Baubericht SB 36
Nachdem die Needle RS 100-4 bereits einige Zeit mein Wohnzimmer beschallt hatte, stand mir der Sinn nach etwas mit größerem “Fundament”. Allerdings wollte ich trotzdem möglichst schlanke Lautsprecher und so fiel die Wahl auf die SB 36.
Natürlich habe ich mir erstmal die auf Lautsprecherbau.de gezeigten Varianten angeschaut. Besonders gefiel mir Holgers SB-Heimkino. Im Prinzip genau so hatte ich bereits die Needle gebaut. Der WAF verlangte aber nach abgerundeten Seitenwänden. Da mir die Rundung von Volkers SB 36 sehr gut gefiel, fragte ich einfach mal an, ob er mir die Daten zur Verfügung stellen könnte. Kaum gefragt, schon war die Antwort da: 95cm Radius. Also Sketchup angeworfen (läuft übrigens auch unter Wine auf Linux) und heraus kamen zwei Varianten, einmal mit Bassreflexrohr und einmal mit -schlitz.
Die erste Hürde war die Herstellung der formgebenden Spanten aus 12mm MPX. Mit Hilfe eines Paneelbretts wurde ein Fräszirkel improvisiert, mit dessen Hilfe ich den ersten Radius fräste.


Da die Länge des Fräsers nicht ausreichte, wurde die Rundung mit Hilfe des Bündigfräsers von hinten vollendet. Um vollkommen deckungsgleiche Spanten zu erreichen, fräste ich die anderen Spanten mit dem Bündigfräser und der ersten Spante als Schablone. Das Ergebnis sah schon mal sehr gut aus.

Nach dem Verleimen der Spanten mit Schallwand und angeschrägter Rückseite war das Grundgerüst der Boxen fertig. Oben und unten habe ich dabei noch kleine Dreiecke eingeleimt, damit die Boxen wirklich winklig werden.
Nun standen die runden Seitenwände auf dem Programm. Dafür hatte ich mir je 2x 7mm Biegesperrholz besorgt. Die äussere Hülle sollte 3mm Birkesperrholz bilden. Da mir die resultierenden 17mm zu wenig erschienen, wurden zusätzlich noch 3mm MDF aufgeleimt. Weil ich nicht so viele lange Schraubzwingen besitze, wurden die Seiten mit Spanngurten befestigt. Als Leim kam der altbewährte Fugenleim zum Einsatz. Bei den später verdeckten Schichten hat es sich bewährt, diese nach dem Auflegen auf den gleichmäßig verteilten Leim mit zwei Tackerklammern zu fixieren, die vor dem Aufleimen der nächsten Schicht wieder entfernt werden. Damit wird das lästige Verrutschen effektiv verhindert. Da die Spanngurte nicht genug Druck über die Fläche aufbauen, habe ich beim Aufleimen die Abfälle der Rundungen als Keile benutzt. Sieht lustig aus, funktioniert aber.
Die Front sollte mit Kunstleder bespannt werden, deshalb ging ich wieder auf Ideensuche. Sehr gut gefiel mir dabei die Sphäre. Allerdings musste die Nut für das Kunstleder einfacher herzustellen sein. Mir kam der Gedanke, vor dem Aufbringen der letzten Sperrholzschicht mit einem Fräser einen Falz rund um die Box anzubringen, der durch das Aufleimen der letzten Schicht zur Nut wird (2mm breit, 3mm tief). Da kein Falzfräser zur Hand war, habe ich mir mit einem normalen Fräser und einem Anschlag beholfen.

Da die Boxen von innen mit Weichfaserplatten beklebt werden sollten, wurde jeweils die zweite Seite nicht auf das Gerippe geleimt, sondern nur die Platten untereinander verklebt. Damit konnten die Weichfaserplatten bequem aufgebracht werden und erst danach wurde die Box verschlossen.
Nun war es Zeit, die Weichen zusammenzulöten. Ich habe mich dabei an das Layout aus Udos Vorstellung der SB 36 gehalten.
Die Weichen wurden vor dem Verschließen der Box auf die Rückwand hinter dem Bass geschraubt.

Die Rückseite hinter dem Bassreflexrohr habe ich bei der Gelegenheit gleich geschwärzt, damit die Innendämmung von außen nicht zu sehen ist.
Die Überstände der Seitenwände wurden mit dem Bündigfräser begradigt, auf der Rückseite erledigte das ein Nutfräser in Kombination mit einem Brettchen und dem Tiefenanschlag der Oberfräse.
