Es begann wie so oft, wenn nach einem schönen Wochenende, gefüllt mit Musik aus den entliehenen Testboxen, der Montag den Alltag wieder einläutete. Boris hatte die SB 18 einem häuslichen Test unterzogen und alles für realistisch befunden, was er in meiner Klangbeschreibung gelesen hatte. Die Durchzeichnung und das harmonische Zusammenspiel der SBAcoustics-Chassis hatten ihn mächtig beeindruckt. Nun ist sein Hörraum aber recht groß und ausreichend Platz für eine Standbox ist vorhanden. Wenn er einstmals die berühmte Fee träfe, würde er sich als einzigen der drei Wünsche nur noch ein wenig mehr Druck im Bass erbitten, dann hätte er seine Box gefunden. Damit er darauf nicht bis in alle Ewigkeit darauf warten muss, erfand ich für ihn die SB 36.
Die Bestückung
Bekanntlich ist Größe relativ und auch in einem großen Zimmer gibt es durchaus mehr hinzustellen als ein Paar ausgewachsene Lautsprecherboxen. So winkte Boris gleich ab, als ich ihm vorschlug, pro Seite einen SB29NRXC75-6 unter die SB 18 zu stellen, der in knapp 90 reflexabgestimmten Litern einen -3dB-Punkt von unter 30 Hz verspricht. Zu groß, befand er, mehr als die Stellfläche der SB 18 könne er nicht opfern und viel tiefer muss gar nicht sein, nur noch etwas mehr Luftbewegung. Damit war der Aufbau der Boxen klar und ich musste nur noch einen zweiten SB17NRXC35-8 in die SB 18 malen, in der als Hochtöner der mindestens zweimal seinen überaus günstigen Preis werte, ferrofluidfreie SB26STC-C4 sein Werk tut.
Das gibt mir endlich auch einmal die Gelegenheit mit einer alten Hoffnung aufzuräumen, die viel zu oft an Doppelbass-Systeme geknüpft wird. Durch das zweite Chassis erhält man nicht mehr Basstiefe, wenn nur das Volumen verdoppelt wird. Trotzdem wird das meist beim direkten Vergleich so empfunden. Die größere Membranfläche bewegt mehr Luft, die auf einer breiteren Front auf den Zuhörer zukommt und so druckvoller wahrgenommen wird. Aha, das war doch der Wunsch an die nette Fee und so entstand aus der SB 18 die SB 36. Das Anhängsel gibt, wie es der Zufall will, zugleich die Menge an umbauter Luft in Litern an.
Die kompletten Datenblätter samt Messwert-Download findet der interessierte Leser in der Ausgabe Dezember 08. Zwar wurde zwischenzeitlich die Membran des BMT optisch leicht geändert, sie wird nun ohne graue Flecken und dadurch etwas neutraler in einheitlichem Schwarz geliefert, die Parameter des Chassis sind trotzdem im Rahmen der normalen Toleranzen nahezu identisch geblieben.
Das Gehäuse
Auch zu der Gehäuseart “Doppelbass” gibt es ein paar Dinge zu sagen, wofür wir uns an dieser Stelle auch einmal die Zeit nehmen wollen. Zum einen wird immer wieder darüber gestritten, ob denn jeder Bass eine eigene Kammer besetzen muss, damit er auf ein exakt definiertes Volumen arbeiten kann, oder ob beide Bässe sich besser ein Häuschen teilen sollen. Nach meiner Erfahrung spielt das klanglich keine wahrnehmbare Rolle, selbst wenn physikalisch daraus minimale Unterschiede entstehen. In meinem Fall erachtete ich den Vorteil des gemeinsamen Reflexrohres, das sich zu Gunsten geringerer Probleme bei der Aufstellung auf der Front befinden sollte, als ausschlaggebend für einen ungeteilten Aufbau.
