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Leserprojekt: Eton4me
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Christian schrieb am 28. Dec 2010 um 11:45 Uhr

Hallo Martin! Sehr schöne Arbeit. Deine Eton4me gefallen mir sehr gut. Besonders die Schallwand ist ein Hingucker. Wie hat das mit dem Fräsen funktioniert? Gruß Christian

Antwort
Steve antwortete am 28. Dec 2010 um 17:08 Uhr

Auch von mir ein riesen großes Kompliment. Ich wünschte ich wäre bei meinen Projekten so akurat an der Oberfräse. Da ist mensch versucht zu schreiben: "Schade, da ist ja nicht mehr zu erkennen, dass es sich um Selbstbau handelt." Die Lackierung, so weit das auf den Bildern zu erkennen ist, ist auch ein Hammer. Falls du mal nicht weißt was du mit deiner Zeit anfangen sollst ;-), würde ich dir bestimmt erlauben auch ein Paar Lautsprecher für mich zu zimmern.


Antwort
Martin antwortete am 28. Dec 2010 um 18:02 Uhr

Hallo Christian, Deine Frage bezieht sich wahrscheinlich auf die Tieftöner. Ich habe zunächst mit einem Nutfräser (Durchmesser 14mm) einen Kreis gefräst, Außendurchmesser der Kreisnut = Korbdurchmesser des Chassis + 1mm, Frästiefe (an der 3 bzw. 9 Uhr Position) = etwas mehr als der Korbrand des Chassis hoch ist. Anschließend habe ich mit einem großen 45°-Fasenfräser die Fase angebracht. Die Frästiefe wird dabei so eingestellt, dass der Korbrand des Chassis überall gerade noch vollständig in der verbleibenden zylindrischen Nut liegen kann, bevor die Fase einsetzt. Die Schwierigkeit besteht darin, den Fräszirkel immer waagerecht zu halten und nicht an der Rundung abkippen zu lassen. Ich habe von diesem Bauabschnitt leider keine Fotos oder Zeichnungen. Ich hoffe, es ist trotzdem einigermaßen verständlich. Gruß, Martin

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Arne schrieb am 28. Dec 2010 um 13:37 Uhr

Sieht echt toll aus. Vorallem die Lackierung ist der Wahnsinn,da einfach aus der Dose. Die Neigung nach hinten macht aus was her und lässt das ganze nicht einfach nur nach Klotz aussehen. Um wieviel Grad handelt es sich denn hier? Sind die Chassis so eingefräst das sie trotzdem grade nach vorn strahlen, oder doch etwas nach oben? Eine Frage, auch an Udo. Hat diese Neigung starken Klanglichen Einfluss? Könnte man z.b. ohne viel getue die SB240 ähnlich Neigen?

Antwort
Udo Wohlgemuth antwortete am 28. Dec 2010 um 13:58 Uhr

Hallo Arne, bei der Neigung ist zu beachten, dass der Hochtöner auf das Ohr zielen soll. Wenn du das bei der SB 240 auch hinbekommst, darfst du sie auch entsprechend kippen. Gruß Udo


Antwort
Martin antwortete am 28. Dec 2010 um 19:33 Uhr

Hallo Arne, es handelt sich um 5° Neigung. Die Hochtöner befinden sich auf Ohrhöhe, zielen aber nicht unbedingt auf die Ohren. Es gibt sicher eine klangliche Auswirkung von Neigung und Zielrichtung der Hochtöner. Ich würde das aber nicht überbewerten. Gruß, Martin

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Thomas schrieb am 28. Dec 2010 um 16:28 Uhr

Hallo Martin, suuuper Finish, sehen wirklich toll aus. Nur das Argument mit der Phase 34/Dusty (die Dusty habe ich für meinen Schwager gebaut) verstehe ich nicht ganz. Sicher kannst Du die Chassis dort auch anders anordnen und Höhe und Tiefe variieren. Gruß Thomas

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Mark schrieb am 29. Dec 2010 um 12:59 Uhr

