Hermann? Klar doch, das ist Hermann. Warum mir sein Name augenblicklich wieder einfiel, als er den Laden betrat, kann ich nicht sagen, er war, genau wie er selbst, einfach wieder da. Wir einigten uns, dass sein letzter Besuch fast 15 Jahre her sein musste, obwohl ich knapp 20 Jahre für realistischer halte. Damals hatte er sich meine erste Transmissionline mit Seas-Bestückung ausgesucht, mit der er bis vor Kurzem glücklich und zufrieden lebte. Doch der Zahn der Zeit hatte auch an seinen Lautsprechern genagt und sich genüsslich die Sicken der Bässe einverleibt. Nein, nein, nicht nach Reparatur stand sein Sinn, man müsse sich auch von Altem trennen, selbst wenn man es sehr lieb gewonnen und immer seine Gegenwart genossen habe. Nichts währt ewig und Neues hat den großen Vorteil, dass man ausgetretene Wege leichter verlassen kann. War früher der alte, fetzige Rock bestimmendes Musik-Element, in dem er sich wohl fühlte, kam seit einiger Zeit auch schon einmal ein wenig Klassik und immer mehr Jazz auf den Plattenteller, der sich auch bei ihm noch drehte. Ja, ja, das Alter, ich habe es auch längst erreicht, konnte ich ihn trösten. Das war jedoch keineswegs der einzige Grund für den kompletten Tausch der Box, denn sie konnte Jazz und Klassik. Doch weil auch Doris, seine für ihn nach wie vor beste Ehefrau von allen, sich auch kleinere Boxen wünschte, war er gern bereit, dem Rechnung zu tragen. Im Magazin, das er seit Langem verfolgt, hatten es ihm die kleineren Zweiweger aus der Bluesklasse angetan, doch als Großbox-Gewohnter fiel es ihm schwer, mit der fast halbierten Membranfläche zurechtzukommen. Abhilfe hätte die SB 36, Doppel 7 oder Phase 34 geschaffen, aber das sind Standboxen. Die Kera 360.2 in der Kompakt-Version war nicht wirklich das, was Hermann unter kompakt verstand. Wenn statt eines 17ers ein 20er in einem vergleichbar großen Gehäuse steckt, für den alten Rock der Pegel auch noch reicht, wär das seine Box. Oh weh, das hatte ich nicht im Programm, weil es eigentlich nicht geht. Ein Zwanziger will sein Volumen, die Ankopplung an einen Hochtöner ist zudem nahezu unmöglich, weil der kaum tief genug zu trennen ist. Als Hermann an dem Tag wieder ging, hatte er mein Versprechen, dass ich mich um die Umsetzung seines durchaus verständlichen Wunsches kümmern werde.
Bestückung
In den folgenden Tagen befasste ich mich mit Datenblättern und Simulationen von Achtzöllern in Zwergenhäuschen und fand tatsächlich eine Lösung, die Erfolg versprach. Hermann war den Seas-Sound seit Jahren gewöhnt und wünschte sich lediglich ein kleines bisschen mehr an Auflösung und Feinzeichnung in leisen und lauten Passagen. Der aufmerksame Leser weiß, dass dies die Definition der Bluesklasse ist, in die er angesichts des gehobenen Musikanspruchs nunmehr selbst aufgestiegen ist. Was lag da näher, als den Findling dort zu suchen, wo er in unseren europäischen Breiten naturgemäß herkommt, nämlich in Norwegen. Dem CA 22 RCY aus der MS 4 TL fehlte der letzte Rest an Dynamik, besonders wenn er in einer kompakten Behausung steckt. Sein großer Bruder CA 22 RCX aus der Power 220 versprach da mehr, wollte aber auch mindestens 35 Liter, die auf
einem Ständer stehend schon nah an der Kera 360.2 liegen. Doch in der "Besser"-Version aus gleichem Hause, bei Excel, ist der W 22 NY 0001 gelistet, ein Bass ganz nach meinem Geschmack mit Papiermembran und Nextel-Beschichtung, allen erdenklichen Lüftungsöffnungen auch unter der hochgelegten Zentrierung, Alu-Phase Plug zur Wärmeabfuhr und Kurzschlussringen über und unter dem T-förmigen Polkern. Den dicken Magneten schützt eine Gummiwulst und der Frequenzschrieb auf der Intertechnik-Seite zeigte keine Aufrisse im oberen Bereich, wie sie bei den Metall-Membranen üblich sind. Natürlich habe ich den Bassmitteltöner zuerst auf meine Messwand geschraubt, bevor ich nach den vom Hersteller angegebenen Daten ein Gehäuse zusammenklebte.