Die zweite Frage, die beim Entwurf einer Box mit zwei Bässen geklärt werden will, gilt der Chassisanordnung. Beliebt ist die D’Appolito-Optik, bei der die parallel laufenden Bassmitteltöner den Hochtöner in ihre Mitte nehmen. So entsteht für den Zuhörer quasi eine Punktschallquelle, da sich der Schall aus allen drei Chassis auf Höhe des Hochtöners trifft. Daraus entsteht die wunderschöne Raumabbildung, fü die auch Breitbänder gerühmt werden. Zwei Nachteile stehen diesem Aufbau entgegen: Ober- und unterhalb der Hochtönerachse wird der Schalldruckverlauf recht wellig, weil unterschiedlich lange Laufwege vom unteren und oberen Mitteltöner zum Ohr des Zuhörers in einigen Frequenzen zu Einbrüchen führen. Somit muss die Box so hoch gebaut werden, dass der davor sitzende Musikkonsument genau auf den Hochtöner schaut.
Die Alternative ist der fast klassische Aufbau der Chassis, bei dem die beiden Bässe übereinander unter dem Hochtöner wackeln. Wegen der nun vorgegebenen unterschiedlichen Abstände zum Ohr wird der untere Treiber nur als Tieftonergänzung genutzt, der obere überträgt zusätzlich die Mitten. Diese Schaltung nennt man landläufig Zweieinhalb-Wegebox. und bringt den Vorteil mit, dass je nach Auskopplung des Stützbasses der untere Stimmbereich leichter nach eigenem Geschmack mehr oder weniger betont werden kann. Dies war mein Kompromiss, der auch wegen der geringeren Bauhöhe sofort von Boris akzeptiert wurde.
SB36Bauplan als Sketchup-Datei
Mein Aufbau des Gehäuses gehorchte einmal mehr der Devise: Mach es so leicht wie möglich. Vier identische Bretter als Front, Seiten und Rückwand, sowie zwei dazu passende Deckel und Böden ließ ich mir pro Box aus schwarz gefärbtem MDF zuschneiden, wegen der geringen Innenfläche und des hohen Gewichts der Platten konnte ich sogar ruhigen Gewissens auf Versteifungen verzichten. Im Gegensatz dazu machte sich Boris etwas mehr Arbeit und bastelte sich auf ein Innengerippe gerundete Seiten, die er mit Erlefurnier beklebte. Auch Front und Rückwand wurden mit Kanten und Rundungen verziert und als Kontrastprogramm geschwärzt. Leider hat er von seiner aufwendigeren Holzarbeit keine Fotos gemacht, so müssen sich meine Leser wieder einmal mit meiner Dokumentation der Klebevorgänge begnügen.
Viele Worte muss ich nicht mehr schreiben, wenn es um das Verkleben von sechs Brettern mittels Fugenleim geht. Daher nur zur Verdeutlichung die Reihenfolge: Auf die Front klebte ich die erste Seite, den Deckel, den Boden und die zweite Seite. Der Leim wird immer auf der Schnittkante aufgetragen, die einzelnen Bretter bündig gegeneinander ausgerichtet. Nach Trocknung des Leims werden die Boxen sorgfältig geschliffen, damit später keine Kleberreste nach dem Auftragen des Klarlacks sichtbar werden. Um die Schnittkanten ein wenig unauffälliger zu machen, habe ich sie mit einer Schattenfuge von den angrenzenden Platten abgesetzt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich auch die Front nicht von der optischen Auflockerung verschonte. Für diese Arbeit habe ich mir vor vielen Jahren einen Bündigfräser mit dreieckigem Grad gekauft, im Einsatz ist er im Artikel zur FirstTime 10 in Ausgabe Februar 09 zu sehen. Auch das Ausfräsen der Chassisausschnitte ist dort bebildert, so spare ich mir weitere Erklärungen. Drei Lagen Acryl-PU-Klarlack von Hornbach spritze ich mit meiner Wagner W 660 auf das Holz, einen Zwischenschliff mit 240er Schleifschwamm machte ich per Hand. Das Ergebnis ist in Anbetracht des geringen Aufwandes mehr als nur zufriedenstellend.
