EINLEITUNG:
Zu Beginn sei erwähnt, dass ich bereits vor einigen Jahren mein Erstlingswerk im Lautsprecherbau vollendet habe und seither zwei kompakte Zweiwege-Standboxen an meiner Anlage ihren Dienst taten. Optisch wie klanglich nach wie vor recht zufrieden, kam die Entscheidung etwas Neues zu bauen in der Hauptsache durch die Lust am Basteln und der Aussicht auf ein paar freie Wochen in Herbst diesen Jahres. Außerdem muss ich erwähnen, dass ich von der Technik hinter Lautsprechern eher wenig Ahnung habe und mir viel lieber Gedanken um das Äußere meiner Boxen mache. Größe und Erscheinungsbild sind mir sehr wichtig und letztlich muss das Gehäusekonzept auch einfach umzusetzen sein. Ich habe nur wenig professionelles Werkzeug zur Verfügung und bin von Beruf Betriebswirt und kein Schreiner. Bohrmaschine, Stichsäge und Oberfräse gepaart mit Amateurwissen rund um die Holzbearbeitung müssen zusammen mit ein paar Schraubzwingen ausreichen. Wo wäre ich also besser aufgehoben als bei Udo? Einfache Gehäuse ohne Firlefanz, rundum sorglos Bausätze mit Frequenzweichen, die nur aus einer Hand voll Teilen bestehen - und wenn ich ehrlich bin, hatten es mir die klassisch schwarzen SB Acoustics Chassis doch auch sehr angetan.
DER BAUSATZ:
Meine Wahl fiel schnell auf die SB36, da ich wieder eine Standbox wollte, die SB417 oder die SB240 aber dann doch zu ausladend und auch zu teuer geworden wären. Die Bausätze habe ich mit einer guten Portion Skepsis im Magen und, nachdem ich meinen Termin zum Probehören in Bochum kurzfristig leider absagen musste, blind bestellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Udo bereits gute 10 Emails mit allerhand bohrenden Fragen bereitwillig beantwortet. Fragen, die mich an so mancher Stelle sicher als Amateur geoutet haben, dennoch waren die Antworten auf diese Unsicherheiten für mich wichtig. Die knackige und gradlinige Beratung von Udo war daher sicherlich ein Hauptargument dafür, letztlich auch blind in seine Lautsprecherbausätze zu investieren.
Ein paar Tage nach der Bestellung über den Onlineshop klingelte der DPD-Mann bereits an der Tür und hievte mir ein großes Paket ins Haus. Die Bausätze waren vollständig und vor allem die gefühlte Qualität der Chassis überzeugt meiner Meinung nach schon beim Auspacken.
GEHÄUSEPLANUNG:
Über die Gehäusegestaltung habe ich mir lange Gedanken gemacht. Dabei herausgekommen ist eine 23cm breite Box mit quadratischer Grundfläche und 102cm Höhe. Den Hochtöner habe ich auf gleicher Höhe belassen wie in Udos Original Bauplan, den Tieftöner nach oben an den Tief-Mitteltöner herangerückt. Das Bassreflexrohr ist etwas weiter nach unten gerutscht und hat von der Unterkante der Box nun exakt den gleichen Abstand wie der Hochtöner von der Oberkannte. Die Box wird außerdem in Ahorn furniert und soll später auf einem kleinen schwarz lackierten Sockel stehen, der einerseits in einem toller Kontrast zum hellen Ahorn steht und der andererseits das teure Furnier vor Staubsaugeratacken und dergleichen schützen soll. Außerdem habe ich zwei Innenversteifungen mit eingeplant, die mir das rechtwinklige zusammenleimen der Box erleichtern und kleine Absätze innerhalb der Box schaffen, die verhindern, dass das Dämmmaterial später in der Box nach unten rutscht. Gedanken, die ich nach Rückfrage bei Udo schnell wieder verworfen habe, sind eine aufgedoppelte Schallwand und Nadelfilz an den Innenwänden.