Datenblatt Excel W 22 NY 001
Artikelnummer: 1381716
Preis: 190,00 €
Messungen als Zip-Datei
Ausstattung
| Membran: | beschichtete Pappe | Luftspalthöhe: | 6 mm |
| Sicke: | Gummi | Wickelhöhe | 14 mm |
| Korb: | Magnesium-Druckguss | Magnet: | Ferrit |
| Polkernbohrung: | nein | Befestigungsbohrungen: | 6 |
| Zentrierung: | hochgelegte Flachspinne | Außendurchmesser: | 220 mm |
| magnetische Schirmung: | nein | Einbauöffnung: | 144 mm |
| Schwingspule: | 39 | Frästiefe: | 5,5 mm |
| Träger: | Aluminium | Einbautiefe: | 106 mm |
Parameter:
| Fs | 35 | Hz | Mms | 18,0 | Gramm |
| Diameter | 166 | mm | BL | 8,58 | Tm |
| ZMax | 38,1 | Ohm | VAS | 76,3 | Liter |
| Re | 6,3 | Ohm | dBSPL | 91,8 | dB/1w/1m |
| Rms | 2,31 | kg/s | L1kHz | 0,81 | mH |
| Qms | 1,70 | L10kHz | 0,22 | mH | |
| Qes | 0,34 | SD | 216 | cm² | |
| Qts | 0,28 | MMD | 16,2 | Gramm | |
| Cms | 1,17 | mm/N | Zmin | 7,31 | Ohm |
Messungen:
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| Frequenzgang und Phase | Impedanz | Frequenzgang unter 0/ 30/ 60° |
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| Klirr für 90 dB | Sprungantwort | Wasserfall |
Gewonnen war damit aber noch nichts, denn einen achtzolligen Bassmitteltöner zu finden, der in 25 Litern funktioniert, ist nur die eine Seite der Medaille. Seine große Membran bündelt zu hohen Frequenzen, was eine vernünftige Ankopplung des Hochtöners in Zweiwege-Technik nahezu unmöglich macht. Es ist ja nicht ganz ohne Grund, dass es nur wenige Kombinationen dieser Art auf dem Markt gibt. Ein Hochtöner, der bei 2 bis 3 kHz eingekoppelt wird, strahlt den Schall rundum ab, was eine auffällige Sprungstelle im Bündelungsmaß ergibt und so zu Klangverfärbungen führt, wenn man außerhalb der Achse sitzt. Abhilfe schafft an dieser Stelle eine Schallführung, neudeutsch Waveguide genannt und z.B. von Dayton oder P.Audio in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Da ich kein Freund von umständlichen Bastellösungen mit unwägbarem Ausgang bin, verwarf ich die Anpassung eines solchen Vorsatzes mittels Säge und Kleber, sie wird nie nachbausicher und somit Quelle vieler Fragen, wenn die Box nicht klingt. Der Hochtöner sollte die Schallführung schon von Hause aus mitbringen und schon meldete sich der Seas mit dem längsten Namen, den ich mir überhaupt merken kann: 27TBCD/ GB-DXT. Vorgestellt habe ich ihn im Chassistest der Ausgabe 1/ 2008. Dort habe ich schon auf die verbesserte Anbindung an einen großen Mitteltöner mittels zweier Stufen in der Frontplatte des Hochtöners hingewiesen, nun konnte ich endlich den Wahrheitsgehalt meiner Worte im praktischen Einsatz testen. Da seither fast drei Jahre ins Land gezogen sind, habe ich erneut ein paar Messungen am lebenden Objekt durchgeführt, so kann die Serienkonstanz des Seas-Produktes leicht nachgeprüft werden. Kleine Abweichungen ergeben sich natürlich durch nicht ganz exakt identische Messbedingungen.