Hallo Martin, Hammer schönes Design!! Kannst Du so eine Art Lackieranleitung schreiben? 1.Holz schleifen mit X-Körnung 2. Füllern mit Sprühfüller der Marke Y (2h trocknen) 3. Schleifen......... ... n. Wachsen mit Autowachs yxz mit der Maschine Wäre echt klasse und vorallem die Marken der verwendeten Produkte bitte nicht vergessen!! MFG

Antwort
Udo Wohlgemuth antwortete am 29. Dec 2010 um 13:12 Uhr

Hallo Mark, weißt du, wieviel Arbeit es macht, eine brauchbare Lackieranleitung zu schreiben, die alle Schritte verständlich erklärt? Am Ende kommen dann die Fragen, warum man nicht den Lack von A oder die Grundierung von B genommen hat. Dass alles zudem grundfalsch war und man so ganz bestimmt keine professionelle Lackierung hinbekommt, wird zwischendurch auch auftauchen. Diese undankbare Aufgabe möchte ich Martin hier nicht zumuten, zumal es bereits genügend Anleitungen im Internet gibt. Google kennt sie alle. Gruß Udo


Antwort
Mark antwortete am 29. Dec 2010 um 13:38 Uhr

Hallo Udo, ja, ich kenne bereits einige Anleitungen. Aber ich finde SEIN Ergebnis überzeugend und möchte es genauso machen. Die Meinungen anderer bzgl. der Marken u. Verfahren interessieren mich dann nicht. Deswegen bleibt der Wunsch bestehen, es muss/soll kein Prosa sein sondern nur eine Schrittkette. Wenn das hier zuviel Diskussionen auslöst gerne auch per Mail, wenn Du den kontakt herstellen könntes. (Darfst gerne meine Email-Adresse an Martin weitergeben) MFG


Antwort
Udo Wohlgemuth antwortete am 29. Dec 2010 um 13:58 Uhr

Hallo Mark, das Vorgehen beim Lackieren ist immer gleich: Schleifen, grundieren, schleifen, grundieren, schleifen, lackieren schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, klarlackieren und polieren. Der Rest ist selbsr machen. Wer einen Schritt davon weglässt oder unsauber arbeitet oder zu wenig Geduld aufbringt, kann auch mit den gleichen Produkten, die Martin verwendet hat, kein vergleichbares Ergebnis erzielen. Gruß Udo


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Martin antwortete am 29. Dec 2010 um 20:28 Uhr

Hallo Mark, es ist so, wie Udo schon schrieb: Das Finish wächst in einer schier endlosen Folge einzelner Grundierungs- und Lackschichten. Das Ergebnis hängt dabei mehr von Sorgfalt, Sauberkeit und Geduld bei der Arbeit ab, als von der Verwendung bestimmter Produkte. Ein Detail meiner Methode möchte ich vielleicht noch nennen: ich schleife zwischen den 3 bis 4 Nutzlackschichten fast gar nicht und verwende zum Abschluss keinen Klarlack. Die Idee ist, eine möglichst dicke Lackschicht anwachsen zu lassen und diese erst am Ende zur perfekten Oberfläche zu schleifen, dann mit einem Autohartwachs zu versiegeln und abschließend zu polieren. Wenn es wirklich kompromisslos perfekt werden soll (meine Boxen sind das nicht!), gibt man die Teile aber doch besser zum Lackierer. Wahrscheinlich ist das nicht mal viel teurer, als die ganzen Farbdosen, deren Inhalt doch zum größten Teil als Schleifstaub endet. Gruß, Martin


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Johannes antwortete am 30. Dec 2010 um 10:54 Uhr

Zu solch einem gelungenen paar "Klangmöbel" kann ich dir wirklich nur gratulieren. Klanglich habe ich leider bisher nichts gleichwertiges gehört oder gebaut, deswegen kann ich in dieser Beziehung nicht viel zu deinem Werk sagen. Nach deinem Bericht bin ich mir aber sicher, dass du ein Lob in Bezug auf deine Handwerkliche Arbeit (die kann ich nämlich durchaus beurteilen) mindestens genauso gerne hörst :) Gerade die Lackierung ist (soweit es auf den Bildern zu erkennen ist) wirklich mehr als vorzeigbar geworden. Unterm Strich bleibt mir nur, dir viel Spaß an deinem neuen paar Boxen zu wünschen und auf weitere Bauberichte zu hoffen :) Mit freundlichen Grüßen Johannes

