Intro
Endlich war es so weit - das Projekt Lautsprecher, mit denen ich lange glücklich sein will wurde begonnen. Angefangen hatte das Ganze damit, dass ich meine Anlage ein wenig aufbessern wollte und auf die Suche nach feinen Lautsprechern ging. Mein Mitbewohner meinte damals: Bau doch selbst welche! Hmmm.... ich war da schon recht skeptisch, hab mich aber überreden lassen, zumindest ein Paar Brüllwürfel für die Küche zu basteln. Hat Spaß gemacht. Klang prima. Macht süchtig. Über die letzten Jahre hab ich dann immer mal wieder mit einem Paar großen geliebäugelt, war auch in einigen Hifiläden um mir Fertiglautsprecher in der Klasse 2500 / Stück anzuhören. Ja, gut, deutlich besser als das was ich zuhause habe - aber so richtig toll? Auch wieder nicht. Naja, mit entsprechend geschultem Ohr ging ich dann zu ein paar Selbstbauern zum anhören. Feine Sachen dabei! Richtig überzeugt hat mich dann aber eine Hörsession bei Udo. Während seine "kleineren" Modelle im Hoch/Mittelbereicht schon ganz ok waren, hat mir (und dem anderen Besucher) die Duetta die Socken ausgezogen! Vielleicht kann der Bericht ja auch andere Anfänger ermutigen mit dem Selbstbau anzufangen Auf geht’s, viel Spaß beim Lesen – und noch viel mehr beim selber machen!
Bauplan-Erstellung
Nachdem dann der Lautsprecher feststand, die große Frage: Wie soll er aussehen? Wo ich schon mal dabei war, hatte ich übrigens auch beschlossen, einen passenden Center dazu zu entwerfen. Und siehe da: auch dazu hatte Udo was Passendes in der Schublade. Noch ein bisschen die Maße angepasst, damit er auch in mein Billy Regal passt und die Optik zur Duetta hinkommt und los gehts. Nach intensiver Recherche nach verschiedenen Bauformen, in der es die Duetta schon gibt, habe ich mich für eine einteilige Version entschieden. Die ist zwar nach oben hin nicht so schön schlank, dafür aber einheitlich und weniger tief, da das Volumen im oberen Teil mit für den TT genutzt werden kann. Udo hatte mir einen Plan mitgegeben, den er mal für einen Nachbauer entworfen hatte, allerdings durfte der LS damals nicht tiefer als 40cm werden und sollte wegen der Frau so klein als irgend möglich sein. Neee! Wenn schon Duetta, dann mit dem Originalvolumen. Dem entsprechend habe ich dann mal Excel angeworfen und eine Tabelle gebastelt, die einem die entsprechenden Breiten und Tiefen ausrechnet, wenn man die Höhe vorgibt. Heraus kam dabei: bei 110 cm Höhe wird die gute 35 cm breit und 40 cm tief. Prima, in der Breite gibt es auch noch Furnier zu kaufen - und man spart sich das Stückeln - für Hobbybauer mit wenig Werkzeug und Erfahrung sicherlich keine schlechte Idee. Für die Trennung zwischen Ober- und Unterteil habe ich mich für ein schräges Brett entschieden - das hilft stehende Wellen zu verringern und gibt noch ein wenig Stabilität.
Holzzuschnitt und Materialien
Jau, wie soll nu das ganze Holz vor die Hütte kommen? 22mm MDF sagte der Schöpfer, und so soll es nun sein. Vor Baumarktzuschnitten haben schon viele gewarnt, also habe ich mich entsprechend im Netz umgesehen. Auch ene wichtige Frage: wie mache ich die Fräsungen zum versenken der Chassis? Klar, Oberfräsen gibt es manchmal chinesische für wenig Geld - aber ob die dann auch günstig und preiswert sind? Viel schlechtes drüber gelesen und dann folgenden Tipp bekommen: Speakerspace. Da kann man einfach seine Sketchup-Datei hinschicken und bekommt ein Angebot. Zwei Optionen: entweder nur die Fronten fräsen lassen, oder die Luxusvariante: alles zuschneiden lassen, und dann mit Flachdübeln geliefert bekommen - angeblich nicht schwieriger als ein Puzzle zusammenzusetzen. Die Schallwände ohne Fräsung in Buche mpx hätten mich im Baumarkt 36 € gekostet. Mit Fräsung bei Speakerspace dann 68 €. Da war die Entscheidung einfach! So gut wie ne CNC bekomm ich das sicher nicht mit meinem ersten Fräsversuch hin, zumal auch noch Schablonen etc. her müssten. Also: Fronten von Speakerspace. Das Gehäuse selbst allerdings käme im Paar auf 269 statt 80 Euro. Hat hier jemand was von Flachdübeln gesagt?! Wer braucht denn so was! Habe dann die restlichen Bretter im Baumarkt zuschneiden lassen. Hart an der Schmerzgrenze. Die Schnitte nicht 90° sondern 89, Toleranzen von 1 mm etc. war alles mit dabei. Bei manchen Brettern haben sie auch vergessen, die Dicke vom Sägeblatt vom Maß abzuziehen... autsch autsch. Zum Glück hatte ich aber darauf bestanden, dass alle innen liegenden Bretter in einem Schnitt gemacht werden und entsprechend sind alle Fehler durchgängig und Luftdichte ist gewahrt.
Etwas nervig auch, dass manche Platten ein wenig gebogen waren - kriegt man mit entsprechenden Gewichten aber auch hin. Den Winkel im Schnitt kann man überlisten, wenn man das Brett so einsetzt, dass es sich gegen eine Versteifung oder eine andere Wand "lehnt" - dann sitzt es wieder senkrecht und der kleine Spalt wird eh vom Leim gefüllt. Alles in allem sicherlich etwas Mehrarbeit gewesen, aber noch gut genug, um zu sagen, dass das Ergebnis wohl stimmen wird. Kann Baumarkt bedingt empfehlen - wenn man denen oft genug einbläut, dass es ordentlich werden muss. Mittlerweile waren dann auch die Fronten vom CNC da und es konnte losgehen
Verleimung der Gehäuse
Ich habe mit dem Center angefangen - der ist weniger komplex als die auch nicht sehr schwierigen Duettas, aber ich konnte mich schon einmal an den Fugenleim gewöhnen, den Udo empfohlen hat. Gebaut habe ich das Ganze ohne Schraubzwingen - das ist der Vorteil vom Fugenleim. Einfach eine Seitenwand auf den Küchentisch gelegt, Front drauf geleimt, dann den Deckel, die Rückwand und den Boden und die Versteifungen rein.

