Alles begann mit einer ausgiebigen Suche nach den optimalen Lautsprechern für mein durchaus knappes Budget. Über ein ¾ Jahr hatte ich viele Fertiglautsprecher von namhaften Herstellern getestet, jedoch wollte sich die richtige Zufriedenheit nicht einstellen. Schließlich bin ich auf der Webseite von Udo und Intertechnik gelandet, obwohl Lautsprecher selber bauen für mich eigentlich kein Thema war. Erstens habe ich mir die handwerklichen Fähigkeiten nicht zugetraut und zweitens habe ich den „selbstgefrickelten“ Boxen per se jede wirkliche Qualität abgesprochen.
Die Seite aber hat mich neugierig gemacht: sehr verständlich war der Boxenbau beschrieben und die Meinungen zu den Lautsprechern, die ich in einigen Foren gefunden habe, überzeugten mich dann, mal bei Udo vorbei zu fahren. Nach zwei Besuchen und einigen Lautsprechern die ich dort gehört habe, war für mich dann sehr schnell klar, dass ich es doch mal mit dem Boxenbau versuchen muss. Spätestens als ich den direkten Vergleich zu Hause mit meinemüberall so hoch gelobten Markenlautsprecher machen konnte - Udo war so freundlich und gab mir eine Duetta Top Light zum Probehören übers Wochenende mit – hatte ich keine Wahl mehr: Die Selbstbau-Box spielte, obwohl eigentlich viel günstiger, in einer ganz anderen Klasse.
Also nichts wie die Fertiglautsprecher verkaufen, damit das Geld für die SB 18, für die ich mich mittlerweile entschieden hatte, da ist. Der Verkauf ist mir gelungen, aber leider waren die Chassis für die SB 18 aufgrund der großen Nachfrage nicht sofort lieferbar. Ich nutzte dann die Zeit, um das Gehäuse zu bauen. Das Design der Nextel 18 ist mir beim Durchstöbern von Udos Seiten direkt aufgefallen, weil es optimal zu dem allgegenwärtigen Ikea Billy Regalen im Raum passte, den die Lautsprecher später beschallen sollten. Aufgebaut habe ich das Gehäuse mit 18 mm Grobspan, die ich bei dem „Fuss“ doppelt verleimt habe und den ich eigentlich nur in Mahagoni beizen wollte. Der Effekt von gebeiztem Grobspan gefiel mir zwar sehr gut, passte aber leider wiederum gar nicht mehr zu den Regalen.
Also habe ich die Lautsprecher mit Nussbaum furniert – hätte ich mir eigentlich den Grobspan sparen können - mit wasserlöslicher Pulverbeize behandelt und zum Schluss mit Holzwachs versiegelt. Trotz ein paar kleiner Kämpfe zwischendurch muss ich sagen, dass Löten, Leimen, Chassis versenken und das Verschönen der Lautsprecher wirklich auch für den ungeübten Heimwerker gut machbar sind. Die Boxen haben sicherlich ein paar kleine Schönheitsfehler, aber alles in allem bin ich – und sogar die weiblichen Beteiligten bei uns im Haushalt – mit dem Resultat sehr zufrieden.
Nun dauerte es alles in allem 6 Wochen vom Verkauf der Fertiglautsprecher, bis die Chassis geliefert und ich die Zeit gefunden habe, die Lautsprecher fertig zu stellen. Dementsprechend war ich dann gespannt. Und was soll ich sagen: Die Boxen angeschlossen, den Verstärker und CD Player in Betrieb genommen und dann mein erster Eindruck: Unspektakulär. Und das ist auch zugleich Ihre große Stärke.
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Markus
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