
Nicht wirklich überraschend war es, dass LspCAD's Berechnung für zwei AXT 06 gerade nur 16 Liter Volumen bei einer Reflexabstimmung auf 55 Hz hervorbrachte. Ein recht kleines Häuschen hatte die überschlägige Abwägung der Parameter auch vorhergesagt. Das gab allerdings auch ordentliche Reserve für eine etwas größere Behausung, denn es war zwar eine Kompaktbox geplant, aber bei einer Schallwandhöhe von mindestens 50 cm und -breite von 19 cm wär ein unförmiges Kästchen mit lediglich 20 cm äußerer Tiefe entstanden. Wesentlich sympathischer waren mir grob 25 Liter, für die mit 16 cm Rohrlänge eine tiefere Abstimmung und somit unterhalb von 250 Hz bis fast 40 Hz ein flach abfallender Schalldruckverlauf zu erwarten war. Damit hatte das Gehäuse für die Axis 34 Neo auch optisch ein ansprechendes Äußeres mit 30 cm Tiefe gewonnen. Undankbar zeigte sich allerdings der NeoCD 3.5 H für seine Wahl, die äußere Gestalt auszufräsen, verlangt mindestens nach drei Jahren CNC-Zuschnitt-Erfahrung. Zu helfen wusste ich mir dennoch, eine 3 mm Korkplate war mein Freund. Der Bau ist zwar nicht kompliziert, aber trotzdem wegen der Besonderheit der Schallwand ein paar Fotos wert.
Da nicht alle Leser die Bildunterschriften finden, die sich erst nach einem Klick auf das Bild zeigen, schreibe ich heute alles in einen fortlaufenden Text in der Hoffnung, dass dadurch nicht die Leser dasselbe tun. Ich fasse mich auch kurz, versprochen. Als Trennzeichen verwende ich das Semikolon, auch als Strichpunkt bekannt.Schwarzer Bretterhaufen mit Korkplatte; Brett auf Kork, Zuschnitt mit Teppichmesser an der Frontplatte entlang; ohne Worte; Holzleim auf Front aufrollen; Front auf Korkplatte legen und ausrichten; zusammenpressen und liegenlassen; Fugenleim auf Schnittkante vom Deckel; nach hin- und herwackeln hat sich der Leim verteilt; Deckel aufsetzen; und ausrichten; Rückwand; und Front auf gleiche Art einleimen; Hilfsbrett weist Boden; und Reflexbrett den Platz zu; Leim auf alle aufragenden Schnittkanten; zweite Seite ausrichten: zwei fertige Gehäuse.
Nun kamen aber immer wieder Anfragen, wie man denn die Boxen schön macht und die Fräsungen sauber hinbekommt. Auch das zeige ich lieber schnell mit ein paar Fotos, diesmal mit Untertext.
Der Fräszirkel besteht aus zwei 50 cm langen Alu-Profilen, die mein Dämmstofflieferant als Gardinenleisten verkauft. Mittels einfacher Baumarkt-Beschlägen und ein wenig Hartfaserplatte lässt sich daraus ein handliches Werkzeug basteln, auf das die Oberfräse wackelfrei, aber auch frei drehbar aufgesetzt werden kann. In die 30 mm breite Führung passt genau die Kopierhülse hinein, die am linken Anschlag anliegt, wenn der Zirkel im Uhrzeigersinn bewegt wird. Für den richtigen Radius sorgt der Schieber auf der rechten Seite, in dem eine 5 mm Schraube als Fixpunkt dient. Um ihn exakt einzustellen, habe ich unten ein Stück Zollstock aufgeschraubt, an dem das Holzende des Schiebers anliegt. Die Zahl unter ihm gibt genau den Radius an, wenn das Maßband passend justiert wurde. 10er und 20er Zirkel sind natürlich unterschiedlich einzustellen. Fräsen, messen, ausrichten und noch einmal fräsen ist dabei hilfreich, notfalls darf man das Procedere auch wiederholen, wenn das Maß nicht überein stimmte.