Die Weiche
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Nicht schlecht sieht der Frequenzgang der beiden parallel geschalteten SB 17 aus, wenn wir die heftigen Welligkeiten oberhalb von 900 Hz einfach ignorieren könnten (grün). Sie sind das Resultat des schon weiter oben angesprochenen, verschiedenen Abstands zum Mikrofon, das bei den Messungen das Ohr ersetzt. Eine große Spule vor dem unteren Bass, deren Wirkung schon ab 100 Hz zu sehen ist, nimmt die Zacken weg. Sie kann für die “Einstellung” der Stimmwiedergabe genutzt werden, mit einem größeren Wert klingen Männer schlanker, mit einem kleineren fülliger. Wir haben wie immer den goldenen Mittelweg als neutralen Kompromiss gewählt und empfehlen dem Nachbauer hier selbst einmal zu testen, was bei ihm zu Hause am besten passt. Keine Sorge, dabei kann nichts kaputt gehen, bei Spulen kann man keine Zufuhrdrähte abbrechen.
Während ich mich bei der SB 18 noch mehr oder weniger an den Schaltungsvorschlägen von SBAcoustics orientiert hatte, ließ ich meiner eigenen Phantasie bei der Entwicklung der Mittelhochton-Abteilung der SB 36 freien Lauf. Der obere BMT erhielt einen Tiefpass (ein Filter, das tiefe Frequenzen passieren lässt) aus einer Corobar-Spule mit übergelegtem MKP-Q4-Kondensator, der die Spitzen oberhalb von 3,5 kHz absenkte, und dahinter einen glatten Elko parallel zum Chassis. Genauso viele Bauteile wir die beiden großen Chassis bekam der Hochtöner vorgeschaltet, dessen Pegel von zwei Mox-4-Widerständen abgesenkt und mittels Kondensator und kleiner Luftspule vor zu tiefen Frequenzen mit 12 dB/ Oktave unterhalb von 2,8 kHz geschützt wurde. Der Summenfrequenzgang hängt um 3 kHz etwas durch, das verdanken wir der Schallwandbreite, von der die rundum abgestrahlten Hochtonsignale nicht mehr reflektiert werden.
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Wie gut die Weiche abgestimmt ist, lässt sich in der Addition der Amplituden unter 0, 30 und 60 Grad ablesen, bei der alle Senken und Überhöhungen nahezu ausgeglichen sind. Für Leute, die ihre Ohren mit Röhren verwöhnen, haben wir natürlich auch noch die Impedanz geglättet.


Die Bauteile haben wir zur Verdeutlichung der Schaltung auf den Weichenplan gelegt, daneben ist sie auf ein Holzbrett geklebt und verlötet. Wer es etwas aufgeräumter mag, kann sie auch auf einer universellen Lochrasterplatine aufbauen. Die drei Bauteile der Impedanzkorrektur finden den besten Platz innen oder außen am Terminal, zu dem sie parallel geschaltet werden.
Mit fünf Beutel Sonofil ist die Menge an Dämmstoff recht groß. Wie es unterzubringen ist, zeigt der Dämmplan, für den hier kein Platz vorhanden ist.