Im nächsten Schritt waren die Lautsprecherfräsungen dran. Dank genauer Planung im Sketchup war das kein Problem, die Bässe hätten aber statt 6,5mm lieber 7mm versenkt werden können, das habe ich leider zu spät bemerkt. Der Radius der Fräsungen wurde um 1mm vergrößert, um Platz für das Kunstleder zu lassen.
Da bei uns noch ein “Milchmonster” unterwegs ist, habe ich eine abnehmbare Lautsprecherabdeckung vorgesehen. Da keine Befestigungselemente zu sehen sein sollten, wurde auf kleine Neodymmagnete (10x5mm) von ebay zurückgegriffen. Damit diese zwischen Box und Abdeckung genau fluchten, wurde aus einem Rest Sperrholz eine Bohrschablone gefertigt und die Magnete mit der Oberfräse eingelassen.

Die Abdeckung wurde aus 9mm Sperrholz gefertigt, außen abgerundet und innen angefast. Vor dem Bespannen mit Akustikstoff habe ich sie noch schwarz lackiert.
Jetzt folgte das Standardprogramm: schleifen, wässern, schleifen, beizen, lackieren. Ich habe hier mit der Schaumstoffrolle und einem Treppenlack gearbeitet, zwei Schichten mit Zwischenschliff aufgetragen und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Keinerlei Nasen oder Staubeinschlüsse und die Holzstruktur ist auch noch zu erkennen.
Jetzt kam der Teil, vor dem ich den meisten Respekt hatte: das Aufziehen des Kunstleders. Eigentlich sollte die Verklebung mit Pattex erfolgen. Leider habe ich es nicht geschafft, den Kleber sinnvoll auf dem Kunstleder zu verteilen. Es zog Fäden und bildete Klumpen. Zum Glück hatte ich genug Leder bestellt, so dass es mit Plan B weitergehen konnte. Es war noch genug Fugenleim vorhanden, so dass dieser herhalten musste. Schön gleichmäßig auf der Box verteilt, dann das Kunstleder aufgelegt und mit ein paar Reststücken MDF gleichmäßig angedrückt und trocknen lassen. An der Stelle sei gesagt, dass auch beim Beziehen mit Kunstleder die Oberfläche sehr gut geschliffen sein muss, da man doch jede Unebenheit sieht. Bei mir sind auch ein paar solcher Stellen dabei, allerdings sind diese nur bei Streiflicht sichtbar.
Der Rand des Kunstleders wurde mit dem Cutter so abgeschnitten, dass er einen reichlichen Millimeter über die Nut überstand. Das stellte eine Geduldsaufgabe dar, sorgte aber dafür, dass das Leder auch ohne Leim in der Nut hält. Mit einem stumpfen Küchenmesser - um das Leder nicht zu verletzen - ließ es sich sehr gut in die Nut drücken.


Jetzt waren nur noch die Ausschnitte für die Lautsprecher einzubringen, Sonofill in die Box und die Chassis festzuschrauben. Wie schon Christian bei der Sphäre bemerkte, legt sich das Kunstleder sehr gut um die Kanten.
Endlich konnte ich die Boxen das erste mal hören und ich wurde nicht enttäuscht. Aber das hatte ich auch erwartet, nachdem die Needles schon einen sehr guten Klang hatten. Die Bässe reichen jetzt natürlich viel tiefer und die Höhen sind auch hörbar detaillierter. Allerdings beides so, dass es ein sehr angenehmes Klangbild ergibt. Für die von mir hauptsächlich gehörte handgemachte Musik genau das Richtige.


Mit meinen “Holzohren” kann ich zwar keinen Unterschied heraushören, ob die Abdeckung vorhanden ist oder nicht, aber durch die unsichtbare Befestigung lässt sie sich für einen entspannten Hörabend leicht entfernen und danach quasi von selbst wieder anbringen.
Jörg
Wenn Du diesen Bausatz nun auch nachzubauen möchtest, kannst du ihn bei Intertechnik oder Acoustic Design Wohlgemuth erwerben




Tolles Design und wunderbare Arbeit! Gefällt mir sehr gut! Was ist denn das für eine Beize? Hast du 1 oder 2 Mal gebeizt? Die Farbe kann ich mir auch gut vorstellen!
Hallo Jörg,
schöne, saubere Arbeit. Passt farblich wunderbar bei dir rein.
Mein Gehäuseentwurf gefällt mir auch gerade und ohne Fuß. ;-) In ein bis zwei Jahren, wenn meine "Milchmonster" hoffentlich etwas vernünftiger geworden sind, gibt es bei mir dann auch eine edlere Variante.