Nach dem Fräsen mussten noch die Versenkungen für die Hochtöner aus den 3 mm Kork geschnitten werden. Das ging recht gut ohne Worte, aber mit Anschrauben, Teppichmesser und Stecheisen. Danach passten alle Chassis bündig und wackelfrei in ihre Ausschnitte. Um dieses Kunststück nachmachen zu können, braucht der Nachbauer nur noch den Bauplan, den es auch wieder zum Herunterladen als Sketchup-Datei gibt. Um die Seite aber ordentlich zu füllen, folgen nun trotzdem noch zwei Papierzeichnungen.

Damit ein Lautsprecher-Chor weiß, wer was wiedergeben soll, braucht er einen Dirigenten, im Fachjargon Weiche genannt. Um die passenden Bauteile zu finden, wurde eine Box auf dem Messständer platziert, das Mikrofon auf die Mitte des Hochtöners ausgerichtet und in 50 cm Entfernung davor aufgestellt.

Gewohnheitsmäßig wurde zuerst aufgezeichnet, was die beiden parallel geschalteten AXT 06 ins Micro piepsten (links, rot). Am Ende der Messdurchgänge ließen zwei Luftspulen mit 1,4 mm Drahtstärke und ein Elko glatt den Schrieb bis 2,5 kHz fast an der 90 dB-Linie kleben (links, blau). Auch dem Hochtöner (rot, rechts) war ein Filter gleicher Ordnung, als Hochpass jedoch aus zwei Audyn-Caps Q4 und einer Luftspule mit 0,7 mm Draht ausgeführt, gerade recht. Da er mit fast 93 dB Pegel aber etwas laut war, bekam er einen Mox-Widerstand mit 4 Watt vorgehängt, der ihn ebenfalls an die 90 dB-Linie band (blau, rechts). In gleicher Phasenlage angeklemmt ergab sich eine ideale Addition der beiden Zweige mit nur geringem Überlappungsbereich. Fertig war die Weiche trotzdem erst, als auch eine Impedanzkorrektur, bei 90 dB Pegel sicher Pflicht, ausgemessen war.
Auch der Einbau der Weiche und der Chassis war mir ein paar Fotos mit versteckten Untertiteln wert.
Spannend wurde es wieder im Hörraum, wo die Axis 34 Neo erstmal keine Messtöne, sondern Musik wiedergeben musste. Um nicht immer nur meine Röhren loben zu müssen, durfte diesmal wieder einmal die SAC-Vor-Endstufen-Kombi aus einem Epsilon und zwei LaForza die Boxen unter Strom setzen. Und das taten sie dann auch. Mit dem Ungestüm eines lang im Stall vergessenen Pferdes legten sie los, als ich zum ersten Test, warum auch immer, Bloomfield, Kooper, Stills Supersession "Season of the Witch" losknallen ließ. Nun ja, es ist kein Beispiele für hochauflösende Feinstdynamik, aber es ging ab wie Sau und ich konnte den Pegelregler nicht allzu lange in der normalen Stellung belassen, rechts war ja noch etwas Platz. Fast nicht wahr, was mir da an Druck aus den beiden 17er entgegen strömte, dabei schön jeden Ton der Bassdrum und des Basses differenzierend. Unangestrengt war trotz der Lautstärke die Stimme des Sängers und auch die Beckenanschläge zischten nicht in den Ohren. Das war schon einmal ein guter Anfang mit elf Minuten abwechslungsreicher Musikdarbietung, bei der die Boxen viel ruhiger auf ihren Ständern saßen als der Zuhörer auf dem wohlbekannten Sofa. Wo wir gerade bei langen Stücken waren: Dem Titel "I'm crying" auf Erik Bourdons "That's live" konnte ich nicht so recht zustimmen. Was der Schlagzeuger auf seinen Trommeln und Becken im fast sechsminütigem Solo
