Boxenfindung
Jörgs (kurzer) Weg zur Duetta Top
Anstoß zur Suche nach neuen Boxen (für mein Arbeitszimmer, ca. 22qm) war natürlich, dass ich neulich kleinere Lautsprecher hörte, die mir vom Klang sehr gut gefielen (Hersteller und Preis tut hier nichts zur Sache). Auch war der Unterschied der Standboxen im Wohnzimmer und zu den bisher im Arbeitszimmer platzierten Regallautsprechern so groß, dass hier ein befriedigendes Hören kaum möglich war. Da besagte Standboxen bereits ein Bausatz mit Eton Bestückung war (allerdings über 20 Jahre alt), schaute ich mich im Netz nach entsprechenden Bausätzen um und stieß auf Udos Seite. Seine anschaulichen Klangbeschreibungen vermittelten bereits, in welche Richtung sein Geschmack und seine Anforderungen an Lautsprecher gingen - und stimmten, zumindest in der Theorie auch mit den Meinigen überein. Der Weg nach Bochum ist von Düsseldorf nicht weit, also nichts wie auf zum Probehören.
In Frage kamen Kompaktlautsprecher oder kleinere Standboxen, also hörten wir uns mit den einfacheren beginnend in die leider teureren Gefilde hoch (was Udo immer so alles an Testmusik „ertragen“ muss). Und es kam, wie es kommen musste: zu dem Eton ER4 gibt es für Liebhaber von Musik mit akustischen Instrumenten (und vielmehr noch bei Stimmen und Gesang) kaum eine Alternative und so wurden es die Duetta Top.


Nun musste das Ganze „nur“ noch in eine ansehnliche Form gebracht werden. Ich stellte mir ein furniertes Gehäuse mit umlaufend abgefasten Kanten vor und einem möglichst neutralen Ständer. Doch vor der schönen Arbeit am Gehäuse mussten ja noch Frässchablonen zum Einlassen der Chassis gebaut werden (hier finden sich Gott sei Dank brauchbare Anleitungen für einen Fräszirkel im Internet und Udo hat eine schöne Vorlage für die rechteckige Schablone zum Einlassen des Hochtöners).

Eine weitere Hürde war mein lausiges Können beim Verlöten der Weichenbauteile, aber mit viel Schweiß und Fluchen habe ich auch das - etwas später - hingekriegt.
So, der spannende Moment der ersten Probe kam und natürlich tat sich an dem einen Lautsprecher nichts, und der Andere klang nur dumpf. Also noch mal alles aufgeschraubt und die Anschlüsse kontrolliert und die Weiche Bauteil für Bauteil mit dem Schaltplan verglichen - ein Kontakt war ab und an der anderen Seite ein Kondensator falsch verbunden!
Auf ein Neues: Es klang - und wie. Bereits vor der obligatorischen Einspielzeit war klar ich hatte mich in Udos Proberaum nicht verhört. Die Duetta Top gaben alles wunderbar wieder: Stimmen klar und akzentuiert, Instrumente detailreich und kraftvoll und eine Räumlichkeit, wie ich sie noch nicht erlebt habe. O.K. nicht nur Lobhudelei. Eindeutig negativ ist, dass ich meine CD-Sammlung nun viel kritischer in gut und schlecht eingespielte Aufnahmen einteile.
Jörg