ROHBAU:
Der Bau der beiden Kästen war dann so unspektakulär, wie er nur hätte sein können. Fotos gibt es davon daher keine. Per Stichsäge wurden aus den Brettchen für die Innenversteifung die notwendigen Löcher gesägt. Aus Rückwand, den Innenversteifungen und den Seitenwänden habe ich dann zunächst ein U zusammen geleimt. Wichtig war dabei, dass die Rückwand auf einer ebenen Unterlage liegt, um Versätze an den Kanten zu vermeiden die sonst aufwändig verschliffen werden müssen. Anschließend kamen oben der Deckel und unten der Boden dazu. Bei diesem Schritt lagen die Boxen mit der offenen Seite auf der ebenen Unterlage. Die Brettchen für Deckel und Boden hatte ich im Baumarkt außerdem einen Millimeter größer zuschneiden lassen. Den daraus resultierenden leichten Überstand von Deckeln und Boden wurde ich nach dem Trocknen des Leimes schnell und unkompliziert per Bündigfräser los.
Um durch das Bassreflexrohr später keine braune MDF-Wand sehen zu müssen habe ich den unteren Innenbereich der Box mit matt-schwarzer Sprühfarbe an die Farbe des Reflexrohres angepasst, bevor zuletzt die Schallwand auf die Box kam. Da ich sie ebenfalls etwas zu groß habe zuschneiden lassen, musste auch die Schallwand nach dem Aushärten des Leimes per Bündigfräser begradigt werden. Insgesamt bin ich so komplett ohne große Schleifarbeiten ausgekommen. Eine Schleifmaschine gibt es bisher auch nicht in meinem Maschinenpark, so dass mir unangenehmer Muskelkater erspart blieb.
FURNIEREN:
Furniert habe ich klassisch durch pressen. Dazu wurde die zu furnierende Seite der Box per Schaumstoffrolle dünn mit Leim eingestrichen, das Furnier darauf gelegt, darüber ein alter Rest Teppichboden zum Schutz der empfindlichen Oberfläche und darauf ein großes Brett, dass mit möglichst vielen Schraubzwingen angezogen und auf die Box gepresst wurde. Zuerst habe ich die Rückwand und dann die Seiten furniert. Anschließend die Front und zuletzt den Deckel. Später sehe ich so von vorne so wenig Schnittkanten des Furniers wie möglich. Um den Deckel zu furnieren musste ich die Boxen außerdem übereinander stellen und unter der Decke verkeilen, da ich keine Schraubzwingen mit einer Spannzweit von über einem Meter habe. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch – und funktioniert hat das Verkeilen ganz hervorragend!
Zum Schneiden des Furniers habe ich mir für 10 Euro eine kleine Furniersäge gekauft. Bei meinem Erstlingswerk habe ich das überstehende Furnier mit einem scharfen Messer abgeschnitten und hatte an so mancher Stelle das Problem, dass das Furnier bei dieser Methode hässlich ausreist. Mit der kleinen Säge blieb dies aus. Vorsicht und absolute Sorgfalt ist aber auch mit der Säge angebracht, wenn es perfekt werden soll.
VEREDELUNG:
Nachdem ich in der Vergangenheit schon Erfahrungen mit Lacken und auch mit Ballenmattierung gesammelt habe, habe ich mich bei der endgültigen Behandlung der furnierten Flächen dieses Mal für eine Wachslasur entschieden. Zweimal mit einem Pinsel aufgetragen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Beim Lackieren sind mir früher schnell hässliche Nasen entstanden, die bei der Lasur gänzlich ausgeblieben sind. Und während ich im Endergebnis eine ähnlich schöne Oberfläche bekommen habe wie mit der Ballenmattierung, war der Arbeitsaufwand beim Lasieren um einiges geringer.
SOCKEL:
Der Sockel der Boxen besteht aus zwei aufeinander geleimten Platten 19er MDF, die ich per Sprühdose schwarz lackiert habe. Das Problem sind hier die Schnittkanten des MDF, die saugen, saugen, saugen. Um die Poren der Schnittkanten zu schließen habe ich die Kanten mehrfach mit verdünntem Leim eingestrichen und trocknen lassen. Im Anschluss kam eine Sprüh-Spachtelmasse darüber die ich nach deren Trocknen mit 400er Schleifpapier nass glatt geschliffen habe, um anschließend die schwarze Farbe aufzusprühen. Das Ergebnis ist leider nicht so perfekt wie erhofft. Beim nächsten Mal würde ich wohl etwas anderes ausprobieren. Da der Sockel jedoch hin und wieder Kontakt mit Staubsauger und Co. haben wird und von mir ohnehin eher als ein Verschleißteil gesehen wird, bin ich mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden. Vielleicht wird es ja auch irgendwann mal ein schöner Sockel aus Schiefer vom Steinmetz... Die Schattenfuge zwischen Box und Sockel entstand übrigens durch zwei Lagen Moosgummi die zwischen Box und Sockel liegen. Außerdem kleben unter dem Sockel vier kleine Gummifüße, die einen sicheren Stand der Box gewährleisten und leichte Unebenheiten des Fliesenbodens in unserem Wohnzimmer ausgleichen.