vollführte, wurde zwar nicht so knallend geboten wie von einer PA-Pappe, aber dafür tief in Bass und Raum. Sehr viel ruhiger ging es weiter, als ich aus meinem Plattenregal Tracy Chapmann's Platte des Jahres 1988 hervorkramte, um sie auf meinem Destiny-Dreher für schwarzes Vinyl kreisen zu lassen. "Fast Car" der Titel, angenehm die Stimme, nicht zu rund und nicht zu mager, und deutlich unter ihr hielt die Sängerin ihre Gitarre im Arm. Horowitz, nicht der in Moskau, dessen dreidimensionale Abbildung bereits viele Zuhörer auf meinem Sofa genossen, sondern der im New Yorker Studio, zeigte sehr genau und einfühlsam, wie die Regieanweisungen von Robert Schumann zu Kreisleriana denn zu verstehen waren: Äußerst bewegt, sehr innig und nicht zu rasch, sehr lebhaft, etwas bewegter, langsamer, sehr aufgeregt, sehr langsam, sehr lebhaft, sehr langsam, sehr rasch, schnell und spielend erklang der Flügel, dem man das bereist sehr hohe Alter seines großartigen Bedieners zu keiner Zeit anmerkte. Kein Anschlag, keine Pedalbewegung und kein Ausklingen waren in den gebotenen 31 Minuten langweilig, verdeckt oder in irgendeiner Weise unpräzise.
Kerpen, wir haben das Problem gelöst und trotzdem gilt der erste Satz noch nach wie vor: Kerpen, wir haben ein Problem, auch wenn es nun ein neues ist. Wo platzieren wir die Axis 34 Neo, die laut wie leise keinen Mangel offenbarte, immer die Übersicht behielt, egal ob Rock, ob Klassik, ruhig oder aufgedreht gefordert war? Wie wird man einer Box gerecht, die so viele gute Eigenschaften zeigt und mit zwei exzellenten 17ern und einem nahtlos eingebundenen Bändchen-Höchtöner samt Weiche und sonstigem Gedöns noch unter 200 Euro kostet? Nach langem Zaudern entschied ich mich für die Aufsteigerklasse, doch nah am Blues und wünschte mir zum ersten Mal, weit mehr Einstufungsränge benannt zu haben. Sie wäre mit großer Sicherheit die erste Referenz der unteren Königsklasse geworden.
Udo Wohlgemuth
Axis 34 Neo
| Chassis | 2 x Gradient AXT 06 | Holzliste in 19 mm MDF pro Box: |
| 1 x Fountek NeoCD 3.5 H | ||
| 29,8 x 55,8 (2x) Seiten | ||
| Vertrieb | Intertechnik, Kerpen | 29,8 x 19,0 (2x) Deckel/ Boden |
| Konstruktion | Udo Wohlgemuth | 52,0 x 19,0 (1x) Rückwand |
| 50,0 x 19,0 (1x) Front | ||
| Funktionsprinzip | Bassreflex | 14,0 x 19,0 (1x) Reflexbrett |
| Nennimpedanz | 4 Ohm | |
| Dämmstoff: | 2 Beutel Sonofil | Frästiefen |
| Terminal | T105/305MSAU | Bass: 4 mm |
| Hochtöner: 3 mm | ||
| Kosten pro Box: | ||
| Bausatz: | 199 Euro | Holzzuschnitt: 15 Euro |
Messdiagramme:
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| Frequenzgang und Phase | Impedanz und Korrektur | Frequenzgang unter 0/ 30/ 60° |
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| Klirr für 90 dB | Sprungantwort | Wasserfall |
Die Axis 34 Neo gibt es exklusiv bei Acoustic Design Wohlgemuth oder Intertechnik zu kaufen
Ui, sehr hübsch geworden. Liest sich super und macht Lust aufs Anhören, ich muss wohl mal wieder den Weg nach Bochum auf mich nehmen...