Datenblatt Seas 27TBCD/ GB-DXT
Artikelnummer: 1381072
Preis: 47,10 €
Messungen als Zip-Datei
Ausstattung:
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Parameter:
| Fs | 950 | Hz | ZMax | 13 | Ohm |
| Re | 4,8 | Ohm | L1kHz | 0,43 | mH |
| Qms | 1,92 | L10kHz | 0,03 | mH | |
| Qes | 1,14 | Zmin | 5,34 | Ohm | |
| Qts | 0,72 | SPL 2,83V/ 1m | 92 | dB |
Messungen:
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| Frequenzgang und Phase | Impedanz | Frequenzgang unter 0/ 30/ 60° |
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| Klirr für 90 dB | Sprungantwort | Wasserfall |
Gehäuse
Nicht nur kompakt sollte das Kästchen werden, in dem der W 22 NY 001 seine Heimat finden musste, sogar deutlich kleiner als 35 Liter waren gefragt. Als ich 5/ 7 dieses Volumens ausreichend nannte, nickt Hermann auf der anderen Seite der Telefonleitung und ich konnte das nötige Holz im Bauhaus zuschneiden lassen. Um ein wenig Farbe in meine Bilder zu bekommen, wählte ich für die inneren Bretter schwarzes MDF, die Seiten ließ ich mir in Buchenleimholz anfertigen. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr vor Rissen im Gebälk. Anders ist es mit der Neigung zu Biegungen bei Leimholz, wenn es nur einseitig lackiert oder geölt wird. Das zu verhindern hilft eine umlaufende Nutfräsung, die mehr Klebefläche in zwei Richtungen ergibt. Deren Erstellung und den Zusammenbau der Boxen habe ich fotografisch festgehalten.
Der restliche Aufbau erklärt sich selbst, der Kleber heißt Fugenleim und bevor jemand fragt: Schraubzwingen habe ich tatsächlich nicht verwendet.
Für den Einkauf werden noch die Maße der Platten benötigt. Die habe ich in den Bauplan eingetragen, den ich mit Sketchup gemalt habe. Wem die beiden 2D-Pläne nicht ausreichen, kann sich hier die Datei als Zip herunterladen.

Weiche
Lautsprecher nah an ihren Grenzen zu trennen, erfordert mehr als nur ein bis zwei Bauteile pro Zweig, damit sich eine passende Addition ergibt. So waren für beide Chassis Filter 3.Ordnung nötig, um sie nur in einem kleinen Bereich gemeinsam tönen zu lassen. Für den W 22 NY 001 brauchte ich zudem noch eine Kompensation des Buckels zwischen 300 und 2000 Hz, die weitere drei Bauteile in einem Saugkreis besorgten. Den schmalen Einbruch um 850 Hz, wahrscheinlich durch die Aufhängung der Membran verursacht und vom Chassis-Konstrukteur zu Gunsten anderer Kompromisse hingenommen, beachtete ich nicht weiter. Sparen konnte ich mir eine Pegelanpassung des Hochtöners mittels Spannungsteiler. Durch seine Schaltung wird er auf das Niveau oberhalb von 10 kHz herunter gezogen, das bei grob 88 dB liegt. Fehlerlos ist die Addition der Zweige, wenn Bass und Hochtöner gegenphasig angeschlossen werden.


Bei 88 dB Schalldruck und dem klanglichen Anspruch, den ich an meine Excel 22 DXT stelle, war die Glättung der Impedanz für Röhrenhörer geradezu Pflicht.
Häufiger Grund für Nachfragen unserer Nachbauer ist der Aufbau der Weiche, die ich am Liebsten auf einem Holzbrett aufklebe. Sie ist in diesem Fall zweiteilig und wurde zum leichteren Verständnis fotografiert.
Als letzter Teil der Dokumentation darf auch der Einbau der Komponenten in das Gehäuse nicht fehlen.
Nach dem Zusammenbau konnte ich die Boxen als Gesamtwerk messen.