Beim Deckel draufkleben kann ein wenig Gewicht von oben nicht schaden - so richtig plan war die MDF Platte aus dem Baumarkt nämlich nicht... Naja, ordentlich Leim, damit es auf beiden Seiten rausquatscht, tut den Job dann schon. Beim Center blieb die Front frei, da dort direkt die Schallwand von Speakerspace reinkommt, das aber erst nach dem Furnieren. Jetzt nur noch die Kanten ordentlich schleifen, damit später das Furnier auch überall aufliegt. Vorsichtshalber hatte ich in alle Richtungen einen halben mm überstehen lassen. Kanten schleifen geht immer - wenn das Brett aber zu kurz ist, weil einer falsch gesägt hat, muss man die gesamte angrenzende Oberfläche schleifen. Nein Danke!
Entsprechend dann auch ähnliches mit der Duetta:


Etwas Arbeit war es, das Trennbrett zwischen Tief- und Mittelton so zu Stichsägen und Bandschleifen, dass es die richtigen Winkel hat. Ganz genau ist es nicht geworden, aber wie gesagt - mit ordentlich Leim lässt sich viel auffüllen. Bei der zweiten habe ich dann nachträglich in den Spalt ein Gemisch aus Schleifstaub und Leim gespachtelt - Top! Viel besser als reiner Leim und hält auch ordentlich. Übrigens: nicht vergessen, den Boden zu furnieren BEVOR der Reflexkanal reinkommt - sonst kommt man später nicht mehr dran.
Abschluss Gehäuse
Da kann man bitten und betteln, aber 100% gleich werden die Bretter nie. Also: einmal rundum mit dem Bandschleifer - 120er Papier drauf gezogen und es wuppt nur so. Vorsicht: Bandschleifer pusten nach vorne ordentlich den Staub weg. Wenn man dann den ganzen Staub in der Duschwanne gesammelt hat und den Schleifer falsch hält, verteilt den Staub im ganzen Raum... Gesagt getan. Naja, aber jedenfalls ist das Ganze schön einheitlich geworden und überall eben genug um die Seitenwand willkommen zu heißen (auch hier: ordentlich Leim!). Nach dem Schleifen der Seiten prüft der Mitbewohner noch mal, ob alles auf einer Ebene liegt.
Bevor dann die abschließende Seitenwand auf die Duetta kam, musste ich erst ein wenig Platz für die Töner schaffen. Die Schallwand wird zwar noch aufgeklebt - aber irgendwie muss der Schall ja auch in die Kiste kommen. Wichtig beim Aussägen ist, dass man genug Platz für die Luft lässt, die irgendwie zwischen Magneten und Schallwand auch ins Innere des Gehäuses kommen will. Zum Sägen habe ich mich für die Stichsäge entschieden. Fräse hab ich nicht - und nur für 2 LS eine kaufen fand ich doof. Also, ab in den Baumarkt, Stichsägeblatt für Kreisausschnitte gekauft, Stichsäge auf 45° eingestellt und so gesägt, dass das Loch nach hinten deutlich größer wird. Klar, dass ich dabei auch mal an dem Trennbrett hängengeblieben bin und ein Sägeblatt abgebrochen und das andere verbogen ist, aber die erste Duetta ist gelocht und das Ganze ist recht ansehnlich geworden. Stichsäge mit Kreisblatt definitiv empfehlenswert.



Ein bisschen Verlust ist immer...
Das Endprodukt von all der Staubproduktion


Und drauf mit der Seitenwand - wenn ordentlich Leim in alle Richtungen rauskommt kann man sicher sein, dass hinterher alles dicht ist. Nach ca. 5min mit einem Messer wegnehmen geht am Besten. Innen kann er ruhig drin bleiben. Und jetzt das Ganze noch mal mit der zweiten Duetta. Soweit alles wie gehabt - mit einem Unterschied: die Front war ein bissle nach vorn gebogen. Das habe ich gemerkt, als das Bassreflexbrett nicht richtig reinpassen wollte. Aber mit ein paar Gürteln und kräftig ziehen hat sie sich auf 90° bringen lassen, und nach 24h ist dann der Leim ausgehärtet und hält alles so wie es sein soll.
Schleifen
*Hust* *keuch* *sprotz* würde es wohl bei Donald Duck heissen... Das nächste was nach all der Kleberei auf den Boxenbauer zukommt ist viel Schleifen.
WICHTIG:
Pflicht bei so Badezimmeraktionen sind:
- Staubmaske
- Ohrenstöpsel
Gibt zwar immer wieder ein paar Heinis, die sich für robust halten und denken "echte Männer" brauchen so nen Schutz nicht und Pattex ist gut für die Laune, aber Staub ist doof für die Lunge, man hat extrem schnell die Nase voll davon - und ein Badezimmer hat 4 - 5 schallharte Wände. Der Sound vom Bandschleifer macht schnell was kaputt, und ich will meine Lautsprecher hinterher noch genießen können. Also: Stöpsel rein! Den Center hatte ich mangels Gerätschaft noch per Hand gemacht - und das ist am Ende auch der ordentlichste geworden. Nur: kostet unendlich Zeit und geht auf Muckies. Dafür macht man auch öfter mal ne Pause und schiebt als Entschuldigung "mal kontrollieren" vor. Für die Großen hab ich dann nen Bandschleifer gehabt. Mit nem 60er Papier drauf ist das schon fast ein Hobel - schwupp ist das MDF in feinsten Staub verwandelt - aber man hat auch Ruck-Zuck zuviel weggenommen. Bei einer der Versteifungen innen haben mir auf einmal 3 mm gefehlt - weil ich den Knaben ohne es zu merken schief gehalten hatte.

Hab das Ganze dann mit einer Paste aus MDF Staub und Leim gefüllt und es hält wieder prima. Hier noch mal eine Innenaufnahme von den letzten Verleimungen - immer genug Leim nehmen! Danach dann die letzte Leimaktion - diesmal mit Gurten zusätzlich zu den Gewichten. Und endlich: Der Rohbau steht!
Allerdings ist noch einiges dran zu machen, bevor dann furniert werden kann. Rundum standen einige Schnittkanten 1 - 2mm über. Ist auch zu empfehlen, denn manchmal waren die Bretter ein bissle kürzer als bestellt - und dann ist man froh, wenn man noch Reserve hatte. Nach dem Schleifen bleibt davon nur noch ein großer Haufen feiiner Staub.