Ich freu mich auf erste Nachbauten und Hörermeinungen. Weiter so!
Moritz
hallo udo
schicke neue boxen und schicke neue fräszirkel , bin mir sicher da kommt noch die ein oder andere frage dazu ;)
gruß stefan
Einmal mehr eine tolle Box und endlich ein Grund eine neu Kategorie einzuführen in der ich die Doppel5 light auch sehen würde die es sich nicht verdient hat mir der Elip-2 in der gleichen Klasse genannt zu werden.
Hallo Udo,
deine Klangebschreibungen werden immer akustischer, da kann man beim Lesen schon fast hören wie die Boxen klingen ;-)
Was spricht eigentlich dagegen zu Deinen 3 Klassen ein/zwei weitere zu definieren? Ich persönlich fände nichts Schlimmes daran neben der Bluesklasse z.B. eine Rockklasse, eine Jazzklasse oder Allrounderklasse zu finden. Die Klassen sehe ich dabei sowieso nicht als "eindimensionale" Skala (gut, besser, am Besten) sondern vielmehr als "Klangraum", wo eben, leicht neben der Bluesklasse eine weitere Klasse existieren könnte, die vielleicht manches etwas weniger gut macht als die Bluesklasse, manches eben anders, aber genau so gut - nur so als Anregung - bei mir kommt schon wieder der Ingenieur durch :-)
Bleibt nur noch, das Du das Problem mit Kerpen zwar gelöst hast und wir "Nachbauer" aber immer noch Probleme haben, sei es das Geld, der Platz, manchmal das Verständnis der Mitbewohner und die Sucht - deine Vorschläge nachzubauen. Wie gesagt das sind unsere Probleme - dir kann das ja recht sein :-)
In diesem Sinne mach weiter so.
Grüße
Andreash
Hallo Andreas,
jede Erweiterung der Klassen führt am Ende zu noch mehr Erweiterungen, da es immer noch mehr Feinheiten zu beschreiben gibt, die sich nicht zuordnen lassen. Deshalb ändere ich nichts und lass die an der Boxen Interessierten lieber nach Bochum kommen, um mit den eigenen Ohren die Zuordnung vorzunehmen ;)
Gruß Udo
Ich bin da beim Thema "Klassen" ganz bei Udo´s Meinung. Mehr Klassen würden nur unnötig schwammige Einordnungen bringen. Und davon habe ich - angesichts der politischen Wirren derzeit - ehrlich genug.
Auch wenn eine Einordnung in bestehende Kategorieen schwer fallen mag, so ist sie doch ehrlicher als dieses ganze Klanggequatsche am Markt.
Mir persönlich verschafft jedenfalls Udo´s Beschreibung mehr Klarheit als die Einführung einer neuen Zwischenklasse.
Gruss, Xumo
Hallo,
mehr Klassen würde ich auch nicht empfehlen. Das reicht schon so. Aber innerhalb der Klassen kann der jeweilige Lautsprecher schon gewisse Stärken/Priorotäten haben, die ihn von anderen unterscheiden. Quasi eine zweite Bewertungsdimension wie "knackiger Bass", "sanfte Höhen" fände ich gut. Mehr Infos dann nicht. Die Entwicklungsberichte sind ja bereits voll Detailinformationen und Quervergleiche.
Man muss aber zugeben, es gibt schon sehr viele Berichte und einige Einsteiger dürften aufgrund der Inhalte evtl. auf den ersten Blick geschockt sein.
Gruß
Alex
Hallo Udo,
Du darfst ruhig noch ein, zwei "Blubs" entwickeln und einstellen, finde ich gar nicht langweilig :)
Im Grundsatz finde ich den Ansatz von Alex sehr gut, seine Beispiele für eine zweite Bewertungsdimension würden es denjenigen, die nicht in der Nachbarschaft von Bochum wohnen sicherlich leichter machen, die passende Box auszuwählen.
