Bifrost mit Seas Excel ist doch auch High-End!
Ein Bericht von Chris
Hallo Leute,
ich melde mich nun auch einmal, um meine Erfahrungen im Selbstbau zu schildern.
Ich baue in unregelmäßigen Abständen Lautsprecher seit meinem 16. Lebensjahr. Nun bin ich 46 und habe den Spaß immer noch nicht verloren, im Gegenteil, ich freue mich immer wieder, neue Chassis zu verbauen und den Klang zu erleben.
Vor einem halben Jahr war es dann so weit, als die alten Boxen meines Freundes „auf“ waren. Mit den Worten: „Bau mir doch was mit richtig gutem Klang und Dampf unten herum“, startete er meine Suche.
Auf Udos Homepage war gerade ein Testbericht der Excel Bifrost zu lesen. Der Bericht über diese LS hörte sich richtig gut an und so bestellte ich den Bausatz bei Intertechnik. Für untenherum und als gute Boxenständer gesellte ich noch zwei aktive Subwoofer zu den Edellautsprechern.
Mein Bauvorgang ist eigentlich immer derselbe: Das Außengehäuse wird von mir komplett auf Gehrung geschnitten. Eine Platte erhält vorher die Ausfräsungen für die Chassis. Der Fräszirkel ist dabei Gold wert! Dann werden die Außenwände verleimt und mit Gurten verzurrt. Zwischendurch schiebe ich die Inneneinteilung in das offene Gehäuse. Dann kommen die Deckel drauf und das ganze Teil hat dann keine umlaufenden Kanten. Nach dem Trocknen wird mit dem Tellerschleifer (80er) die Box von Überständen und Leimresten befreit. Dann bekommen die Kanten eine Fase oder Rundfräsungen. Als sehr komfortabel hat sich das Aufrollen eines Klarlackes mit 20%iger Verdünnung erwiesen. Dieser zieht tief in das MDF ein und härtet es aus.

Danach wird mit 180er Papier das MDF fastblank! Nun kann man mit dem eigentlichen Lackieren schon beginnen, meistens ohne einen einzigen Spachtelanteil. Diese Lautsprecher brachten wir allerdings zum Autolackierer, der alle 4 Gehäuse für 400€ lackiert hat. Wie man sieht, hat der Lautsprecher wirklich den Lack verdient!

Als erstes gehen meine fertigen Lautsprecher immer zu „Berti“. Mein Freund hat Ohren, sensibler als die einer Fledermaus! Seine Anlage besteht aus CD Player, Vor- und Endstufe von Symphonic Line und „Medea2“ (je 3 Biegewellenwandler und 2 aktive Sub´s pro(!) Seite). Angeschlossen haben wir nur die Bifrost ohne jeglichen Subwoofer, um den „wahren“ Klang der Boxen herauszuhören. Mit den üblichen CD´s von Lofgren, Melua, Pink Floyd über Keb Mo, Club des Belugas, Quadro Nuevo, Kari Bremnes bis zu ZZ-TOP und unbekannten Reggae-Größen ging unsere Hörsession. Bertis Mundwinkel gingen immer tiefer und ich wurde unsicher. Meine Frage „stimmt etwas nicht“? wurde mit: „Naja, ich denke die Bifrost klingen etwas lebendiger und doch ….besser oder anders!“ beantwortet. Das war es also! Der direkte Vergleich: richtig teure LS aus dem HiFi-Laden mit den Selbstgebauten. Der Preis für dieses Selbstbauprojekt ist schon relativ hoch, dafür können die Bifrost es auch mit „Kollegen“ aufnehmen, die glatt das Zehnfache kosten!
Der Klang der zierlichen Bitfrosts ist einfach unglaublich! Der Bass kennt keine Kompression und läuft bis hin zu wahnsinnigen Dynamik-Sprüngen. Der Hochtöner löst derart fein und „edel“ auf, dass es eine Freude macht, jedwede Art von Musik zu hören! Mit den Subwoofern wird das ganze System dann auch heimkinotauglich.
Auch andere Mütter haben schöne Töchter, es muss nicht immer nur Eton sein ... oder?
Euer Chris
Wenn Du diesen Bausatz nun auch nachzubauen möchtest, kannst du ihn bei Intertechnik erwerben
War der Sub-Woofer dabei oder hat der nichts mit der Bifrost zu tun? Wenn ja, was für ein Gerät ist das? Ich suche immer noch einen würdigen Nachfolger für meine alte Pontus.
Hallo Georg, der Subwoofer hat mit der Bifrost nichts zu tun. Er wurde nur benutzt, um die Bifrost auf Ohrhöhe anzuheben. Gruß Udo
Ihre Frage...
Hallo.Wie lang ist Port Bassreflex?Herzliche Grusse.Slawek
Hallo Slawek, laut Bauplan ist das Reflexrohr bei 7 cm Durchmesser 18 cm lang. Gruß Udo
Danke Udo.
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