Gruß
Volker
@Yann:
Die genaue Beize kann ich Dir gar nicht sagen, da ich sie damals bei einem befreundeten Tischler für die Needles an Probestücken ausgesucht hatte. War eine Mischung aus zwei verschiedenen Beizen, ich glaube von Clou. Die Boxen habe ich zwei mal gebeizt, da mir die Needles etwas zu hell waren.
@Volker:
Das ist das schöne am Selbstbau: aus drei bis vier Projekten Ideen geklaut und trotzdem kommt was individuelles raus ;-)
Schönen Gruß,
Jörg
Hallo Joerg,
sehr gute Arbeit! Chic Chic
Kannst Du mir folgende Fragen beantworten?
(1) "Neodymmagnete"
- Sind die Neodym-Magnete N42 oder N52?
- Ist so wohl ein Magnet im Rahmen als auch einer im Gehäuse vorhanden (oder im Rahmen ein metallisches Gegenstück)?
- N52 ist sehr stark, siehst Du Bedenken in Bezug auf die Funktion der Boxen?
(2) "Weichfaserplatten zur Dämmung"
- Welche Weichfaserplatten hast Du verwendet?
- Hast Du die Dicke der Platten zum Volumen der Box dazu gerechnet?
Danke für Antworten ;-)
Viele Grüsse
Hallo elektronaut,
Zu Deinen Fragen:
(1) Gerade nochmal nachgeschaut, es sind N42-Magnete. Ich habe vier Stück in der Box und vier Stück im Rahmen untergebracht, bringt für mich genau die richtige Festigkeit. Nur beim Einkleben muss man auf die Polarität achten. Selbst wenn sie stärker wären, glaube ich nicht, dass sie die Funktion beeinträchtigen, da sie doch ein ganzes Stück von den Chassis weg sind. Da sollten sich die Chassis untereinander mehr beeinflussen.
(2) Ich habe 5mm-Weichfaserplatten zur Trittschalldämmung verwendet. Die Platten habe ich nicht vom Volumen abgezogen. Nach dem, was ich dazu gefunden hatte, sollte das Volumen beibehalten werden.
Hallo Jörg!
Die LS sehen sehr gut aus. Hast Du gut hingekriegt. Freut mich auch, dass Du die Idee mit dem Leder aufgegriffen und so schön umgesetzt hast. Viel Spaß beim hören und genießen.
Viele Grüße
Christian
Hallo Jörg,
Kunstleder steht bei mir auch an. Schön zu hören, dass es mit Fugenleim aufgetragen werden kann. Siehst Du dabei irgendwelche Nachteile? Wo hast Du das Kunstleder gekauft und welche Dicke bzw. Kaschierung hat es denn?
Wenn ich das richtig verstanden und gesehen habe, sind die Seitenteile nicht furniert, sondern gebeiztes Sperrholz. Sieht auch gut aus!
Hallo Uwe,
Das Kunstleder habe ich für ein paar Euro bei EBay gekauft. Ist schwarzes Nappa-Imitat mit Stoff auf der Rückseite. Ich kenn mich da mit den Unterschieden nicht so aus. Den Fugenleim habe ich mit einer alten Karte gleichmäßig verteilt, Leder aufgelegt und mit einem Brett festgedrückt. Das größte Problem sind dabei Stellen mit zu wenig Leim am Rand. Es gibt sicherlich besseren Leim für diesen Zweck...
Die Seiten sind gebeiztes Birkesperrholz. Spart das Furnieren, man nicht die billigste Baumarktqualität nutzt.
Schönen Gruß,
Jörg
Also bevor hier falsche Gedanken aufkommen... Leder verleimt man nicht! Auf keinen Fall!!! Leder und Kunstleder dehnen sich bei Wärme aus, das kann zu Blasen und völliger Ablösung führen. Dafür gibt es spezielle Kleber im Sattlerbereich, die auch Hitzebeständig sind. Schaut mal bei ebay, oder am besten geht mal bei einem Sattler/Polsterer vorbei, der füllt euch sicher was ab. Wichtig ist noch darauf zu achten, dass man Kleber Lösungsmittel beinhalten, die nicht für Kunstleder geeignet sind.
Kunstleder mit Stoff gibt es nicht, dabei handelt es sich meist um kaschiertes Material (Bezeichnung: Cover), oft mit 3-5 mm Schaumstoff und einer behandelten Abschlussschicht, die dazu führt, dass weniger Kleber aufgesaugt wird und sich anfühlt wie Stoff. Dadurch fasst sich das Material weicher an.