Grüße
Wolf
Hallo Jungs,
die weitere Unterteilung innerhalb der Klassen wird nicht funktionieren, weil ich mich da zum Maßstab für genug, zu viel oder zu wenig Bass oder Hochton machen müsste. Das will ich gar nicht erst versuchen, auch wenn es einfacher wäre, dem Kunden damit die einzig richtige Box aufzuschwätzen ;)
Gruß Udo
PS: Weitere "Blub"'s wird es ganz sicher geben, aber nicht zu viele.
Schön, dass die AXT 6 mal verwendet werden! Das Ergebnis hört sich laut Beschreibung gut an. Ich hätte viel lieber den NeoCD2.0 in der Kombie gesehen, der sollte vom Charakter auch sehr gut zu den TT passen...
Gruß
PS. Der Asymmetrische BR-Kanal ist extrem unschön --> mittig auf die Rückseite damit...
Hallo Stud,
es steht dir völlig frei, einen eigenen Lautsprecher zu bauen. Dabei kannst du die NeoCD 2.0 und einen rückseitigen Reflexkanal einsetzen, wenn dir das gefällt. Für den Fall, dass du auch noch andere Bässe einbaust, musst du allerdngs einen anderen Namen finden ;)
GrußUdo
Gruß Udo
Hallo Udo,
wird es denn noch größere Versionen der Axis Neo geben?
Hallo Kay,
da ich noch keine größere Box aus der Reihe fertig habe, kann ich deine Frage nicht beantworten. Über Planungen rede ich nicht, das überlasse ich anderen. Mich interessieren nujr die Resultate, die veröffentlicht werden, wenn sie zufrieden stellen.
Gruß Udo
ich bin gespannt was da kommt wenn es noch eine "große" gibt und evtl. eine "kleine" gibt würde sich das ganze sicher sehrgut als Musik freundliches, Optisch sehr ansprechendes, platz sparendes fast blues heimkino machen ;D
ich für meinen teil finde die Axis Neo sehrschön .. es wird zeit das ich mal zum hören vorbeikomme..
Hallo LenR,
die Idee mit dem Heimkino hatte ich auch schon.
Wenn man die Gehäuse gemäß LspCAD- Berechnung auf 16 Liter reduziert, wird das ganze noch kompakter und würde auch in beengten Wohnzimmern ein Plätzchen finden. Selbst die SB30 ist etwas größer bei deutlich geringerer Membranfläche.
Gruß Holger
Aber die SB-Serie wäre dafür nicht nur Fast-Blues.
Abgesehen davon, gibt es die Wallstreet auch in Blues. Das wäre dann noch weniger Platzbedarf.
ich kenne die sb & die axis nicht aber vielleicht schmeckt einem ja fast blues besser als blues ;D
der eine zahl 300 für ne flasche wein und dem nächsten schmeckt das garnicht..
Hallo Udo
Gibt es eine Möglichkeit die Impedantz höherzu bekommen??
Möchte sie als Center und Front für mein Himkino nehmen und da kann ich max auf 6 Ohm runter.
Grüsse Patrick
Hallo Patrick,
die Impedanz eines Lautsprechers kann man nicht erhöhen. Meist ist die Angabe "6 Ohm" jedoch nur werbetechnisch bedingt, um höhere Wattzahlen in den Prospekt schreiben zu können. Auf meinem Pioneer steht auch so etwas, er hat aber wie die meisten anderen kein Problem mit Vierohm-Boxen. Frag aber trotzdem beim Hersteller nach, dann bist du auf der sicheren Seite.
Gruß Udo
Hallo Udo,
also hab heute die Boxen bekommen (Michael hat sie gebaut ;) ) und bin wirklich hin und weg. Die Höhen sind sehr Präzise und hoch aufgelöst und die Bäse sehr angenehm und tief. Meiner Meinung nach ist das Klangbild schöner als von meinen alten Nubert 381.