Der Klang
Wer könnte es mir wirklich übel nehmen, wenn ich trotz völlig neuer Weichentopologie meinen Text aus der Klangbeschreibung der SB 18 ungekürzt und nur um den Zusatz: “noch etwas druckvoller!” ergänzt in allen Einzelheiten übernähme? Zutreffender kann der nur um einen Bass ergänzte Bausatz kaum beurteilt werden. Und doch, eine etwas andere Qualität bietet die SB 36 schon, denn sie ist tatsächlich noch ein gutes Stück erwachsener geworden, unten rum ein wenig druckvoller und scheinbar tiefer reichend. Auch wenn die SB 18 schon sehr glaubwürdig die Musik abbildet, findet sie selbstverständlich ihre Grenzen im direkten Vergleich mit der großen Schwester. Die zitierte Kesselpauke war ein Stück größer und hatte natürlich noch mehr Druck, trotzdem verlor die SB 36 nichts von der feinen Durchzeichnung, die der kleinen Einbassbox das in ihrer Preisgruppe doch sehr ungewöhnliche Prädikat “Bluesklasse” einbrachte. Weder im Bass noch in den unteren Mitten zeigte die SB 36 irgendeine Form von Dicklichkeit, die leider allzu oft den Spaß an der Musik verdirbt. Dass Sänger im Laufe vieler Jahre trotzdem an Statur gewinnen, verriet die schlanke Standbox deutlich, als Leonard Cohen sein berühmtes “Suzanne” einmal als Studioaufnahme und direkt im Anschluss, aber vierzig Jahre später “Live in London 2008” so sang, als wäre er selbst als Zeitreisender zweimal nach Bochum angereist. Einst ein junger Mann mit schon durchaus sonorer Stimme hatte er hörbar nur darauf gewartet, mit nunmehr 75 Jahren und eine halbe Oktave tieferer Stimme noch eindrucksvoller die Geschichte der jungen Dame aus dem Hafen von Montreal neu zu erzählen. Hervorragend an die untere Abteilung angepasst zeigte sich hierbei der Hochtöner, der ruhig und ohne jede Spur von Aufdringlichkeit selbstvergessen seinen Teil zu der großartigen Darbietung beitrug. Nicht weniger als zweieinhalb Stunden lang Emotion pur zauberte der alte Mann und grandiose Künstler mit seinen poetischen Texten und eher einfachen Melodien in den Hörraum, ich habe jede Minute davon genossen.
Udo Wohlgemuth
Die Technik
SB 36

Nicht versteckt werden soll die SB 36-Variante von Boris, das hätte sie nicht verdient. Statt eines Rohres bevorzugte er einen Schlitz unter der Front als Reflexauslass, die Schallwand wurde mit schwarzem Kunstleder bezogen.
| Chassis | 2 x SB17NRXC35-8 | Holzliste in 19 mm MDF pro Stück: |
| SB26STC-C4 | ||
| 95,0 x 22,0 (4x) Front/ Rückwand/ Seiten | ||
| Vertrieb | Intertechnik, Kerpen | 18,2 x 22,0 (2x) Deckel/ Boden |
| Konstruktion | Udo Wohlgemuth | |
| Frästiefen: | ||
| Funktionsprinzip | Bassreflex | Bassmitteltöner: 6 mm |
| Nennimpedanz | 4 Ohm | Hochtöner: 3mm |
| Dämmstoff: | 5 Beutel Sonofil | |
| Terminal | Polklemme K 30-AU | Holzzuschnitt MDF schwarz: 40 Euro |
| Reflexrohr: | BR70/HP ungekürzt | |
| Kosten pro Box: | ||
| Bausatz ohne Holz | 230 Euro |
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Zu kaufen gibt es den Bausatz “SB 36” bei




Hallo Udo, nach der aktuellen Vorstellung der SB 240 und aufgrund der Gehäusegröße ist der WAF gegen Null (-seufz-). Nach dem Motto "still got the blues" nun eine Frage zur SB36. Ist es nicht möglich, bei gleicher Frontbreite und größerem Volumen (Höhe + Tiefe) einen klassischen 3-Wege LS mit mehr Tiefgang (2 x SB17) und MT "SB12NRXF25-4" zu kreieren? -Oder eine FT8 mit 2 x "SB12NRXF25-4" und seitlichem SB23? Besten Dank für die Rückmeldung...
Hallo Claas, auch durch ein größeres Gehäuse ist der Gewinn im Tiefbass nicht gerade groß, dafür ist mehr Membranfläche nötig. Auch keinen erkennbaren Vorteil bietet ein zusätzlicher Mitteltöner, den braucht der SB 17-8 nicht, um sauber an den Hochtöner angeschlossen zu werden. Eine Kombination aus SB 23 und 2 x SB 12-4 erfordert das Hintereinanderschalten der 12er, um ein Impedanzminimum von 2 Ohm zu vermeiden. Auch das ist keine Option, die mir gefällt. Außerdem mag ich den SB 23-8 nicht gewaltsam so tief trennen, damit er in die Seite eingebaut werden kann. Er verliert dadurch einen erheblichen Teil seiner Qualitäten, die er bei Trennung um 350 Hz wie bei der SB 23/ 3 ausspielen kann. Gruß Udo
Hallo Udo, vielen Dank für die ausführliche Antwort. -Eine SB23/3 mit schmalem Gehäuse würde doch, - bedingt durch den veränderten buffle step-, auch eine Anpassung der Frequenzweiche bedeuten?