HOCHZEIT:
Einen speziellen Fräszirkel für meine Oberfräse habe ich nicht. Viel Zeit und Geld in den Bau eines solchen Geräts zu investieren, wäre meine 20 Euro Discounter-Fräse ohnehin nicht wert. Also habe ich ein dünnes Stück MDF unter die Fräse geschraubt und für jeden Radius in passender Entfernung zum Fräser jeweils ein kleines 2mm Loch gebohrt. Auf den Boxen habe ich dann in die Mittelpunkte der zu fräsenden Ausschnitte kleine Nägel geschlagen, die passgenau in die 2mm Bohrungen „einrasten“. Funktioniert wie ein Fräszirkel und ist so genau, dass ich bei meinen Ausschnitten nicht mal einen halben Millimeter Luft zum Chassis habe. PERFEKT! Probefräsen auf einem separaten Brett war allerdings für jeden Ausschnitt Pflicht! Zu den verwendeten Fräsern muss ich außerdem sagen, dass ich mit sehr günstigen no-name Fräsersets bisher sehr gut gefahren bin. 10 Fräser für 15 Euro, das sind die besten Angebote. Einzelne Fräser kosten gerne mal mehr als so ein ganzes Set und haben mir bei der Bearbeitung von MDF noch keine besseren Ergebnisse geliefert.
Die Weiche habe ich mit meinem fünf Euro Lötkolben frei verdrahtet auf einem Sperrholzbrettchen aufgebaut, das in seiner Breite problemlos durch die Ausschnitte der Tieftöner passt. Über drei kleinen Spaxx-Schrauben wird es bombenfest an der Rückwand der Box gehalten. Bevor das Reflexrohr in die Box eingedrückt wird, gilt es außerdem die Polklemmen zu montieren. VORSICHT: Die Löcher für die Polklemmen nicht auf Höhe des Rohres bohren. Wer das tut, wird die glänzenden Klemmen auf immer und ewig durch das Reflexrohr sehen können. Also Löcher über oder unter dem Ausschnitt des Rohres vorsehen.
Die Reihenfolge, die ich bei der Montage der Technik eingehalten habe, war letztlich folgende: Kabel an Polklemmen löten, Poklemmen einbauen, Kabel von Polklemmen an Weiche Löten, Weiche in Box festschrauben, Dämmung in Box stopfen, Chassis an Kabelenden der Weiche löten und fest schrauben, Bassreflexrohr eindrücken, FERTIG!
KLANG:
Und da stehen Sie nun, meine neuen Schätze, schlicht in hellstem Ahorn mit ihren dunklen Chassis und dem pechschwarzen Sockel. Angetrieben werden Sie von meinem alten, aber grundsoliden Marantz-Receiver und als CD-Player steht ein Produkt der Firma Cambridge Audio zur Verfügung. High-End Geräte sind für viele wohl etwas Anderes, nachdem sich die SB36 inzwischen aber wohl ganz gut eingespielt hat, bin ich begeistert! Dass Verstärker und CD-Player in Kombination so viel können, war mir vorher nicht bewusst. Und bei der Beschreibung der SB36 verspricht Udo definitiv nicht zu viel. Mit besserer Elektronik lässt sich sicher noch mehr aus diesen Boxen herauskitzeln.