Furnieren
Der große Angstgegner heißt: Furnieren. Was kann man nicht alles über die Möglichkeit und Unmöglichkeit des Furnierens im Forum lesen, ja richtige Kriege sind zwischen den Vertretern von Bügelmethode versus Pattex entbrannt - Hausfrauen treten gegen Schnüffler an. Von all dem wollte ich mich nicht beirren lassen. Lackieren fand ich doof - und im Zweifel ist es sogar noch schwieriger einen ordentlichen Lack ohne Staub hinzubekommen als Furnier aufzukleben. Und Holz ist prima, also drauf damit. Ich habe doch tatsächlich bei Templin-Furnier ein wunderschönes Bergahorn bekommen - 16 Blatt zu 43 x 120 cm für 70 € - das reicht für beide Duettas und den Center obendrein! Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig! Stückeln wollte ich das Furnier auf der Duetta nun wirklich nicht müssen - zurecht, wie sich später rausstellte. Den Anfang machte der Center - und zwar die Unterseite, quasi als Übungsbrettchen. Schön mit der Schaumstoffrolle das Furnier und die zu beklebende Fläche einrollen - dabei besonders die Kanten nicht übersehen


Furnier nach ca. 15min Trocknungszeit auflegen und mit schön heißem Bügeleisen auf Stufe 2 aufbügeln. Folgende Reihenfolge finde ich am sinnvollsten: Unten – Hinten – Seiten – Front - Oben. Zwischen den Furniervorgängen muss man das überstehende Blatt abschleifen und die Kante wird dann entsprechend mit dem nächsten Blatt überklebt, so dass dann bei der Ansicht von oben keine Kanten sichtbar sind, und die nach vorne stehenden Kanten werden auch überdeckt. Außerdem kann man bei der Unterseite noch etwas großzügiger mit Fehlern sein, da die eh nicht sichtbar sein wird. Da der Center tiefer als meine max 40cm Furnier ist, muss ich hier stückeln. Und schon das erste Lehrgeld bezahlt und zwar nen ganzen Sack voll. Mein Center wird daher noch mal neu gemacht.
Mit der beschriebenen Methode ging es dann weiter. VORSICHT: irgend ein besonders schlauer Mensch in einem Forum hatte sich den Trick ausgedacht, das Furnier zuerst auf der Sichtseite anzufeuchten, damit es sich beim Einleimen nicht so wellt. GANZ große Klasse, vielen Dank! Durch das Wasser dehnt sich das Furnier gleichmäßig aus und beim Bügeln hat man dann schon fast die Garantie, dass es tief einreißt, wenn es sich wieder zusammenzieht. Die Methode mag vielleicht bei ner kleinen Brüllbox mit viel Glück mal klappen, aber mein eindeutiges Fazit: Finger weg!! Soll sich ruhig einrollen das Furnier - aber auf jeden Fall so trocken wie möglich halten. Wer nass macht, kriegt Risse wie auf dem Bild.
Jetzt die Duettas!
Erste Erfahrung hatte ich ja schon, aber 1,10m bügeln ist doch noch mal was anderes. Der Boden ging ruck zuck ohne Komplikationen. Dann der Versuch auf die ganze Länge Furnier aufzubügeln. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man in der Mitte anfangen soll - stimmt auch - und ich hab dann erst das mittlere Drittel furniert, dann oben dann unten. FEHLER! Das Furnier zieht sich zusammen und klappt dann an der Seite hoch - wenn man es dann mit dem Bügeleisen bezwingt, gibts ein lautes "KRACH" und so was kommt dabei raus
Der nächste Versuch dann mit Furnier beschweren, solange nicht drauf gebügelt wird um ein Hochklappen zu verhindern. Schon besser, es gab nur wenige kleine Risse, aber immer noch nicht das was ich will. Noch mal ein wenig nachgedacht und dann kam die Erleuchtung. Eigentlich logisch, aber da war ich wohl betriebsblind. Vielleicht lag es auch daran, dass ich ein quadratisches Stück Backpapier untergelegt hatte und einfach der vorgegebenen Fläche ohne nachzudenken gefolgt bin. Das Furnier zieht sich entlang der Maserung zusammen, wenn die Flüssigkeit aus dem Leim rausgebügelt wird. Entsprechend muss man also mittig anfangen und AUF DIE GANZE LÄNGE entlang der Maserung bügeln! Zur Sicherheit hatte ich dann die Kanten auch noch mit Tapezierklebeband versteift, damit die sich nicht ausdehnen können und damit wird’s dann astrein.
Wenn das Furnier aufgeklebt ist, hat es sich ausgezahlt, erst mal das überstehende Furnier bis auf 1mm abzuschneiden. Zu dem Zweck lege ich ein Brett auf das Furnier, ein Stahllineal wird hochkant angesetzt und dann vorsichtig mit dem Abbrechmesser geschnitten. Das Stahllineal sorgt dafür, dass man nicht ganz an der Kante schneidet - das Messer folgt nämlich gerne mal der Maserung bzw. franst die Stirnseite ein wenig aus ,daher muss noch etwas "Reserve" bleiben, die dann abgeschliffen wird. Beim Schneiden nur wenig Druck ausüben, lieber ca. 5 Mal entlang schneiden, bis es ganz durch ist. Danach müssen die Kanten mit einem harten Schleifklotz und 100er Schleifpapier abgeschliffen werden. Mehr dazu gibts auch noch auf Udo's Seite.
Wichtige Punkte die ich gelernt habe hier noch mal:
* Furnier NICHT nass machen, lieber einrollen lassen
* Backpapier unterlegen
* entlang der Maserung arbeiten, und zwar auf der ganzen Strecke.
* Kann nix schaden, die Stirnseite mit Tapezierklebeband zu fixieren, bevor man einleimt
* Besonders auf die Kanten achten und zum Schluss noch mal mit leichter Schrägstellung des Bügeleisens richtig fest machen
* Falls sich ein Riss bildet: Bügeleisen weg! Je mehr man dran rummacht, desto trockener - und schlimmer wirds
* Wenn ein Riss startet, wächst er oftmals noch etwas weiter. Das kann man verhindern, indem man den Riss leicht nass macht. Dadurch dehnt sich das Holz wieder und es reisst nicht mehr weiter. Wichtig: auf keinen Fall nass machen, wenn die Stelle noch gebügelt werden muss.
So, und jetzt noch ein paar Bilder vom Ergebnis.