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| Frequenzgang und Phase | Impedanz | Frequenzgang unter 0/ 30/ 60° |
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| Klirr für 90 dB | Sprungantwort | Wasserfall |
Klang
Als die Boxen fertig waren, rief ich Hermann an, der augenblicklich samt Doris und einigen Schallplatten zur Hörprobe erschien. Da traf es sich doch gut, dass ich gerade ein neues Schätzchen in den Laden gestellt hatte, in dem Walter Fuchs zwei Tage zuvor mit größter, fachlicher Kompetenz und Messausrüstung mein Benz-System implantiert hatte. "Destiny Incantare" heißt der Drehtisch, den mir Thorsten Langer als Vorgriff auf meine Zeit als Rentner um hoffentlich 20 Jahre zu früh übereignet hat.Wir begannen mit Neil Young's "Harvest", ein Album, das in kurzer Zeit in Vinyl in alter Aufmachung mit rauem Karton außen und Hochglanz-Innenteil, sowie in Handschrift gedruckten Texten als Neuauflage erscheinen wird. Der Künsler selbst verteufelt die CD in keiner Weise, sagt aber, dass die kleinen Nebengeräusche auf Platte feiner dargestellt werden. Ein guter Test war somit "Heart of Gold", das die Worte des Sängers beim Vergleich mit dem Silberling bestätigte, zugleich auch die der Bluesklasse eigenen, dynamischen Fähigkeiten der Excel 22 DXT bewiesen..Hermann lächelte, Doris registrierte es."Meddle" von Pink Floyd war die nächste Scheibe, die bei "Echoes" anfangs mit viel Ruhe und völlig losgelöst im tiefen Raum schwebenden Schwingungen, später auch mit rockigeren
Elementen nicht nur den in der Mitte sitzenden Zuhörer begeisterte. Saubere Bässe, staubtrocken und durchgezeichnet erklangen bei "Telegraph Road", denn Dire Straits mit Knopflers markanter Stimme durfte keinesfalls im Reigen der Erinnerungen fehlen. Die Steigerung in klanglicher Hinsicht gegenüber der sicher nicht schlechten Vorgängerbox war zu deutlich an seinem Gesicht abzulesen. "Schön!" sagte Doris ergriffen, als sie Pavarotti "Nessun Dorma" singen ließ, als wäre es das einfachste auf der Welt. Nein, ein Mitteltöner fehlte nicht, Bass und Hochtöner hatten sich zu einer harmonischen Einheit zusammen gefunden, in der kein Dritter im Bunde von Nöten war.
Als Doris und Hermann sich nach ein paar Stunden verabschiedeten, strahlten beide über das ganze Gesicht. Sie hatten den Kompromiss zwischen Boxengröße und Platzbedarf gefunden, der beide zufrieden machte. "Er hätte natürlich auch große Boxen bauen dürfen, wenn die kleinen nicht gepasst hätte", sagte mir Doris beim Hinausgehen.
Udo Wohlgemuth
Technik Excel 22 DXT
| Chassis | Excel W 22 NY 001 | Holzliste in 19 mm MDF: |
| Seas 27TBCD/ GB-DXT | ||
| 46,0 x 30,0 (2x) Seiten | ||
| Vertrieb | Intertechnik, Kerpen | 46,0 x 23,0 (2x) Front/ Rückwand |
| Konstruktion | Udo Wohlgemuth | 26,2 x 23,0 (2x) Deckel/ Boden |
| Funktionsprinzip | Bassreflex | Frästiefe: |
| Nennimpedanz | 8 Ohm | Bass: 5 mm |
| Dämmstoff: | 2 Beutel Sonofil | HT: 6 mm |
| Terminal | T105SMSNI - T105SMSNI | |
| Kosten pro Box: | ||
| Bausatz: | 326 Euro | Holzzuschnitt: 15 Euro |
Die Excel 22 DXT kannst du bei Intertechnik oder Acoustic Design Wohlgemuth erwerben.
Hi Udo,
da isser ja der ..Excel mit Doppelauspuff :-) so hatte ich es doch gelesen.
Schöner Bericht...
Kannst du mir sagen warum ich drei Lautsprecher im Weichenschaltbild sehe? 1x HT, 2xTMT ist da drin noch einer versteckt? Oder habe ich im Text was übersehen?
Grüße
Andreas
Der zweite BassLS gehört sicher dem Fehlerteufel - der guckt gerne Filme und hört Subbass Techno - da hat einer nicht gereicht ;)
Impedanzen kümmern den Fehlerteufel nicht - er ermutigt gern zum Kauf von neuen Verstärkern
Hallo Andreas,
danke für den Hinweis, der Fehler in der Zeichnung ist behoben.
Gruß Udo
Der zweite BassLS gehört sicher dem Fehlerteufel - der guckt gerne Filme und hört Subbass Techno - da hat einer nicht gereicht ;)
Impedanzen kümmern den Fehlerteufel nicht - er ermutigt gern zum Kauf von neuen Verstärkern
Hallo Udo! Ein schönes Pärchen ist das geworden. Zeitlos und klassisch, gefällt mir. Und das mal Excel-Chassis zum Einsatz kommen find ich auch gut.