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Tobias schrieb am 01. Jan 2011 um 18:48 Uhr

Hallo Martin, wirklich schöne Boxen hast du da gebaut!!! Besonders zu deinem gelungenen Finish hätte ich noch ein paar Fragen: 1. Um den Materialbedarf abschätzen zu können: Wie viele Dosen Lack hast du pro Box pro Schicht ca. benötigt und wie viele waren es insgesamt? 2. Hast du eine Schicht in einem lackiert oder immer eine Seite und den Rest ab geklebt? Hattest du Probleme mit Sprühnebel? 3. Hast du eine Grundierung/Füller verwendet? Viele Grüße und ein frohes neues Jahr !! Tobias

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Martin antwortete am 02. Jan 2011 um 19:44 Uhr

Hallo Tobias, zu 1: insgesamt habe ich pro Box 2 Dosen (400ml) Spritzfüller und 3,5 Dosen (400ml) Premium Sprühlack weiss seidenmatt verwendet - jeweils in einzelnen Schichten von etwa einer halben Dose pro Sprühgang. Es ist von Vorteil, schnell trocknende Produkte zu verwenden. (jetzt sag ich's doch, ohne dafür werben zu wollen: z.B. Genius Pro aus dem T..m Baumarkt, andere Produkte aus anderen Baumärkten oder dem Farbfachhandel sind sicher ähnlich oder besser geeignet ) Vor dem Spritzfüller habe ich pro Box 1 Dose Molto MDF Grundierung mit der Rolle aufgetragen. zu 2 und 3: ohne Abkleben. Probleme mit Sprühnebel hatte ich nicht. Im Baumarkt gibt es Wechselsprühkappen für die Dosen, mit verschiedenen Düsen für verschiedene Sprühabstände. Die Kanten und rund um die Chassisöffnungen habe ich mit kleinem Abstand (10 cm) und feiner Düse gesprüht, die Flächen mit mittlerer Düse und ca 20-30cm Abstand. Gruß Martin


Antwort
Tobias antwortete am 02. Jan 2011 um 22:11 Uhr

Hi Martin, super danke für deine Antwort! Das sagt mir dass man auch sparsam mit Lack umgehen kann!! :-) Meine ersten Lackiererfahrung habe ich vor kurzem mit der SB15 gemacht. Dabei habe ich pro Box ca. 1 Dose pro Schicht benötigt. Immer mit Abkleben, so dass ich nur die Oberseite lackieren musste. Dadurch konnte ich die Lackschicht etwas dicker auftragen ohne dass sich Laufnasen bilden. Nur mein Lackbedarf von 6 Dosen für die kleinen Böxlein hat mich ein wenig abgeschreckt, wenn ich daran denke mal große Standboxen lackieren zu wollen. Der Tipp mit der zuvor gerollten MDF Grundierung ist auch super, so kann man sich die ein oder andere teure Lackschicht mit der Dose sparen. Ich hatte Dupli Color Premium Lack für teure 12,95 Euro pro Dose verwendet. Wie ich finde ein sehr guter Lack. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Die letzte Schicht habe ich auch mit 2000er Körnung geschliffen und anschließend auf Hochglanz poliert! Habe mir vorgenommen bei Gelegenheit auch einen kurzen Baubericht zu verfassen. Viele Grüße und Spaß beim hören!! Tobias


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Mark antwortete am 03. Jan 2011 um 09:53 Uhr

Hallo Martin, ich bedanke mich dann mal für die vielen Infos bzgl. der Lackierung!! MFG


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Volker antwortete am 04. Jan 2011 um 11:18 Uhr

Hallo, die Box und ihr Finisch sind wirklich super geworden. Was ich zu bedenken geben möchte ist, bei dem Kostenaufwand für Sprühdosen kann man sich auch locker eine kleine Elektrospritzpistole kaufen und "normalen" Lack benutzen.