Alles in allem bin ich recht zufrieden. Die Risse hätten sich vermeiden lassen - aber hinterher ist man immer schlauer, und zum Glück ist es nur die Rückseite der Duetta, die sieht man nicht, und zusätzlich ist es unten, ich kann also mit den LS Kabeln noch zusätzlich kaschieren.


Verbrauch: Viele Nerven, ein paar mal an den Kopf gehauen, aber vor allem LEIM!! Alles in allem kann ich die Bügelmetode empfehlen - auch für sehr große Lautsprecher. Pattex muss ich mir nicht geben, wenn es nicht unbedingt sein muss. Ich habe ihn für die Seiten des Reflexkanals benutzt, aber das war schon nervig. Drei der Furnierblätter sind während der Lagerung eingerissen, eins ist mir beim schneiden gerissen - also ordentlich Reserve einplanen - meine 16 Blatt haben grade so gereicht.
Furnieren 2
Beim Center hatte ich den Deckel, der stark eingerissen war, einfach noch mal furniert - hatte mich, weil ich stückeln musste, für Pattex entschieden - ganz dumme Idee! Ich bin bekehrt und bekenne mich jetzt eindeutig zur Bügelfraktion. Diese Stinkeklebepaste hab ich nicht gleichmäßig verteilt bekommen - mit mehr Übung wäre es vielleicht gegangen - aber wofür, wenn das bügeln doch prima klappt. Hab auch mit Furnierklebeband gestückelt - sehr sauber geworden. Die Unterseite mit Pattex ist recht wellig und da die Klebefläche elastisch blieb, hab ich die Kanten auch nicht sauber geschliffen bekommen, wahrscheinlich hab ich mir ne Technik angewöhnt, die nur mit Ponal Verklebungen klappt. Die Oberseite hab ich dann gebügelt und alles prima.
So klappt das Stückeln:
1) Saubere Schnittkante, so dass die beiden Stücke exakt zusammenpassen.
Folgender Trick:
beide Furnierstücke übereinanderlegen, so dass sie ca. 1cm überlappen, dann beide gleichzeitig schneiden - am Besten ging das, wenn ich es mit einem Stahllineal festgezwungen habe, sonst verrutscht alles beim Schneiden. Merken, wo sie übereinander lagen, da es sonst bei den minimalen Abweichungen die entstehen kleine Spalten gibt. Wirklich gebracht hat es aber, das Furnier an der Schnittkante mit 45° anzufasen, einfach mit 100er Schleifpapier. Dann kann man es ein wenig überlappen lassen, mit Furnierklebeband fixieren, aufbügeln (von der Stückelung aus) und dann die 0,1mm die von der Überlappung übrig sind abschleifen. Bin sehr froh mit dem Ergebnis - hätte nie gedacht, dass das so sauber werden kann.
Ein paar Bilder:

Furnier überlappt und gezwungen, so lässt es sich wirklich gleich schneiden (mehr als 99% grade Schnitte bei Furnier sind fast Illusion, daher sollte es gleich schief werden). Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Furnier - auch wenn es ein paar kleine Stellen gibt, die nicht perfekt sind, sind doch viele Unkenrufe (so groß geht nicht ohne Presse etc.) übertrieben gewesen. Ein bissle Lehrgeld war dabei - genug Furnier als Reserve bestellen! Nach ein paar Wochen haben sich noch hie und da kleine Microrisse gebildet - aber außer mir scheint die niemand zu sehen, passt also. Furnier? Gerne Wieder! Danke an Templin für tolles Bergahorn mit 40cm Breite, danke an alle Tippgeber und Gruß an die Bügelfraktion
Schleifen und Oberfläche
Nachdem alle Gehäuse fertig furniert waren, habe ich mich entschlossen, erst einmal den Center komplett fertig zu machen. Erstens damit ich weniger durch die Gegend schleppen muss, zweitens um die Oberflächenbehandlung daran zu üben. Quasi das Gesellenstück, bevor dann die Duetta für die Meisterprüfung ansteht
Während das Furnier schon recht glatt geliefert wurde, war die Schallwand der reinste Rauhaardackel - sie ist bei Speakerspace aus MPX per CNC gefräst worden, tolles Ergebnis, aber noch ein wenig zu schleifen
Sowohl bei Furnier als auch Schallwand hab ich mit 100er angefangen (das F. ist 0,6mm dick und bietet genug Raum dafür), danach hab ich mich Stück für Stück bis zur 240 durchgearbeitet. Das Furnier brauchte nur eine kurze Runde mit dem groben - an der Schallwand sind die 100er Papiere gestorben wie die Fliegen
danach dann 150er, wässern damit die Haare zu Berge stehen, 180er, Wasser, 240, Wasser, 240er - und zack sind die Dinger glatt wie ein Babypopo! 
Ein gut organisierter Arbeitsplatz hilft, einfach nur noch ohne denken vor sich hin zu schrubben. Schön nebeneinander: Schleifpapier, auf Vorrat geschnitten, Schleifklotz aus Kork, Schwamm zum anfeuchten, eine Schleifliste für die Übersicht.
Tipp: Auch hier lohnt sich eine Staubmaske - da kommt ganz schön was zusammen.
Vor dem Aufleimen der Schallwand hab ich noch die Weiche nach Udos Plan zusammengelötet und eingebaut (da konnte man besser hantieren) Die Bauteile sind mit Heisskleber auf ein Brettchen aufgebracht und das Brettchen habe ich ebenfalls mit Heisskleber eingesetzt.


Die Schallwand ist halb versenkt - da ich 22mm MDF habe, die Schallwand aber nur 10mm vom Rand entfernt aufsitzen sollte, habe ich sie von hinten rundum nuten lassen, sodass sie zur Hälfte vor dem Korpus sitzt und zur Hälfte eingeleimt wird:
Furnier behandeln
zu dem Thema kann ich nur zitieren:
„Osmo Hartwachs-Öl kenne ich - und halte es für (meines Erachtens) eines der besten Oberflächenmitteln > ähnlich Kunos (LIVOS) - das ich in meiner 30-jährigen Berufserfahrung (Drechsler&Schreiner) kennenlernen durfte. Den ersten Auftrag auf die geschliffene, entstaubte Oberfläche mit Pinsel oder Lappen satt auftragen und nach ca. 10 Min. das überschüssige Wachs mit einem Lappen entfernen. Das ist wichtig, sonst hast du hernach unansehnliche glänzende Teil-Flächen. Oberfläche gut trocknen lassen (ca. 24 Std. - je nach Raumklima) und mit 320er Schleifpapier ohne Druck zwischenschleifen und gut entstauben. Den 2. Auftrag am Besten dünn mit dem Lappen. Wer es gut meint, macht einen dritten Auftrag. Polieren brauchst du gar nicht - die Oberfläche wird auch so wunderbar.“


Und so sieht dann ein gewachster Center und eine Duetta aus:
Die Schallwand habe ich mit 4 Dübeln auf dem mdf fixiert und mit ordentlich Fugenleim festgeklebt. Dieser Schritt kam nach dem Schleifen und vor dem Wachsen. Juhuuuuu!! Sie sieht gut aus! Leider hat das Furnier noch einiges an Microrissen bekommen, keine Ahnung woran das liegt, aber aus der Entfernung sieht man es nicht und mit ein bisschen Wachskitt passt das dann schon.