Leder und Kunstleder sind ebenso wie alles andere auf der Welt in unterschiedlichen Qualitäten zu unterschiedlichsten Preise zu bekommen. Lasst euch bei ebay und co. nicht übers Ohr hauen, da wird odt miese Qualität verkauft. Teilweise werden die Kunstleder spröde, es gibt Farbablösungen und die Haptik ist miserabel. Wie immer gilt, wer zu billig kauft, kauft zweimal :-)
Gruß Jona
Hallo Jona,
Danke für Deinen Beitrag. Wie gesagt, habe ich zu dem Thema nur meine begrenzten Erfahrungen und die sind auch noch nicht langzeitgetestet. Leider hatte ich im Vorfeld auch nicht viel dazu gefunden. Na mal sehen, wie sich die Bespannung über die Zeit entwickelt.
Schönen Gruß,
Jörg
Hallo Jona,
nett das Du deine Bedenken vorbringst. Nur, ich sehe das nicht ganz so dramatisch.
1. Das Lösunsgmittel von Weißleim ist Wasser, das Leder und Kunstleder vom Weißleim angegriffen werden ist eher unwahrscheinlich.
2. Wenn das Leder sich durch Sonnenstrahlen erwärmt, kann der Weißleim mit großer Sicherheit nicht zerstört werden. Das schaffen auch dunkele Furniere oder Kunststoffüberzüge nicht. Weißleim bekommt man nach den Durchhärten nur mit Temperaturen eines Bügeleisen auf Volldampf kaputt. Auf Volldampf erreicht ein Bügeleisen aber Temperaturen von über 200 Grad. Anders sieht es bei Kontaktkleber aus, der bei weitem nicht so Temperatur beständig ist.
3. Gibt es in unseren Wohnräumen nicht sehr große Temperaturschwankungen. Von 16-22° im Winter bis um 30 max 40° im Sommer. Das Leder sich bei diesen eher geringen Temperaturschwankungen so extrem dehnt das es reist oder Beulen schlägt halte ich für unwahrscheinlich. Wenn man es in einem Auto einbaut, dieses dann in die pralle Sonne stellt wo unter Glas Oberflächentemperaturen von rund 100 Grad entstehen können, hätte ich da mehr bedenken....
4. auch bei Schuhen werden heute die Ledersohlen und Absätze mit Kontaktkleber geklebt und es hält...dabei werden Lederschuhe mit Sicherheit mehr beansprucht als das Kunstleder auf Jörgs Boxen
Gruß
der Holzwurm
Hallo Holzwurm,
das mit den Lösungsmitteln bezog sich auf die im professionellen Bereich verwendeten Kleber, die teilweiße wegen vorhandener Lösungsmittel nicht auf manchen Kunstledern verwendet werden können, da sich diese sonst auflösen.
Es geht bei einer Verklebung ja auch nicht um Stabilität des Klebers, sondern um die der Verbindung. Viele Kleber (z.B. Sprühkleber) schaffen es nämlich nicht für eine vollflächige Verklebung zu sorgen, da sich der Kleber zusammen zieht, da er unregelmäßig aufgetragen wird, da er teilweiße stark ins Gewebe einzieht oder nicht genügend Haftung aufbaut. Und ganz wichtig ist dabei immer zu bedenken, dass ein kleiner Fleck schon ausreicht, so dass man Beulen sieht und das die Optik killt.
Da kann ich jetzt auch nur leicht ironisch fragen, wieso wir Sattler keinen Weißleim verwenden, sondern Kontaktkleber, die nur bis 120° hitzebeständig sind :-)
Zu den Temperaturschwankungen: Im Sommer hast du bei voller Einstrahlung im Auto gerne mal eine Temperatur von 50-60°, die Oberflächen allerdings (besonders Armaturenbrett) haben gerne mal um die 100°. Da gehts nicht um die Lufttemperatur, sondern die Oberflächentemperatur die durch die Sonneneinstrahlung auf dem Leder anliegt. Natürlich ist die im Möbelbereich viel geringer, aber unterschätzen sollte man das nicht. (Gibt im übrigen Schaumstoffe und Kleber die nicht UV beständig sind!)
Kenn da ne nette Anekdote von Porsche, die im 928er ein beledertes Armaturenbrett angeboten haben. Als die Käufer da den ersten Urlaub in warmen Süden gemacht haben, kamen die alle mit Blasen zurück, weil der Kleber nicht dafür ausgelegt war, dass sich das Leder bewegt. Erhitze mal Leder mitm Fön, dann ist dir klar, was ich meine.
Aber Probieren geht ja bekanntlich über studieren, ich bin ja mal gespannt, ob das mit Leim hält.