Die Boxen klingen egal ob Jazz oder House sehr angenehm und kommen erstaunlich tief.
Wünsche allen Frohe Weihnachten
Gruß Jakob
Hallo Jakob,
dann haben Michael und ich offenbar die richtigen Boxen für dich ausgesucht, als wir deswegen telefoniert haben ;)
Gru Udo
Hallo Uwe,
ich würde gerne die Simply Exotic bauen. Allerdings möchte ich vom Seas Exotic F8 nur die 8 Ohm Variante nehmen, wegen der vielseitigeren Verwendbarkeit mit anderen bekannten Vorschlägen. Mein Wunsch an Dich wäre eine 8 Ohm Version Deiner Weiche mit einer sicheren Betriebsmöglichkeit für Röhrenverstärker. Herzlichen Dank vorab – ich freue mich schon jetzt auf diese Lautsprecher.
Hallo Uli,
und wer soll dir die passende Weiche entwickeln?
Gruß Udo
Hallo Udo, hallo Axis 34 Neo-Besitzer,
da die Axis schon einmal genau meinen Vorstellungen hinsichtlich der Größe und der Optik entsprechen und die Beschreibung auch ganz toll klingt habe ich eine kleine dreiste Frage ;) :
Was können die Axos 34 Neo denn eigentlich nicht?
Ich höre an einem Yamaha AX 397 hauptsächlich, Rock, Hard-Rock, Country, Swing und Akustikgitarrenzeug. Bin aber Mietwohnungs-bedingt eher der Leisehörer - passt das alles mit der Axis zusammen? Mir sind besonders klare Höhen und ein gutes Fundament sehr wichtig - und langweilig sollen sie nicht sein, denn "Klang-Streber" habe ich bereits zu hause...(Yamaha NS-555)....
Beste Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
den Boxen ist es völlig egal, was du hörst. Ob dir gefällt, was sie aus der Musik machen, ist allein deine Entscheidung. Ich weiß nicht, was für dich besonders klare Höhen und ein gutes Fundament sind. Und da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, wirst du dazu keine Meinung von mir lesen ;)
Gruß Udo
Hallo Udo,
mit einer solchen Antwort hatte ich schon gerechnet ;) und du hast natürlich recht! Vielleicht schaff ichs mal nach Bochum....
Noch ne kleine Sache am Rande: Ich habe mir in den Kopf gesetzt die Box ggf. aus schwarzem MDF zu bauen mit einer Hochglanzfront. Jetzt kam mir in den Sinn eine Metallplatte (schwarzes Alublech evtl. gebürstet) als Front "einach" auf die fertige Box, so wie sie ist zu "kleben" (mit Aussparungen für die Chassis). Gemäß der Alublechstärke (1mm) würde ich dann die Versenkfräsung weniger tief gestalten, sodass die Chassis mit dem Alublech bündig abschließen...
Lange Rede kurzer Sinn: Kann dies Einflüsse auf den Klang haben?