Das Ergebnis
Nachdem ich die Duettas an die alte AV-Möhre angeschlossen hatte tat sich eine neue Welt auf . Sogar an dem ollen Ding haben sie alles überstrahlt, was ich vorher bei mir stehen hatte. Unglaublich, einem geht das Herz auf, Sonnenschein pur, Freude! Meine Freundin sagt, sie würde auf einmal ein ganz neues, viel emotionaleres Verhältnis zur Musik haben, auch wenn es während der Bauphase schon ein paar Zweifel ob der Größe gab. Ja, schon nach wenigen Stunden Einspielen waren wir beide in die Duetta verliebt. Der Klang rechtfertigt die Mittel und den Raum, den sie einnehmen. Schon an einem alten, kleinen Verstärker. Wow. Was noch werden wird, wenn die richtige Elektronik dazukommt, kann ich mir nur entfernt vorstellen, aber ich freue mich tierisch darauf
Jeder der die Möglichkeit hat, sollte sich den Lautsprecher mal anhören. Mit Sicherheit braucht man bei Hifi nicht über Objektivität reden - und entsprechend auch nicht behaupten, dass irgendetwas für alle das Richtige und Beste sei - aber subjektiv hab ichs gefunden
Ich hoffe, dass der ausführliche Bericht auch anderen Selbstbau-Einsteigern einiges an Fragen beantwortet und wünsche viel Spaß beim Selberbau. Fertig kaufen kommt nicht mehr in Frage. 
Verdammt war das ein cooles Projekt!!!
Danke Udo, hat riesigen Spaß gemacht – und das Ergebnis ist ein Traum!

Ein Klangvergleich
Nachdem ich zuhause immer noch ein Uraltteil von Verstärker stehen habe, war der Hörtest von verschiedenen "Mittelklasse"-Geräten angesagt. So waren mein Mitbewohner und ich wahnsinnig genug, die Duettas mit in einen Hifi-Laden zu nehmen. Eindeutig kein Spaß war es, die Lautsprecher aus dem vierten Stock nach unten zu bekommen. Irgendwie war es einfacher, die MDF Brettchen einzeln hochzuschleppen. Erst mal: danke Hifiladen, dass wir das so problemlos machen durften.
Die Duetta hat die Amps schon etwas bloßgestellt. Der mir bei voherigen Hörsessions mit Fertigboxen noch extrem gut gefallen hatte, klang gradezu langweilig. Viel besser wurde es dann schon mit dem anderen Verstärkern - ein Wahnsinn, wie schön sich die Bühne aufgestellt hat. Gleichzeitig analytisch klar, aber trotzdem emotional - einfach toll, irgendwann haben wir die Titel einfach nur noch laufen lassen, ohne viel hin und herzuschalten, als wir den passenden Signalgeber gefunden hatten. Klasse, was da für Nuancen entwickelt werden, wie sich die Instrumente hintereinander und nebeneinander aufreihen - die reinste Freude. Mit dem richtigen Amp zaubern die LS gleichzeitig dynamisch und präzise aber auch emotional die Musik in den Raum, da ist nichts dominant sondern einfach nur schön. Selbst ausgewiesene Nicht-Hifiler werden still und genießen den Klang. Ich bin sicher, den richtigen Lautsprecher gefunden zu haben.
Ein anderer Grund, die LS mit zum Laden zu nehmen war aber auch meine Neugierde. Wie würden sich die Duettas im Duell mit Fertiglautsprechern schlagen? Ich hatte schon vorher meine Lieblingslautsprecher in der Klasse 2500 €/ Stück ausgemacht.Ein tolles Teil, ohne Frage. Nachdem wir die Duetta schon ein wenig gehört hatten und anfingen, die Verstärker umzuschalten, habe ich mir den Spaß erlaubt und einfach mal statt den Verstärker auf dem Schaltpult zu ändern die Kauflautsprecher eingeschaltet. Kommentar meines Mitbewohners: "Was ist dass denn für ein S?/§$!? Das geht ja gar nicht?!?!?!!"
Als ich ihn dann aufgeklärt habe, hat er angefangen, laut zu lachen. Dumpf, leblos, schwächlich waren so ein paar Beschreibungen, die uns nach dem Vergleich in den Sinn kamen. Danach haben wir noch ab und zu auf andere LS umgeschaltet und jedes Mal ein fettes Grinsen auf dem Gesicht gehabt. Eine wahre Freude.
Als wir dann mit dem Verstärkertest fertig waren, haben wir sie noch in eine andere Ecke gewuchtet und gegen die Referenz in dem Laden antreten lassen. Die klangen schon schön! Aber bei 10000 € pro Stück sollte man das auch erwarten können. Die Duettas dann dazu gestellt. Sie klingen anders als die Reference, aber kein Stück enttäuschend. Auch wenn wir kein Schaltpult mehr zur Verfügung hatten und entsprechend nicht mehr hin- und herschalten konnten, haben wir beide nicht sagen können welche nun besser sind. Unterschiedliche Klangfarbe: ja, aber Details, Bühne, etc. bei beiden top. Besser oder schlechter? Konnten wir nicht ausmachen. Duetta: immer wieder! Und vor allem jetzt erst mal für lange Zeit!

Udo, Dir noch einmal Danke! für die viele Unterstützung und Hilfe, die weit über den reinen Verkauf hinausging. Toll, dass Du mir mit so viel Geduld, Liebenswürdigkeit und Humor zur Seite gestanden hast.
Liebe Grüße aus Darmstadt,
Matthias
Wenn Du den Bausatz Duetta nun auch nachzubauen möchtest, kannst du ihn bei Intertechnik oder Acoustic Design Wohlgemuth erwerben.