Hallo Claas, das ist zu vermuten, überprüfen könnte ich es nur nach dem Aufbau eines Testgehäuses. Gruß Udo
Hallo Wie sind die Maße für die Aussparungen am Hochtöner. MfG Tomas
Hallo Tomas, auf beiden Seiten brauchst du eine Aussparung von 0,8 x 3 cm für die Anschlussfahnen des Hochtöners. Gruß Udo
Hallo, 2 Fragen zur SB36, kann ich den 2ten TT bedenkenlos über den HT setzen und welchen Querschnitt hat der BR-Kanal(ich finde nur eine Längenangabe zum BR70/HP)?
Hallo Rainer, der Bass kann auch nach oben rücken, dazu muss die Weiche nicht zwangsläufig geändert werden. Allerdings hätte ich in einer solchen Konstruktion beide Bässe parallel geschaltet, statt den unteren mit einer großen Spule früher herauszunehmen. Das BR70/ HP hat 38 cm² Öffnungsfläche. Das entspricht einem Durchmesser von 7 cm. Gruß Udo
Danke :) Die TT beide voll laufen zu lassen würde ich lieber vermeiden, ich bevorzuge etwas mehr Bass ;)
hallo udo, mir wurde auf hifi forum.de eine sb36 wie auch eine sb240 angeraten. nun stellt sich für mich die frage ob ich wirklich soviel für eine box wie die sb240 ausgeben will. habe vor mich mit einem gebrauchten Thorens td320 oder 280 und einem denon pma720 oder 1560 einzudecken. da ich selber tischlermeister und künstler bin müsste ich für holz und zuschnitt kaum was rechnen da diese materialgrößen eher zu resten zählen. gruß wolfgang
Hallo Wolfgang, zu den Verstärkern kann ich nichts sagen, doch bei den Plattenspielern ist der TD 280 keine Alternative zum 320. Ob du besser die SB 36 oder die SB 240 damit versorgst, hängt von der Raumgröße ab. In 12 m² wär die SB 240 viel zu groß, in 24 m² und größer genau richtig. Die Gründe, aus denen ich die beiden Boxen entwickelt habe, sind in den Berichten genannt. Nun musst du aussuchen, welche für dich eher zutreffen. Gruß Udo
Hallo Udo, Hat die verschiedene Anordnung der Bässe der Varianten im Aufmacherbild des Artikels eine klangliche Auswirkung? Die Länge des Bassreflexschlitzes kann man ja sicherlich auch analog zum Bassreflexrohr wählen, oder sollte man da kürzen? Gruß, Jörg
Hallo Jörg, beide Bauweisen sind klanglich identisch. Rohr und Kanal haben die gleiche Tiefe. Gruß Udo
Hallo Udo, Eine Frage habe ich noch: Du schreibst weiter oben von 70mm Durchmesser des Bassreflexrohres = 38cm² Querschnitt. Wenn ich mir das HP70 anschaue, komme ich nur auf ca. 29cm² Querschnitt. Oder zählt für die Umwandlung in einen Kanal wirklich nur die Öffnungsfläche ganz außen? Vielleicht mache ich mir einfach zu viele Sorgen, aber so ein Kanal ist ja nicht so leicht zu ändern ;-) Schönen Gruß, Jörg
Hallo Jörg, als Maß nehme ich die Öffnungsfläche und habe dabei noch keine Fehlabstimmung bemerken können. Rein theoretisch müsste für Kanal und Rohr andere Korrekturfaktoren einfließen. Doch praktisch führt die einfache Umrechnung zum gleichen Ergebnis. Gruß Udo
Hallo Udo, mir gefällt die SB36 sehr gut, ich plane auch den Nachbau. Eine Frage hätte ich aber noch Dich... Ich hätte gerne ein getrenntes Gehäuse, also die SB18 und den zweiten TT in ein eigenes Gehäuse ala Verity-Audio. Kann ich dazu den zweiten TT im unteren Gehäuse auch auf die Rückseite setzen? Ist die Trennung dazu tief genug, oder wäre hier die SB240 passender (also beide TT auf die Rückseite)? Grüße Markus