Gruß
Christian
Hi,
vielleicht liegt der Fehler ja gar nicht in der Zeichnung sondern in der Zuordnung zum Artikel .... ;-) Ich persönlich hatte beim lesen gleich überlegt, ob der BS auch irgendwann mit einem 2. Chassis erweitert wird.
LG
Alex
Hallo Alex,
ein zweiter Bass wird wegen des Pegels nicht ganz einfach einzubringen sein. Schon jetzt hat der Hochtöner keinen Widerstand vorgeschaltet und der Bassdruck reicht auch aus. Ein weiterer Bass bringt bei Parallelschaltung und gleicher Verstärkereinstellung etwa 6 dB mehr Pegel, die der HT nicht liefern kann.
Gruß Udo
Hallo Udo,
auf solch ein Pärchen habe ich eigentlich nur gewartet. Ist wieder eine tolle Arbeit von dir.Leder ist der Weg zum Probehöhren für mich zu weit. Weshalb ich auf die Höhrberichte hier angewiesen bin. Mich würde interessieren Was Doris und Hermann berichten können und ob sie auch andere Lautsprecher bei dir gehört haben. Ich schwanke gerade zwischen Duetta Top und der Excel 22. Für mich kann ich leider nur als Basis die BlueSmall Light her nehmen.
Gibt es eine Impedanzkorrektur für den Betrieb an einen Röhrenverstärker dazu?
Gruß
Uwe
ich darf Udo Wohlgemuth zitieren: "Bei 88 dB Schalldruck und dem klanglichen Anspruch, den ich an meine Excel 22 DXT stelle, war die Glättung der Impedanz für Röhrenhörer geradezu Pflicht."
Hallo Uwe,
als Hermann im Laden war, hat er natürlich die Duetta Top angehört. Warum danach die Excel 22 DXT entstand, steht in der Einleitung: Mehr Membranfläche bei nahezu gleichem Volumen der Boxen.
Gruß Udo
Hallo Udo,
kannst du mir mehr über das verwendete Holz verraten? Das eine ist gefärbtes MDF oder? Was ist die andere Holzart?
Hast du das einfach unbehandelt zusammen geklebt? Falls ja, gibts da keine Probleme mit dem Leim?
Vielen Dank im Voraus!
Hallo Almdudler,
dann darf ich mich auch eimal selbst zitieren:
"Um ein wenig Farbe in meine Bilder zu bekommen, wählte ich für die inneren Bretter schwarzes MDF, die Seiten ließ ich mir in Buchenleimholz anfertigen." ;)
Beim Zusammenkleben war das Holz noch unbehandelt, lackiert habe ich es später mit PU-Möbellack.
Gruß Udo
Hallo Udo,
Hermann hat sich ja nun anscheinend gegen die DT entschieden, einem herausragenden kompakten Lautsprecher. Mich würden mal die (sich evtl. bereits aus der Membranfläche ergebenden) klanglichen Unterschiede der beiden Konstrukte interessieren. Quasi ein kleiner Quervergleich Eton/Seas.
Sie spielen ja auf jeden Fall beide auf hohem Niveau.
Gruß
Alex
Hallo Alex,
Hermann hat sich nicht gegen die Duetta Top entschieden. nur seinem Wunsch nach etwas mehr Punch, den er aus seiner großen Transmissionline gewöhnt war, Rechnung getragen. Das ist keine allgemeine Wertung, sondern subjektive Selektion.
Gruß Udo
Mich würde die Sprungantwort der Gesammtbox interessieren. Bei dem dargestellten Diagramm handelt es sich vermutlich um die Sprungantwort des Basstöners alleine.
Gruß,
Thomas
Hallo Thomas,
danke für den Hinweis, das war natürlich die Sprungantwort vom Bass allein. Nun ist die richtige eingefügt, die auch den Haken des Hochtöners zeigt.
Gruß Udo
Hallo Udo,
warum trennst Du hier so hoch? Durch das Waveguide dürfte der DXT doch tiefer ankoppelbar sein. Und einen 22er bis 2,8kHz zu betreiben ist ja auch nicht ohne. Bei 2k8 Hz bündelt der doch schon ziemlich stark, während der DXT noch gar nicht bündelt bzw. erst damit anfängt. Theoretisch wäre bei einer Übergangsfrequenz von 1k5Hz das Bündelungsverhalten besser: Der 22er bündelt kaum und der DXT erst recht nicht. Aber Du hast bestimmt Deine Gründe gehabt?
