Wieder einmal war es soweit, der Januar löste den Dezember ab und wir freuen uns über eine neue Jahreszahl, an die wir uns sicher nach anfänglichen Irrtümern nach und nach gewöhnen werden. Es ist nicht das erste Mal, dass uns dieses Ereignis überrascht, eigentlich nennt man das eher auf neudeutsch "business as usual".

Das könnten wir auch über unser Magazin schreiben, denn nimmt man es genau, erwartet uns nichts wirklich Neues im neuen Jahr: Wir werden hier wie üblich Bauvorschläge ausbreiten und hoffen, dass sie bereitwillig von unseren Lesern nachgebaut werden. Nimmt man es dann aber doch noch etwas genauer, hat sich schon im vergangenen Jahr etwas getan, womit vorher nicht zu rechnen war. Die aufwendige Umgestaltung des Layouts und das Hinzufügen eines wunderbar funktionierenden Forums, sowie der Fragemöglichkeit direkt im Anhang der Artikel hat einen regen Austausch zwischen uns und den Lesern bewirkt, der letzlich sogar darin gipfelte, dass wir drei Leserprojekte vorstellen konnten, die mit nur geringer Hilfe unsererseits entstanden sind. Wir danken an dieser Stelle Klaus, Christian und Martin für drei neue Boxen, die auf dieser Weise sicher nicht auf unserem Mist gewachsen wären. Diese Präsentationen wollen wir pflegen und einen weiteren Teil der Magazin-Gestaltung unseren Lesern überlassen.
Nicht vernachlässigen werden wir aber auch die Berichterstattung über eigenhändig nachgebaute Bauvorschläge, in denen viel mehr Erklärungen zum Bau und zur Oberflächengestaltung enthalten sind, als wir es in unseren eigenen Artikeln über neue Boxen jemals bieten können. Die Vielfalt der Bauformen, ja sogar der Arbeits-"Keller", die in manchem Fällen leicht mit einem Bad zu verwechseln waren, ermutigt sicher viele bisher Unentschlossene, es auch einmal mit einem Bausatz zu versuchen. Wie sagte Matthias (DA) so richtig über seine Duettas: "Die Kerlchen sind übrigens in Küche und Badezimmer entstanden - da soll sich bloß noch mal jemand rausreden, von wegen er hätte keine Werkstatt! Alles, was man braucht, ist ein guter Staubsauger!"
Dass diese Antwort auf eine Frage aus Saigon in Vietnam gegeben wurde, eben jener Andre den Claudio aus Australien zum Hörtest einlud und auch aus vielen anderen Ländern weit außerhalb des deutschsprachigen Raums Reaktionen auf unser Magazin zu finden waren, erfreut uns umso mehr. Die internationale Sprache der Musik, die keine Verständigungsprobleme kennt, verbindet so die ganze Welt. Und so ist es wohl etwas tollkühn untertrieben, hier von business as usual zu reden, denn wie kann Gewöhnliches immer wieder aufs Neue so in Erstaunen versetzen wie der Erfolg dieser Seite. Wir werden auch in diesem Jahr mit Freude daran arbeiten.
Udo Wohlgemuth