Hallo Markus, der untere Bass würde auf der Rückseite zu erheblichen Phasenproblemen im Mittenberich führen, da er bei etwa 200 Hz mit nur 6 dB ausgekoppelt wird. Das gleiche gilt auch für die Bässe der SB 240. Ich sehe auch keinen Grund dafür, den Fehler anderer Hersteller meinen Bauvorschlägen anzutun ;) Getrennte Gehäuse kannst du natürlich trotzdem bauen, dann sind pro Bass 18 Liter nötig. So hast du auch die Möglichkeit, selbst zu testen, welche Klangunterschiede durch den Bass auf der Rückseite entstehen. Gruß Udo
Hallo Udo, danke für Deine schnelle Antwort. Mir wäre halt die Umsetzung mit dem TT auf der Rückseite optisch sehr entgegen gekommen... Geteilte Gehäuse möchte ich auf jeden Fall bauen. Eine tiefere Trennung des zweiten TT ist für dieses Problem auch nicht die Lösung, oder? Das würde dann wohl den Klangcharakter der SB36 ändern? Hättest Du sonst noch Tips für mich, wie ich (optisch) so etwas umsetzten könnte? Danke und viele Grüße Markus
Hallo Markus, eine tiefere Trennung führt zu weniger Pegel in den unteren Mitten, was Stimme ausdünnt. Tipps zur Optik kann ich dir nicht geben, wenn du mir aber eigene Pläne schickst, kann ich sie auf sinnvolle Umsetzung des SB 36-Konzeptes prüfen. Gruß Udo
Hallo Udo, ok, ich glaube ich hab es verstanden. Es würde also bei einer Ausführung mit Basstreiber auf der Rückseite, nur eine echte 3-Weg Konstruktion funktionieren, wo sich keine Schallanteile auf Chassis der Front und der Rückseite aufteilen? Also eine SB15 oder SB18 und ein SB29? Könnte man denn bei einer SB36 die SB18 Tops auch geschlossen bzw. mit kleinerem Gehäuse bauen und den Tieftöner auf der Rückseite tiefer spielen lassen. Also als 3-Weg System ähnlich einer SB23/3?
Hallo Markus, du hast es doch noch nicht verstanden. Mit Bass hinten würde nur eine Zweiwege-Konstruktion mit sehr tief getrenntem Subwoofer funktionieren. Doch solch ein Verbrechen am guten Klang würde ich nicht begehen können. Wenn es dir um die Optik geht, nimm billige Chassis, denen auch der völlig unsinnige Einbau nichts von ihrer Klangqualität rauben kann. Gruß Udo
Hallo Udo, Du hast natürlich recht, wenn es den Klang beeinflusst, dann bleibt der zweite Bass auf der Front. Bei der Optik kann ich Kompromisse eingehen, wenn aber der Klang darunter leidet, dann ist das fauler Kompromiss. Danke für Deine Tips! Grüße Markus
Hallo Udo, nachdem ich bei der Vorbereitung des Gehäuses bin, habe ich noch eine Frage zur BR Öffnung (-hast Du bestimmt schon 100 x beantwortet-): Bei gleicher Querschnittsfläche "rund" / Rohr zu "eckig" / Schlitz bleibt die Länge gleich? - Boxsim gibt mir bei der Umrechnung bei gleichem Querschnitt von Rohr auf den Schlitz eine Länge von 19,5 cm aus... ? -Danke für die 101. Antwort... -Gruß Claas
Hallo Claas, das Problem bei Boxsim ist, dass es keine Erfahrung im Boxenbau hat und daher versuchen muss, mit nicht ausreichenden Informationen die Wirklichkeit nachzubilden. Das Reflexrohr ragt frei in die Box hinein, wobei es sich nach hinten konisch verjüngt, der Kanal ist an drei Seiten durch Wände gebildet. Das ergibt theoretisch einen anderen Korrekturfaktor für die Länge, in der Praxis passt aber die Umrechnung der Öffnungsfläche bei gleicher Länge des Kanals. Gruß Udo
Hallo Udo, Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. -Deine Praxiserfahrung ist sicher der bessere Lehrmeister... -und einfacher zu handhaben ist die Umrechnung auch. -Gruß Claas
Hallo Udo,
bin als Anfänger mit der Needle gestartet.