Hallo Matthias, tolles Projekt, aber vor allem auch toller Bericht. Bin scho wieder infiziert. Nach Weihnachten will ich auch an die Duetta ran. Wie lange hat dein Projekt gedauert? Und welchen Vertaerker hast du dir gegoennt und wie ist der vergleich zum alten (Harman AVI200? Hatte ich auch mal). Beste Gruesse nach Darmstadt, Andre (SGN)
moin Andre, danke für die Blümchen - Udo hat auch sehr geduldig immer wieder die unmöglichsten Fragen beantwortet bis sie fertig waren :). Allein das ist schon Grund genug bei ihm zu kaufen. Hinzu kommt noch der wunderschöne Klang. Gesamtzeit: Februar bis Mai, pünktlich zu meinem Geburtstag waren sie fertig. Habe allerdings ausschließlich abends und ab und zu am Wochenende gebaut. am längsten dauert die Oberflächenbehandlung, das Zusammenleimen geht ratz fatz - wenn denn die Bretter grade sind... Die Kerlchen sind übrigens in Küche und Badezimmer entstanden - da soll sich bloß noch mal jemand rausreden von wegen er hätte keine Werkstatt! Alles was man braucht ist ein guter Staubsauger! Für Verstärker kommen für mich 3 Geräte in Frage (ich hoffe, ich darf das hier so schreiben - ist ja nur meine eigene Meinung): für emotionale Menschen die Destiny Röhre - ist im Sommer im Dachgeschoss aber zu Heizkörperig, für Mainstreamer der Cambridge 840 und wer gerne Strom spart und was Digitales möchte kommt eigentlich am PowerDAC von der Hifiakademie nicht dran vorbei - der hat mir noch ne Nuance besser gefallen. Alle drei eine tolle Kombination mit der Du. Vergleich mit dem alten Hermann? Nein.
ach, das sei noch erwähnt... die oben genannten Amps sind alle stereo. Fürs Kino hab ich mir noch ein Auslaufmodell von Denon gegönnt. Der darf aber nur mitmachen wenn ich auch nen Film gucke. Stereoamp dient dann einfach als Endstufe für die Duettas. Fazit: Duetta ist auch SEHR kinotauglich! Ein wunderschöner Bumms (wenn auch manche eventuell den üblichen Brummbrei in den tiefen Frequenzen vermissen könnten)
Hallo Matthias, deine Duetta´s sehen klasse aus viel Spaß damit. Hatte dein Staubsauger diese Aktion schadlos überlebt ? Ich Habe nämlich schon 2 günstigen Vertretern das Genick umgedreht, anscheinend können die den superfeinen MDF Staub nicht ab.
Na, im Bad tuts auch erst mal ein Besen - so arg musste er dann doch nicht keuchen. Bis jetzt saugt er noch! Aber Hut ab: 2 Staubsauger für die Musik geopfert - prima!
Hallo Matthias, wirklich toll sehen deine Duettas aus. Ein kleiner Tip am Rande, wenn du das nächste mal wieder eine große Fläche Furnieren musst, probiere es mal mit aufleimen. Die Box mit der Rolle sowie das Furnier mit Leim benetzen und anschließend das Furnier auflegen und ausrichten. Dann ein passendes Brett auflegen und mit Schraubzwingen festdrücken. Wenn der Leim soweit trocken ist, das Brett runternehmen und die Kanten mit einem schräg angesetzten Bügeleisen andrücken. Mit der Methode habe ich bis jetzt alle großen Flächen problemlos und ohne Risse hinbekommen. Die Bügelmethode empfiehlt sich eigentlich nur für kleinere Flächen. Zur Zeit baue ich die Gehäuse für ein Paar AX-8 HR, die ich auch in Bergahorn Furnier verschönern werde. LG Frank
moin Frank, danke für den Tipp - hilft sicher anderen. Ich hatte da auch drüber nachgedacht - aber dann hätte ich noch mal Hundert Euros in Schraubzwingen investieren müssen... Im Moment gehe ich mal davon aus, dass es so schnell nicht wieder vorkommen wird. Obwohl... Schlafzimmer beschallen?
Hallo Matthias! Gratulation! Schöne Lautsprecher und toller Bericht. Nahezu jeder "Fehler", den Du beschrieben hast, ist mir auch passiert; inkl des tollen Tipps, Furnier von beiden Seiten anzufeuchten. Freut mich, daß es anderen genauso geht! ;-) Auf jeden Fall können die, die Deinen Bericht jetzt vorher lesen, viele Fehler vermeiden - und ich hab auch noch ein paar nützliche Hinweise bekommen! Gruß! Markus
Hallo Matthias, Respekt!!! Tolles Projekt und ein super Bericht! Das Besondere, wie Du schon erwähntest, man kann auch in der eigenen Wohnung Bauen. Das war sicher nicht einfach und macht vielleicht Anderen Mut! Also, es gibt keine Ausreden mehr ;-) Udo hat für alle Ansprüche etwas in der Schublade!
Hallo Matthias, ganz große Klasse, Dein Projekt und Dein Bericht! Solche klaren, sehr gut nachvollziehbaren Tipps und Hinweise findet man ich diversen Büchern nämlich nicht. Habe mir mal ein Buch zum Boxen-bauen gekauft, mit den dortigen Hinweisen hätten man allenfalls Vogelhäuschen basteln können. Eines finde ich aber schon echt fies: ich habe ebenfalls keinen Bastelraum, das war bislang mein wichtigestes Argument, manno... :-) Liebe Grüße Volker
uups :-) schon wieder einer erwischt.... und nicht vergessen - das waren Duetta einteilig - wenn das auf dem Küchentisch operiert werden kann, dann auch jede andere Box hier. 50kg, 1,10m hoch... Nur eins ist wichtig: SEHR tolerante Mitbewohner, Freundin und Staubsauger :) Und natürlich ein Rollwagen uas dem Baumarkt damit man den Krempel auch je nach Bedarf in der Wohnung umherschieben kann. Denne mal los, Volker - schon was ausgesucht was Du bauen willst? :) Wenn Du das Risiko scheust kannst du ja erst mal mit kleineren Lautsprechern für Küche, Bad oder Schlafzimmer anfangen...
