Nachdem meine Katzen ihren Beitrag erledigt hatten und meine Standlautsprecher und deren Schutzgitter zerstört hatten, war es an der Zeit, mich einmal nach neuen Lautsprechern umzusehen. Ich hatte schon in den Jahren zuvor einen Center und ein paar Rears gebaut, deswegen war es klar, dass ich auch die Frontlautsprecher selber bauen wollte.
Nach einigen Recherchen im Internet stieß ich auf Udo´s Seite und mir war klar, ich muss in sein Bochumer Hörstudio. Schnell war ein Termin vereinbart. Angekommen bei Udo wurden nach kurzem Smalltalk mögliche Kandidaten herausgefiltert. Gespannt ließ ich mich in dem wohl ältesten Hörtest-Sofa nieder. Udo rückte ein paar Boxen hin und her und befeuerte uns damit. Nach 3 Stunden Hörgenuss war ich mir sicher, die Phase 34 sollte es werden. Nur war ich mit der Höhe ein wenig unsicher, da sie ja schon recht hoch ist.
Wieder zu Hause ging es an die Planung der Phase, Ziel war es, die Boxen niedriger und dafür tiefer zu bauen. Dafür musste die D’Appolito-Bauweise aufgegeben werden. Aufgrund der neuen Anordnung der Chassis mussten wir den Hochtöner als obersten planen, um auf die richtige Ohrhöhe von 90cm zukommen. Nicht nur hierbei war Udo äußert behilflich, er segnete meine Zeichnungen fast schneller ab, als ich sie als Mail geschickt hatte. Auch die Frequenzweiche hat Udo auf die zweieinhalb Wege angepasst und der Bau konnte starten.
MDF habe ich direkt bei einem Holzgroßhändler geordert, da ich mit den örtlichen Baumärkten eher schlechte Zuschnitt-Erfahrungen gemacht habe. Der Zusammenbau erwies sich als recht einfach und schnell waren die passenden Löcher mit der Oberfräse gefräst. Die Boxen waren an einem Nachmittag verleimt und in den Rohzustand gebracht.Die erste Hörprobe habe ich noch im Rohgehäuse durchgeführt und die war schon sehr überzeugend. Danach war die Schleiforgie dran. Gefühlte 20 Stunden später wurde die Oberfläche mit Füller, Voranstrich und einem reinweißen Acryllack gerollt. Ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden und es gab noch keinen Besucher, dem es nicht gefiel.
Nach einem Jahr ausgiebigen Hörens kann ich jetzt auch ein “sehr gut” im Testurteil vergeben. Was man für weniger als 1200 Euro Paarpreis geboten bekommt, kann man dafür nicht fertig kaufen. Ich gehöre zu den Hörern, die ein sehr breites Spektrum der Musik nutzen. Ob Jimmy Page, Die fantastischen Vier, Jean Michel Jarre oder die Carmina Burana aus den Lautsprechern schallen, es ist immer eine wahre Freude. Die Lautsprecher bauen eine tolle Bühne im Zentrum auf. Das Bassfundament ist sehr solide, ich habe meinen dicken Sub in der Ecke seitdem nicht mehr gebraucht. Und selbst beim Filmgenuss schwanke ich oft zwischen Stereo und Surround-Betrieb, da der Stereoton schon einfach begeistert. Ich kann jeden verstehen, der sagt, dass er nur noch Filme im Stereoton schaut.
Im Fazit kann ich nach einem Jahr Hörerfahrung mit den Eton-Boxen immer noch sagen, dass ich sehr zufrieden bin, egal bei welcher Art von Musik. Bisher ist mir noch nie der Gedanke gekommen, dass ich irgendwann wieder nach neuen Boxen suchen müsste. Danke Udo für die außerordentlich gute Zusammenarbeit.
Mit freundlichen Grüßen
Lars
Die Phase 34 kannst du bei Acoustic Design Wohlgemuth oder Intertechnik bestellen
also die "optimierte" version gefällt mir richtig gut! Besonders aufgrund der neuen Anordnung der Chassis! nur frage ich mich macht es klanglich einen spürbaren unterschied ob sie 2 oder 2,5 wege spielt?
ps.: da müssen noch so kleine schwarze gummi füße drunter!
grüße Lennard
Hallo Lennard,
den Klang machen die Chassis zu wahrscheinlich mehr als 80 %, den kleinen Rest die auf den Aufbau abgestimmte Weiche. Daher ist die 2 1/2-Wegebox nur ein minimal anderer Kompromiss als die in D'Appolito-Optik aufgebaute. Andernfalls hätte die Box von Lars wohl auch kaum den gleichen Namen bekommen :)
Gruß Udo
Gruß Udo
Stimmt der Name ist gleich! hätte ich mir aber auch denken können das du das sonst nicht absegnest! dann ist der schritt zur phase 17 ja nicht mehr weit ;D
grüße lennard
Hallo Lennard,
dafür sehe ich keinen Bedarf. Wir haben mit Kera 360.1, Duetta Top (light), Feel IT und Duo fünf Kompaktboxen mit 17er Eton und drei unterschiedlichen Hochtönern. Was soll da noch zwischenpssen?
Gruß Udo
na ich meine irgendwo wird ja noch ein klanglicher unterschied zwischen kera und phase liegen. & wenn ich mir nun aus platz/kosten gründen erstmal ne phase 17 bauen will um dann später zur 34 zu erweitern.. aber ein anderer grund würde mir auch nicht einfallen.. dann doch lieber noch eine "augefallene" standbox welche sich auch in kleinen räumen gut macht
grüße
Hallo Lennard,
erweitern kannst du die Kera 360.1, Duetta Top oder auch die Feel IT. Selbst da sehe ich keine Lücken mehr für die Phase 17.
Gruß Udo
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