Nach den überaus positiven Erfahrungen mit der Qualität der kleinen
Needle möchte ich nun einen Schritt weiter gehen und die SB 36 bauen.
Zu den SB 36 habe ich noch folgende Fragen:
Verändert sich der Klang (Bass) sehr, wenn ich die SB 36 auf einen 20 cm hohen Sockel stelle?
Oder würdest Du da eher abraten?
Weiter überlege ich, ob ich der SB 36 Spikes oder Gummifüßen verpassen sollte um Sie auf meinen Parkettfußboden zu stellen. Kannst Du mir da einen Rat geben? Spikes oder Gummifüße oder eine andere Variante oder besser einfach so auf den Parkettfußboden stellen?
Gruß Uwe
Udo empfielt immer Gummifüße, ich selbst bin mit Duetta auf Spikes und Granitplatte drunter auch zufrieden - hab aber noch nicht mit Gummiklang verglichen.
was die 20cm angeht: einfach ausprobieren und dann berichten :)
Hallo Uwe,
es stimmt, ich bevorzuge Gummifüße, die vom Boden entkoppeln. Doch auch was Matthias zu beiden Fragen vorschlägt, hat Hand und Fuß.
Gruß Udo
Danke Matthias und Udo für die schnelle Antwort.
Werde beide Varianten der Füße ausprobieren. Bis dahin wird es noch ein wenig dauern, da ich erst im Mai das nötige Kleingeld habe. Werde dann aber berichten. Bis dahin Uwe
Würde die Box auch gut als D'appolito laufen?
Hallo Johann,
das erfordert eine andere Weiche. Du kannst aber auch den unteren 17er als Bass und den oberen als Bassmitteltöner laufen lassen.
Gruß Udo
Hätte das irgend einen Vorteil im Vergleich zu der normalen Anordnung?
lg
Johann
Hallo Johann,
wenn das einen Vorteil hätte, wäre die Box sicher so aufgebaut.
Gruß Udo
Könnte es im Hinblick auf eine individuelle Anpassung des Basspegels der SB 36 Sinn machen, den unteren Bass (evtl. auch ein zusätzliches Exemplar) aktiv, d.h. mit regelbarer separater Endstufe zu betreiben?
Hallo Mario,
teste es aus und berichte. Ich müsste dazu ungeprüfte Vermutungen äußern, die selbst nach einem eigenen Test nur meine Meinung widerspiegeln können. Technisch ist das einfach zu bewerkstelligen, du musst lediglich ein Biwiring-Terminal einbauen und den Bass separat verkabeln.
Gruß Udo
Moin Udo,
ich fürchte ich hab einen Kumpel infiziert - er möchte sich ein SB Heimkino bauen.
Gehe ich recht in der Annahme, dass ein SB 36 Center in der Schublade ist und sich ohne größere Schmerzen realisieren lässt?
Dabei geht es natürlich wie immer um die Optik... schlechter klingen als ne SB 18 sollte der aber natürlich nicht.
Hallo Matthias,
wie du weißt, ist meine Schublade sehr groß. Es passte auch ein SB 36-Center hinein ;)
Gruß Udo
Sehr gut - da soll mal einer sagen auf Deine Schublade wäre kein Verlass...
geb ich mal so weiter, mal sehen wann er sich entscheidet :) Sammel schon mal fleißig Chassis zusammen...