Im ersten Augenblick spielt die SB36 etwas zurückhaltend. Diese Zurückhaltung entpuppt sich spätestens auf den zweiten Augenblick aber als sehr, sehr angenehm. Der Bass ist nicht aufdringlich oder zu fett, sondern straff und präzise. Da wummert auch nichts wenn es mal lauter sein soll. Mitten und Höhen schließen sich nahtlos an. Keine Lücke, kein Bereich, der fehlt, nichts wirkt überdominant. Die Boxen spielen wie aus einem Guss. Angenehm präzise trifft es meiner Meinung nach am besten. Ich höre jetzt jede Gitarrensaite schnalzen, Stimmen – egal ob Sänger oder Sängerin – sind glasklar und zum Greifen nahe. Klavier, ein Instrument das ich sehr mag, klingt phänomenal! Zu präzise und analytisch wird die SB36 dabei allerdings nie. Auch bei einer nicht so perfekten Aufnahme fängt sie nicht an, die Musik „zu sezieren“, so dass der Spaß auch bei auf CD gebrannten mp3s nicht gleich vergeht. Ich bin begeistert!
Florian
Die SB 36 kannst du bei Acoustic Design Wohlgemuth oder Intertechnik erwerben.




Hi Florian!
Glückwunsch zu diesem gelungenen Lautsprecher! Die Optik wirkt sehr straight, sehr symmetrisch. Die quadratische Grundfläche gefällt mir persönlich nicht so sehr, trotzdem: es passt zum Look. Ebenso das Furnier - Zeitlos chic!
Zum Hochwertigen Outfit der Lautsprecher passen die tollen Fotos ebenso, wie der gelungene Text.
So macht ein Baubericht Laune!
Grüße, Köter
Hallo Florian,
gratuliere dir zu deinen schönen SB36!
Zum Lasieren hätte ich eine Frage: Sehe ich es richtig das die Lasur das Holz minimal abdunkelt, so wie auf den Fotos ersichtlich? Muss/kann man zwischen den Lasurschichten auch schleifen? Welche Lasur hast du verwendet?
Sieht als Alternative zu Hartöl für helle Hölzer echt super aus!
Lg Mario
Danke! Ich würde sagen, dass die Lasur die Masurung betont. Abdunkeln tut sie das Holz wenn überhaupt minimalst. Die Lasur ist von Clou und heißt "Wachslasur". Die Clou-Nummer habe ich leider nicht mehr im Kopf, die Dose ist längst entsorgt...
Die Verarbeitung war extram simpel. Die Lasur wird so wie sie ist mit einem Pinsel auf das Holz aufgetragen. Sie spritzt nicht, bildet keine hässlichen Nasen und ist in 20min. trocken. Ich habe jede Box drei mal gestrichen und die Oberfläche zwischendrin mit 240ger Schleifpapier leicht aufgeraut. Das wars.
Gruß
Flo
Ahh ok super, danke! Werde ich das nächste mal, wenn ich helles Holz verwende, versuchen :)
Lg Mario
Ich kann mich der Klangbeschreibung von Florian nur anschliessen - die SB36 ist eine wunderbare Box bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt - die schlichten klaren Linien gefallen mir, der Bau ist dir super gut gelunden (manchmal ist weniger mehr).
P.S. Ich hab die SB36 vor kurzem selbst gebaut, vielleicht schiebt ja Udo meinen kurzen Beitrag auch noch nach ;-)
Hallo elektronaut,
ich hatte die Auswahl zwischen einem langen und einem kurzen Bericht zur SB 36. Aus taktischen Gründen habe ich den langen gewählt und den kurzen auf Eis gelegt ;)
Gruß Udo
Hallo... bin Neu hier und möchte mir auch sehr gerne die SB36 bauen, habe jedoch ziemlichen Respekt vor dem funieren... Wie zum Geier hast Du das so fein hinbekommen... wenn ich mir das genau anschaue sind die Kanten / Ecken wirklich PERFEKT geworden? mit was wurde das Funier später behandelt?
Hallo MrJones,
wie Florian furniert hat, hat er im Absatz Furnieren erläutert. Du findest dazu auch einige Videos im Netz.
Du kannst dein Gehäuse jedoch auch völlig anders gestalten, z.B. lackieren.
Florian hat sein Furnier mit Wachslasur behandelt.