Hallo Matthias, ich kann mich den vorhergegangen Kommentaren nur anschließen, tolles Projekt, interessant beschrieben! Ich habe viele wichtige Anregungen erhalten, ich plane ein ähnliches Projekt in naher Zukunft. Meine Fragen: welchen Bauvorschlag hast Du als Rear.Speaker im Einsatz, oder ist es bei den 3 auf den Fotos zu sehenden Einheiten geblieben? Und vermisst Du beim Kino-Erlebnis einen Sub für das Tiefe? Wenn Du einen Sub im Einsatz hast, welchen? Audiophile Grüße, Jean Paul
Moin Jean, lieben Dank! Als Rear habe ich meine alten Lautsprecher von Phonar und einen Infinity Center. Passt nicht wirklich zusammen aber ich nutze sie nur alle paar Wochen mal um nen Film zu gucken und damit sind sie eher unwichtig und wumms machen können sie gut genug. Einen Sub vermisse ich wahrhaftig nicht - bei der Duetta wird mir auch so schon immer Angst und Bange wann denn mal der Nachbar kommt und sich beschwert... also wer nicht in nem 100m² Raum in einem einzelstehenden Haus nen Film gucken will und ne Bauchmassage braucht der kommt definitiv ohne Sub aus. Falls Du aus Raum Frankfurt kommst kannst ja gern mal mit nem Film vorbeikommen. Oder gleich zu Udo :) PS: Angebot an alle, die das so nachbauen wollen: ich habe eine automatische Exceltabelle gemacht mit der man die Höhe Tiefe oder Breite variieren kann, die anderen Maße werden dann so ausgerechnet, dass das Volumen so ist wie beim Original.
Hallo Matthias, Danke für Deine Antwort und Dein Angebot. Bochum ist für mich erheblich näher, als Frankfurt. Deshalb werde ich im Neuen Jahr mal bei Udo vorbeischauen. Unter Umständen komme ich wegen der Excel-Tab noch einmal auf Dich zu. Gruß Jean Paul
moin Jean, dann wünsche ich schon mal tolle Planungszeit - gibt doch nix schöneres als unterm Weihnachtsbaum Lautsprechergehäuse zu entwerfen ;)
Hallo Matthias,
es ist so weit, den Center habe ich fertig, sozusagen als Übungs- und Probelauf. Jetzt soll es bald an die Duettas ran, gestern war ich bei Udo und habe die Hardware erstanden. Könnte ich über Udo Deine Excel-Tabelle erhalten? wäre mir sicher eine große Hilfe, denn ich möchte etwas breiter werden, um die Front andes zu gestalten. Ich bitte Udo einfach, Dir meine Email-Adresse weiterzuleiten. Besten Dank im voraus,
Jean Paul
huch schau an, den post hatte ich gar nicht gesehen - ich guck nur ab und an ganz unten ob jemand was neues geschrieben hat... Excel Tabelle hast Du ja schon bekommen. Weiter frohes Planen und vor allem Guten Bau!
Nachtrag: Heute war ein Kumpel da um mal zu hören wie sie klingen. Zitat: "Ich hab bis jetzt immer gedacht, Jazz könnte man nur live gut hören" Duetta hat ihn eines Besseren belehrt :)
Hallo Matthias, dank deinem Bericht habe ich mich endlich für die Lautsprecher entschieden. Tolles Projekt, gut geschrieben mit mehreren Bildern also Top Ding ;) Nun fehlen mir die Maßen. Habe auch Duetta von Udo gesehen, aber ich wollte gerne Lautsprecher nach deinem Prinzip bauen. Ich würde mich sehr freuen wenn du Bauplan reinstellst oder Maßen anschreibst. Ich bedanke mich in voraus!
moin Alexander, freut mich sehr! Dann hat sich das Schreiben des Berichts ja auch gelohnt - und die Zeit die Udo in mich und die Duettas investiert hat kommt auch langsam an ihn zurück. Ich hab sogar noch viel mehr als einen Bauplan für Dich: eine komplette Excel Tabelle die Dir automatisch ausrechnet was passiert wenn Du die Front noch etwas weniger breit machst oder die Höhe anpassen willst, die anderen Maße werden immer entsprechend angepasst damit das Originalvolumen dabei herauskommt. Einstellen kann man Dateien hier aber wohl nicht - und ich freue mich ja auch mitzubekommen wenn sich wieder jemand daran wagt. Meine Emailadresse möchte ich nicht ins Internet stellen um Spam zu vermeiden, aber wenn Du an Udo eine Mail schreibst wird er diese sicher an mich weiterleiten und ich antworte Dir dann. Liebe Grüße Matthias PS: Nach "meinem" Prinzip wäre übertrieben, ist alles abgesegnet und ist immer noch Udo-prinzip- allerdings mit anderem Erscheinungsbild. PPS: Bevor Du Dich endgültig entscheidest welche Form Du nimmst: Denk auch über das Finish nach. Furnier gibt es nur in bestimmten Breiten und was in min 40*110 zu finden war nicht einfach, 50*100 dürfte fast unmöglich sein - also ein Faktor bei der Gehäuseauslegung falls man nicht Orangenhaut draufmalen will oder nen Lackierer zur Hand hat oder Folie nimmt oder Furnier stückeln kann :)
Das ist nett von dir! Danke für deine Hinweise, und du hast wirklich Recht, Furnier in solchen Größen nicht ganz so einfach zu finden ist. Ich bin gerade beim überlegen ob ich doch mit Farbe und Lack das ganze beschichten werde. Also, da muss ich mich noch schlau machen. Ich wollte noch mal Fragen wegen zwei Sachen, und zwar; - wo bringt man am besten die Frequenzweiche hin, an die Wand oder am Fußboden? - wie sieht es mit Dämpfung aus, hast du da was rein getan, oder reicht es wenn ich Dämpfung an die Wände anbringe? PS/ ich werde unbedingt an Udo schreiben, und mein eMail Adresse übergeben.
moin, gerne! Email ist schon unterwegs. Frequenzweiche hab ich auf eins der Versteifungsbrettchen geklebt - da kommt man durch das Loch vom Tieftöner ganz gut dran. Am Boden der Box find ich nicht gut weil sie da dem Reflexkanal im Weg sein könnte Was genau meinst Du mit Dämpfung? Trittschallplatten oder so hab ich keine eingeklebt - bringt laut Udo wenig außer viel viel Arbeit. Hab einfach die mitgelieferte Watte rein und gut ist - das reicht so absolut. Was wirklich was bringen wird ist wenn ich mein Zimmer ordentlich gedämpft hab - aber das dauert noch ein bissl. Würd an Deiner Stelle die Lautsprecher so aufbauen wie von Udo empfohlen - mit der Form wie Du sie willst und kein Extrahokuspokus reinmachen. Verwende Zeit Geld und Energie besser auf Deine Raum. Oh, und du wirst feststellen dass die Duetta dankbar für erstklassige Verstärker ist. Entweder eine Destinyröhre - oder nen herkömmlichen - wo 1000-2000€ nicht übertrieben sind. Aber nicht erschrecken - sie klingt auch an nem Billigverstäörker schon phänomenal - aber dann nutzt man nicht das ganze Potential aus.