Gruß Jona
Nun, bei jeder Verklebung geht es um die ausreichenden Eigenschaften des Klebers und des verwendeten Materials.... Die Holzwürmer verwenden für den Löwenanteil der Verklebungen den guten, altbewährten Weißleim...... so auch hier.....
Ich sage ja nicht, das deine Bedenken gegen die Verklebung und die Materialeigenschaften von Leder und Kunstleder unberechtigt sind. Ich halte die möglichen Folgen für diesen Anwendungsfall nur für nicht sehr wahrscheinlich...
Bei den Temperaturen im Auto sprach ich auch von den Oberflächentemberaturen
der Holzwurm
Vorschlag zur Güte. Evtl hat Jörg ja noch ein Reststück von seinem Kunstleder und kann dies nochmal mit Weileim auf ein Stück Holz kleben undnach einer außreichenden Durchhärtungszeit von einem Tag mal mit verschiedenen "Folterinstrumenten" wie Fön und Bügeleisen (auf verschiedenen Temperaturstufen) mal antesten was passiert....
Gruß
Volker
Das soll hier ja nur als Informationsaustausch dienen. Zum Versuch - super Idee, vllt. hat joerg ja mal Lust das auszuprobieren, wobei ich persönlich das Problem gar nicht so sehr darin sehe, dass der Kleber das nicht aushält, sondern mehr darin, dass man auf großen Flächen immer wieder Stellen bekommt, die nicht verklebt sind. Das liegt daran, dass Leim ja nicht "von alleine" klebt, sondern mit Zwingen gepresst wird und dann trocknet, Lederkleber hingegen wird aufgetragen und dann mit einem einmaligen handfesten Druck an seinen Platz gedrückt, den er nicht mehr verlässt.
Achso und man sieht beim Leder jede Blase, Stauchung, Streckung etc., das ist leider so, da kann man nicht beschummeln :-)
Gruß Jona
Nun, da muss ich dich enttäuschen. Weißleim muss zum Abbinden nicht gepresst werden. Für eine optimale, fast unsichtbare Fuge ist das Verpressen zwar sinnvoll, aushärten und halten tut Weißleim auch ohne pressen. Siehe z.B. Udos diverse Artikel zum Boxenbau
Dein erwähnter Lederkleber ist ein Kontaktkleber abgestimmt auf Leder
Da hab ich ja was ausgelöst ;-)
Aber Volker hat Recht, der Fugenleim hält auch ohne pressen. Den Test mit dem Leder muss ich Euch erstmal schuldig bleiben, da meine Bastelzeit im Moment knapp bemessen ist :-(
Schönen Gruß,
Jörg
Na das mag ja ne schöne Theorie sein und bei kleinen Flächen mit einem Kunstleder gehen, dass mehr Kunststoff als Leder ist. Ansonsten wirst du in kurzer Zeit scheitern.
Lederkleber sind natürlich Kontaktkleber, da gibts verschiedenste Versionen, von wärmeaktivierbar oder nicht...
Wer professionell arbeitet, kommt um so was nicht umhin. Mit der Pistole lässt sich ein dünner Film auftragen, dann gibts auch ne ebene Oberfläche und halten tut der Kleber mit einem !einmaligen Anpressen bzw. Aktivieren.
Gruß
Viel mir gerade noch ein, im LS-Bereich wird Furnier ja aufgebügelt. Das mag für den Heimwerker ja ganz funktional sein aber frag mal nen Schreiner was der dazu sagt :-)
Ach ja das sollte natürlich "Fiel" und nicht "Viel" heißen"...
hey ,,, sehr schönes design und umsetztung.
wo bekommt man den Bauplan her für die sb36 Gehäuse?
Hallo Sandi,
den Bauplan findest du direkt in dem Artikel von Udo zur SB36. Bzw. auf der Seite von Udos Online-Shop.
Gruß SeWi
Und für meine Gehäuse ist der Bauplan oben verlinkt (http://www.lautsprecherbau.de/user/design/stories/Artikel/2011/Mai/JoergsSB36/SB36RundZeich.zip).
Schönen Gruß,
Jörg
irgendwie bin ich zu blöd.... einen komplett bemaßten Bauplan mit den ganzen rundungen und dem innenaufbau finde ich nicht. :(
Hallo Sandi,
Jörg hat dir den Link gepostet, wo du den Sketchup-Plan findest. Wenn dort keine Maße drin sind, kannst du sie selbst ausmessen. Das ist der Grund, weshalb ich das für die Leser kostenlose Sketchup als Zeichenprogramm nutze. Ein wenig in die Software einarbeiten kannst du dich ganz einfach mittels einiger Anleitungen, die du auf youtube findest.
Gruß Udo
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