Gruß
SeWi
Hallo Mr. Jones,
ich hatte Anfangs auch großen Respekt vor dem Furnieren. Mit den richtigen Schraubzwingen, Sorgfalt und etwas Zeit ist es aber absolut kein Problem. Alternativ zu der von mir beschriebenen klassischen Methode kannst du Furnier auch "aufbügeln". Daszu gibts eine hervorragende Anleitung von Udo hier auf seiner Seite. Im Zweifelsfall geht bügeln schneller, du solltest das Bügeln allerdings vorher an einem alten Stück MDF ausprobieren. Ich habe mal einen Lautsprecher mit Buchenfurnier "bebügelt" und das Furnier hat später durch die starken Temperaturbelastung feine Risse bekommen. Sieht man vom Sofa aus zar nicht, dem perfektionistisch veranlagten Hobby-Bastler gefällt es aber ganz und gar nicht. Andere Furniere können sich unter der hohen Bügeltemperatur aber auch durchaus gutmütiger verhalten. Ahorn habe ich auch schon gebügelt und die Oberfläche ist toll geworden. Also wie gesagt: Ausprobieren!
Bei der von mir beschriebenen Methode wird das Holz diesen großen Temperaturunterschieden nicht ausgesetzt, wenns gut werden soll braucht man allerdings sehr gutes Werkzeug. Das wichtigste sind gute und GROßE Schraubzwingen mit denen du richtig Druck ausüben kannst. Für die SB36 mindestens vier. Sechs wären besser. Furnier wellt sich wenn es feucht ist sehr gerne. Wenn du nicht richtig pressen kannst hast du unter Umständen später unschöne Lufteinschlüsse unter dem Furnier. Mach dir außerdem Gedanken wie du das Furnier oben auf die Box presst. Meine Zwingen hatten leider keine Spannweite vom über einem Meter. Ich musste improvisieren und habe beide Boxen zum pressen aufeinander gestellt und unter der Kellerdecke verkeilt. Wenn etwas ähnliches bei dir nicht geht und du keinen Zugang zu solchen Zwingen hast würde ich wohl doch zum Bügeleisen greifen...
Bei dem Kanten bin ich immer gleich verfahren. Egal ob klassische Mathode oder Bügeln. Ich habe die Box nach dem Trocknen des Leims auf die frisch Furnierte Seite gelegt (Tisch vorher gut sauber machen) und habe das überstehende Furnier vorsichtig abgeschnitten. Dazu habe ich mir eine kleine Furniersäge bvesorgt, mit der ich solange an der Kante der Box entlang gefahren bin, bis der überstehende Rest abgefallen ist. An der Stelle ist es wichtig, dass man nicht zu ungeduldig wird und die Säge wie ein Bekloppter aufdrückt --> das Furnier könnte ausreißen. Wenn du keine Furniersäge hast nimm ein Cutter-Messer... Was ich vermiedan habe ist das Furnier über die Kante abzubrechen. Sind die Reste rundherum beseitigt, nimmst du einen Schleifklotz - ich habe glaube ich 180er Papier genommen - und schleift die Kanten immer in Maserungsrichtung glatt. Fertig ist die Laube.
Fazit: Furnieren ist nicht schwer. Ich habe es inzwischen schon öfter gemacht und würde sagen, dass man davor keine Angst haben braucht. Ergänzen muss ich allerdings noch, dass es das absolut perfekte Ergebnis bei mir nicht gegeben hat. Und so habe ich auch bei meiner SB36 Stellen, an denen ich mich etwas geärgert habe weil das Furnier z.B. leicht eingerissen ist. Die meisten solcher Unfälle kann man aber sehr gut flicken, so dass es später niemandem, ausser dem Erbauer auffällt. Holz ist letzten Endes eben ein Naturprodukt und nicht immer 100% berechenbar ;-)
Zum Schluss daher noch einmal: Ich würde alles vorher mit einem alten Stück ausprobieren. Wenn du dann ein furnieres Brett hast kannst du das außerdem gleich verwenden um Probefräsungen mit der Oberfräse zu machen wenns an die Ausschnitte für die Chassis geht...
Gruß
-Flo
Furnieren: grossflächig mit Ponal Holzleim, danach bügeln (Achtung: Furnier nicht anfeuchten -> das reisst nach Tagen noch!)
Oberflächenbehandlung: Osmo Hartwachsöl
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