Besten Dank
Thomas
Hallo Thomas,
bei schwarzer Alufront werden die Becken etwas dunkler wiedergegeben. Die Auswirkungen auf Blechbläser habe ich leider noch nicht weiter untersucht, aber auch da könnte ich mir eine Art Deckelung des Farbspiels vorstellen. Was ich mir jedoch gar nicht vorstellen kann: Wie kommt man nur auf solche Fragen? ;)
Gruß Udo
...wenn man a) vom Boxenbau selbst nicht viel Ahnung hat und im gleichem Atemzug b) einfach die Pläne des Konstrukteurs ein wenig ändert und c) in einem allgemein wirren Kopf auf eben diese Frage stößt...;) umso mehr erfreut mich deine direkte Aussage ;)
Beste Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
auch deine Antwort war mir klar. Als Anfänger versucht man stets, Probleme in Dingen zu finden, die für den Fortgeschrittenen gar nicht denkbar sind. Und genau diese Fragen freuen uns eigentlich doch auch. Sie zeigen, dass wir zunehmend neue Kundschaft gewinnen, die mit der Materie (noch) nicht so vertraut ist wie alte Hasen. Aus diesem Grund versuchen wir, in den Texten Antworten auf Fragen zu geben, die wir uns als möglich vorstellen können. Ich finde hier aber fast täglich welche, die mir nie eingefallen wären. Durch das Forum bleibe ich zum Glück nicht in meinem Elfenbeinturm sitzen, sondern lerne ständig auch selbst dazu, wo es noch hapert :)
Gruß Udo
Hallo Udo
Nachdem ich im Laden bei Dir die Box gehört habe und die ersten beiden Boxen bestückt und aufgestellt habe (Diese Runden) ist meine Frau mit der ANWEISUNG an mich herangetreten das zwei Boxen eigendlich schon zuviel sind. Der Bau an sich hat sich aber gelohnt, die Hören sich wirklich super an, 5 will sie auf gar keinen Fall im Wohnzimmer haben, wie schön das alle Korpen schon fertig sind, grummel. Das ganze sollte als 5.0 System laufen, gegen den willen meiner Frau geht das aber so nicht.
Jetzt die Frage:
Zwei Neo Axis als Front R / L, und 3 kleine Boxen mit lediglich dem Hochtöner und dem Hochtonteil der Weiche als Center und Surroundspeaker. Könnte das funktionieren? Am Verstärker kann ich die als kleine Box einstellen, die Bässe würden dann nur über die beiden kompletten Boxen ausgegeben. Und wenn ich das richtig verstanden habe brauche ich für den Hochtöner eh kein Volumen? = Kleine Boxen, keine Schimpfe von der Gattin = alle sind Glücklich. Ich weiß das es jetzt etwas schwierig sein könnte die Frage definitiv zu beantworten, mir reicht schon ein Hinweis ob dieser Gedanke ganz abwegig ist oder man das Experiment ruhig probieren könnte. Den versprochenen Baubericht gibt es auf jeden Fall, das wollte ich aber erst machen wenn das System komplett steht.
Schönes Wochenende noch.
Alexander Gersch
Hallo Alex,
da die Gehäuse schon fertig sind, kannst du ja vllt. doch noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, das wäre sonst ja wahnsinnig schade um sie (die Gehäuse)…
Die Idee mit dem Hochtöner wird leider nichts, wie du auf den Weichendiagrammen sehen kannst, liegt die Trennfrequenz zwischen Tieftönern und Hochtöner bei 3kHz, in diese Höhen kommen nur die Höchsten Töne weniger Instrumente, der Hochtöner gibt fast nur noch Obertöne wieder, die ohne Unterbau halt auch nicht recht klingen wollen. Also das kannst du dir abschminken.
Aaaber: Wie man dieses Magazin und seinen Verfasser kennt, schlummert eine Axis 17 Neo sicher schon in Gedanken oder irgendeiner Schublade. Die hätte dann gerade noch 12l (bzw. ließe sich nach obigem Text gar auf 8l verkleinern), was schon sehr klein ist für einen vollwertigen Kompaktlautsprecher mit 17er. Vllt. kannst du dazu ja gar deine Gehäuse recyceln…
Dass das Bändchen noch 3dB lauter kann, schreit doch nahezu nach einer Axis 68 Neo, oder??!! Damit wäre dann das Axis Neo-HK+ komplett! Auch wenn sehr ähnlich zur SB417 klingt mir das nach einer sehr leckeren Idee :)
Beste Grüße
Yannick
Hallo Alexander,
zum einen hat Yannick leider völlig Recht, ein Hochtöner als Center ist nicht möglich. Zum anderen traut er mir mehr zu, als meine Schublade hergibt, eine Axis 17 Neo (oder gar Axis 68 Neo) habe ich bisher nicht geplant.