Antwort
Tobias antwortete am 05. Jan 2011 um 19:55 Uhr

Hallo Volker, auch wenn es nicht hier rein passt. Kannst du Kaufbeispiele nennen oder hast mit einer gute Erfahrungen gesammelt? Gruß Tobi


Antwort
Udo Wohlgemuth antwortete am 05. Jan 2011 um 21:17 Uhr

Hallo Tobi, such mal in der Liste der Artikel nach "Lack und Leder", äääh: "Bau und Lack" ;) Gruß Udo


Antwort
Volker antwortete am 06. Jan 2011 um 12:48 Uhr

Hallo Tobias, das Spitzenmodell des marktführenden Herstellers hat Udo im oben aufgeführten Artikel vorgestellt. Die Einfachmodelle dieses Herstellers kosten etwa so viel wie drei Farbspraydosen. Die sind zwar nicht berauschend, aber so gut wie Spraydosen allemal. Für die gut brauchbaren Modelle muss man etwa den Gegenwert von 6 Spraydosen investieren. Dies macht sich dann spätestens beim zweiten Projekt bezahlt. Wie bei Spraydosen bedarf es aber auch hier natürlich etwas Übung, um ein gutes Ergebnis hinzubekommen. In meiner Berufstätigkeit konnte ich die Erfahrung machen, dass die erzielbaren Ergebnisse mit denen des Druckluftspritzen mithalten können. Gruß Volker

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Erich schrieb am 06. Jan 2011 um 10:11 Uhr

Hallo Martin, abgesehen von der sehr sehr schönen Box, danke für den wirklich gelungenen Beitrag und den guten Schreibstil. Findet man nicht oft. Liest sich super mir gefällt Euer (MArtin/Udo) Stil. Danke für den Beitrag.

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Enrico schrieb am 21. Jan 2011 um 09:56 Uhr

Hi, sieht wirklich nach einem tollen Lautsprecher aus! Was hast du denn für einen Bausatz bezahlt / gegenüber der Phase34 gespart? Hast du die Weiche über Udo erworben? Gruß Enrico

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Dennis schrieb am 21. Feb 2011 um 21:53 Uhr

Hallo Martin, deine Lautsprecher haben mich wirklich inspiriert. Sie sehen wirklich sehr gut aus, aber die Schallwand macht mir Kopfzerbrechen. Normalerweise müßten sich die Kopfkanten des MDF`s nach einiger Zeit durch den Lack absetzen. Kannst du das bestätigen?

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Alexander Kröckel schrieb am 23. Feb 2011 um 07:40 Uhr

Hallo Martin, ich habe selbst eine mehrlagige Schallwand bestehend aus 3 mal 18 mm MDF Platten verleimt gebaut, und oben große Fasen angearbeitet. Danach auch mehrfach selbst grundiert und lackiert. Bei mir kamen aber immer wieder leicht sichtbar die Übergänge der Schichten durch. Hast du dieses Problem nicht mit deiner Schallwand bei diesen vielen kleine Leisten und den Klebekanten zwischen ihnen? mfg Alexander

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Martin schrieb am 21. Apr 2012 um 21:54 Uhr

Hallo zusammen,

nun schaue ich nach über einem Jahr mal wieder hier rein und stelle fest, dass ich die letzten Fragen gar nicht beantwortet habe. Falls das jetzt noch jemanden interessiert:

Die vielen MDF-Kanten an der gerundeten Vorderseite haben sich auch nach vielen Monaten nicht unter dem Lack abgezeichnet, offenbar dank zahlloser Schichten von MDF-Grundierung.

Allerdings ist seitlich die Verbindungslinie von Schallwand und Gehäuse an einigen Stellen unter bestimmten Blickwinkeln und Lichtverhältnissen leicht sichtbar. Hier war ich wohl nicht gründlich genug.
Um das zu sehen, muss man aber tief vor den Boxen knien, und wer macht das schon beim Musikhören.

Sehr ärgerlich war, dass ich zunächst mit einem zu kleinen Bohrer die Löcher für die Chassis-Schrauben vorgebohrt hatte. So haben sich von den Schrauben ausgehend einige feine Risse im Lack gebildet. Mit einem weißen Reparaturwachstift und Polierwatte konnte ich das noch retten.

Beste Grüße
Martin

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