Danke & Gruß
AR
Hallo AR,
die Übernahmefrequenz ergab sich durch Messen und Hören, nicht durch theoretische Überlegungen. Ein Kalottenhochtöner kann auch mit Schallführung nicht bis 1,5 kHz runtergezogen werden, ohne dass er in den Ohren schmerzt. Warum sollte ich das dann der Theorie wegen tun? Mein Ziel bestand in der Entwicklung eines Lautsprechers, den man sich gern anhört, trotzdem habe ich an den Messwerten nichts auszusetzen ;)
Gruß Udo
Hallo Udo,
natürlich habe ich absolut nix gegen Deine empirisch messtechnische und erfahrene Vorgehensweise gegenzusetzten. Aber den DXT habe ich zuhause.
Was mich zu dieser Idee veranlasst hatte, war der Umstand, dass das Kurzhorn doch ca. 6dB Schalldruck im Wirkbereich bringen müsste. Damit lässt sich die Übergangsfrequenz 3/4teln, denn die Membran macht dann nicht mehr Hub als ohne Horn bei der ursprünglich gewählten Übergangsfrequenz.
Und von z.B. 2kHz runtergerechnet wären das 1,5 kHz. Und 2kHz sind für eine hornlose Kalotte ja auch fast normal, vor allem wenn sie 29mm Durchmesser hat. In der SB18 remastert hattest Du ja auch eine Trennfrequenz von 1,8kHz gewählt. Aber grau ist alle Theorie und erst recht, wenn sie sich nicht umsetzen lässt….. Nix für ungut!
Danke & Gruß
A_R
PS: Noch eine kleine Bemerkung zu Deiner Website: Es wäre übersichtlicher, wenn eine Übersicht der Chassistests und Boxenentwicklungsthreads zum direkt Anklicken auf einer der vordersten Seiten wäre.
Hallo AR,
wenn du den Hochtöner zu Hause hast, kannst du ein paar Messungen mit tieferer Trennung durchführen. Du wirst dann sehen, dass der Pegel unterhalb von 10 kHz ordentlich steigt. Das musst du nun durch einen Saugkreis oder einen Spannungsteiler mit übergelegtem Kondensator glätten, was die Anzahl der Bauteile schon verdoppelt. Auch der Bass muss aufwendiger gefiltert werden und am Ende habe ich schöne Messkurven vom eingeschwungenen Zustand, aber leider keine Klavieranschläge mehr.
Gruß Udo
Hallo,
Ich frage mich ob man auch einen kleinen Stand LS aus dieser Konstellation machen könnte ?
Vll mit 80 cm Höhe.
Werde schon bald bei ihnen vorbeischneien Herr Wohlgemuth und mir ein paar Kandidaten anzuhören.
mfg
Örny
Hallo Örny,
prinzipiell kannst du jede Kompaktbox auch als Standversion bauen. Das gilt auch für die Excel 22 DXT.
Gruß Udo
Hallo Udo,
Seit Jahre lang bin ich auf die Bearbeitung einer korrekten Weiche für meine W22NY001, ich habe ein Post in eine DIY Forum gelegt. Ich bin immer nicht zufrieden, ich stosse immer an die gleiche Schwierigkeit mit dem W22NY001 Kupplung, wie du es sagst der Spielraum ist eng! Und ich habe es nicht gefunden… Du hast wahrscheinlich eine gute Lösung gefunden, ich wäre mehr als froh wenn du könntest ein Schema mit Werte der Excel 22 DXT Weiche mir kommunizieren.
Vielen Dank und ein schönes Neues Jahr
Beste Grüsse, Joël
Hallo Joël,
da du einen ganz anderen Hochtöner verwendest, kann dir ein Schaltplan mit Werten nichts nützen. Die Weiche kann man nicht getrennt betrachten, die regelt das Zusammenspiel der Chassis. Auf der anderen Seite geben wir generell keine Bauteil-Werte weiter, die Schaltungen sind unser Betriebskapital, das man im Gegensatz zu allen anderen Bausatzteilen nicht anderswo beschaffen kann.
Gruß Udo
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