noch Besser: Lass Dir einfach alles bei Speakerspace http://www.speaker-space.de/ in Multiplex zuschneiden. Das kostet zwar etwas mehr - aber im Nachhinein wäre es das evtl doch wert gewesen. Dann hast Du ein Puzzle was Du nur noch zusammenleimen musst. Und das MPX hat ne erstklassige Holzoberfläche die Du dann "nur noch" schleifen (das ist ein Haufen Arbeit, aber bei Furnier auch nötig) und dann mit Hartwachsöl behandelst. Wird mit Sicherheit viel Besser aussehen als Lack - und Du hast echtes Holzfeeling. Das Ganze dann auf Gehrung (oder mit schönen Multiplex Sichtkanten) wird erstklassig aussehen!
Habe alles von dir gekriegt, dafür bedanke ich mich! Das mit dem Excel tolles ding! Soo nun bin schon beim zusammen kleben! Und bis es klebt, habe ich Zeit um hier noch weitere Fragen zustellen. Da ich nicht im Holz Bereich ausgebildet bin, komme ich nicht klar mit einigen Sachen. Ist es möglich die Schassis ohne Fräsmaschine versenken? Da ich es keine besitze, kaufen lohnt sich glaube nicht, gibt es eine andere Möglichkeit die Schassis auf Platz zukriegen? Ehhmm vielleicht mieten? Und noch, möchte auch gerne die Kanten abrunden, oder unter Winkel abarbeiten. Gibt es da irgendwelche Tipps and Tricks wie man das machen kann? Weil mit der Schleifpapier werde ich bis zur nächsten Weihnachten schleifen. Die Sache mit dem Speakerspace währe vielleicht in meinem Fall doch mal nicht verkehr. Aber von Anfang an war es so geplant das ich alles selber mache. Und im Endeffekt selbstgebautes ist lieber und näher.
moin :) Also, bei all den Wünschen kommst Du wohl nicht drumherum noch mal 100 € in eine Fräse zu investieren. Macht Spaß und ist auch nicht soo schwierig - musst aber auch noch nen Fräszirkel besorgen etc. Mieten? Mal im Baumarkt fragen. Kanten abrunden etc. macht man auch alles mit der Fräse. Ich frag mal nen Kumpel von mir wo er seine her hat - vielleicht postet er es hier. Einzige Alternative: Speakerspace. Excellente Arbeit - und glaub mir: Die sind mir immer noch nah und lieb und selbst gebaut genug ;) So ordentlich wie die das da machen bekommt das unsereins nie im Leben hin. Einfach die Schallwand in Multiplex ordern und gut ist - lege ich Dir sehr ans Herz - und dann kannst Du von denen auch gleich die Fasen und Rundungen an der Schallwand mitmachen lassen. Die Pfuschlösung wäre es, die Chassis aufzuschrauben und das Loch mit der Stichsäge (spezielles Sägeblatt!) zu machen. Aber sowas tut man bei der Duetta nicht. Manche Leute behaupten auch dass der Klang dann anders ist. Kanten abrunden: Auch hier erst überlegen was für ein Finish Du willst. Kanten massiv abrunden und dann furnieren halte ich für riskant. Erst furnieren und dann abrunden ist quatsch weil dann wieder das furnier weg ist. MDF beizen ist zwar möglich aber wird eigentlich nur ordentlich wenn Du auf Gehrung baust - oder Schattenfugen einfräst - sonst sieht man die Stirnseite vom MDF viel zu deutlich
moin, hab die Details zur Fräse geschickt bekommen: Die Fräse heißt POW X093. Hersteller ist Router 'Power Plus'. . Ist ein Belgisches Untenehmen das wohl gerade auf den deutschen Markt drängt. Letztes Jahr hatte ich die Fräse noch mit Glück gefunden, jetzt gibt es sie sogar bei Amazon.
ach sooo, noch was vergessen! Zum beschichten des Holzes: habe gehört das man mit dem Beize oder so was kommt man gut zur einem schönem Ergebnis. Das Problem ist, dass ich nicht weiß welche und was für eine Beize da nehmen muss. Mit Farbe so ne Birke.... Dunkle Kirsche... . Na ja, weißt du da vielleicht etwas davon?
moin, hmmm, keine eigene Erfahrung, außer dass ich eigentlich die Schallwand in Mahagoni beizen wollte. Hab ich dann aber shcön gelassen weil nix ordentliches bei rumkam. Holz natürlich ist für mich am schönsten! Wichtig: Érst mal Probe machen (Innenseite oder wegwerfstück). Danach mit Hartwachsöl von Osmo behandeln - erst dann sieht man wie es wirklich wird - guck mal meine Fotos, da ist noch einiges an Saftigkeit und Glanz dazugekommen - ich hab die Duettas nach der Behandlung nicht mehr wiedererkannt so schön war das. Beize gibt es auf Wasser und Lösungsmittelbasis. Wasserbasis finde ich im Innenraum besser, man muss aber aufpassen womit man sie danach behandelt - sonst löst sich evtl wieder was. Lass Dich im Baumarkt - oder noch besser im richtigen Farbenmarkt beraten. Übrigens: Was meinst Du eigentlich mit "Holz" ?? Baust Du in MDF oder in Multiplex auf?
Nachbaupack an Nowan ist unterwegs :)
und Marcus plant auch fleißig die letzten Details...
Udo, vielleicht würde es Sinn machen, auch den Bauplan und ggf. Fotos für die einteilige Duetta in den Original-Magazinbericht mit aufzunehmen?
Hallo Matthias,
den Bauplan kann man bei mir anfordern. Das erspart mir den Zeitaufwand für die Änderung des Artikels.
Gruß Udo
Danke für die prompte Antwort. Das erleichtert meine weiteren Planungen.
Gruß,
Nowan
Die sehen mal richtig edel aus. Hat was vom 80er Flair :)
Dank Dir für die Blumen, hab lang rumprobiert und Varianten überlegt, Ziel war sie wenigstens optisch nen Tick schlanker zu machen... 80er Flair kann ich nicht so gut beurteilen, da war ich noch in der Grundschule und noch nicht so auf Hifi aus ;)
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