Gruß Udo
Hallo Yannik, Hallo Udo
Danke für Eure Antworten, schade das die mir grade nicht soo in meine Gedanken passen. Besonders schade das es (erstmal?) keine kleinere Neo geben wird. Also dann muß ich wohl oder übel neue Gehäuse bauen, die etwas filligraner wirken als die bisherigen..... Oder evtl andere, kleinere Boxen als Center, Surround nehmen? Wäre zwar nen Misch Masch, aber primär eh nur für Filme. Oder, was das beste wäre, der Udo hat ne Idee bekommen und entwickelt jetzt was, wie wärs, ich Bau die Gehäuse, für Dich mit, und Du entwickelst "MAL EBEN" eine Weiche dafür?
Alex
Hallo Alexander,
da ich über Arbeitsmangel bisher nicht klagen kann, muss ich dich noch etwas länger auf die kleine Variante warten lassen ;(
Gruß Udo
Geht klar, Udo.
Ich brauch auch noch nen bischen für die "Kisten" und meine Frau kann derweil langsam von der Palme wieder runterklettern.
Nichts für Ungut, Udo. Ich dachte nur, das passe zur Axis-Ankündigung zu Beginn des Jahres. Fände die Idee dennoch interessant: Sehr kompakt (17er im 15er Gehäuse; ideal auch für HK), mal ein Bändchen statt Kalotte, deine Beschreibung lässt klanglich was erwarten und trotzdem günstig. Aber natürlich hast du schon ausreichend kompakte 2-Wegeriche im Programm.
Einen schönen Abend und weiterhin frohes Schaffen!
Schöne Grüße, Yannick
Wie siehst bei den Lautsprechern mit der Dynamik aus ?
Hallo Lan,
kurze Frage, kurze Antwort: Gut!
Gruß Udo
Danke für die schnelle Anwort.
MfG Jan
Hallo Udo
Entschuldigen sie mein Deutsch.
Ersteinmal ein groses lob fuer diese LS,entlich ein lautsprecher projekt mit Fountek neo cd 3,5h!
Ich habe fohr einigen jahren ,5 stuek von diesen Beandchen Tweetern in ein nie vertig gestelltes projekt gekauft.
Jetzt mit ihrem super Axis neo lautsprecher projekt ist neue lust aufgekommen mein 7.1 surround system neu zu bauen.
Meine frage ist wegen dem center speaker und zwar ,ist es ihrer meinung nach besser den center speaker horizontal zu stellen und den tweeter zu drehen,oder CLS vertical ?
Ich habe keine platzprobleme im meinem homecinema.
Letzte frage,haben sie fielleicht in zukunft noch eine Standbox version dieses Axis 34 geplant?
Wenn ja wuerde ich warten mit meinem bau der front L + R lautsprecher.
Danke fielmals.
Adrian
Hallo Adrian,
danke für dein Lob, wir lesen es gern :)
Eine Standversion ist für die Axis 34 Neo nicht geplant, da im Heimkino ein oder zwei Subwoofer als Ergänzung sinnvoller sind als eine minimale Basserweiterung durch ein großes Gehäuse. Beim Center ist es Geschmackssache, ob du ihn liegend oder stehend betreibst. Ideal steht er mit Hochtöner auf Ohrhöhe hinter einer schalldurchlässigen Leinwand., alles andere ist ein Kompromiss, mit dem unser Hirn gut umgehen kann.
Einen kleinen Hinweis in eigener Sache: Wir bieten die Bausätze nur komplett an, Einzelteile oder gar nur den Schaltplan kann man bei uns nicht erwerben, egal an welchem Ende der Welt man wohnt und wieviele Chassis oder Bauteile man schon besitzt.
Gruß Udo
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