Hallo, gibt es für die Variante mit Schlitz auch eine Sketchup Datei?
Hallo Frank,
die SB 36 mit Schlitz und gerundeten Seiten hat Boris gebaut. Dafür hat er sich selbst nach den Vorgaben der eckigen Version eine Zeichnung erstellt, was auch dir mitHilfe des kostenlosen Sketchup recht einfach gelingen sollte. Dafür musst du zwar etwa eine Stunde Zeit zum Einarbeiten opfern (Tutorials gibt es mittlerweile zur Genüge im Internet), aber danach kannst du dir eine individuelle Box entwerfen, die sonst niemand besitzt. Auch das ist ein großer Vorteil des Selbstbaus ;)
Gruß Udo
hmm, ich glaub der Link hier könnte eine wertvolle Entscheidungshilfe sein...
nicht dass das auf Dauer verloren geht...
gleiche Chassis wie die SB 36 aber ein anderes Gehäuse - und die Weiche dürfte auch anders - aber wahrscheinlich nicht anders wertig sein:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=104&thread=17136&postID=13#13
Der Wahnsinn! Seit 15min sind meine fertig und ich staune schon beim Radiohören!
Baubericht wird folgen, aber vllt erst, wenn das endgültige Gehäuse fertig ist.
Hallo ich bin drauf und dran mir auch ein paar SB36 zu bauen. Aus Platzgründen muss ich sie aber leider 2-3 cm in der Höhe kleiner machen. Wirkt sich das auf den Klang aus?
(Firefox scheint Probleme mit dem Forum zu haben ...)
Hallo Meiko,
hast du dir schon einmal das Aufmacherbild am Anfang dieser Seite angesehen? ;)
Gruß Udo
PS: Ich habe nicht gezählt, wie oft ich schon geschrieben habe, dass die Form der Box in weiten Teilen frei wählbar ist. Offenbar war es mindestens einmal zu wenig.
Hallo Udo,
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ;)
Ja das hast du oft geschrieben, jedoch dachte ich immer, dass du das Volumen schon nach bestimmten Kriterien ausgewählt hast. Und dann stellt sich die Frage wieviel % man davon abweichen darf/sollte bis es einen nennenswerten Unterschied gibt
Hallo Maiko,
wenn ich schreibe, dass 5 bis 10 % in beide Richtungen möglich sind, müsste ich auch die Umwelt bedingungen wie Temperatur und Luftdruck angeben ;)
Gruß Udo
Hi Udo,
nach unserer letzten Hörsession, bei der Alex seine zweiteilige SB36 dabei und vorgezeigt hatte, kam die Frage auf, ob der BMT/HT-Bereich seitens der Frequenzweiche 100% identisch mit der SB18 ist. Andersrum: Den reinen TT-Bereich in ein weiteres 18L-Gehäuse mit dem entsprechenden Tiefpass, kann das denselben Effekt haben wie ein einteiliges Gehäuse? Ich weiß gerade nicht, ob Alex dann zwei BR-Gehäuse verwendet hatte (oder das eine geschlossen wurde)? Ist es nicht so, dass wenn BMT und TT gegen dasselbe Volumen arbeiten, der BR andere Dimensionen haben müsste? **Nase rümpf**
Nette Grüße, Andreas.
Hallo Andreas,
die SB 18 habt ihr nicht gehört, sondern nur das Oberteil der SB 36. Unter die SB 18 bei gleicher Weiche nur einen weiteren Bass zu packen hätte wenig Sinn.
Gruß Udo
Hi Udo,
dahin ging ja meine Frage, also in die Theorie der Bassreflexgehäuse: ob das Oberteil der SB36 identisch mit der SB18 ist. Und ob es einen Unterschied macht, die "zweiten" 18L mit eigenem BR und TT und TT-Weichenzweig einfach zur SB18 hinzuzufügen.
Oder andersherum: Und wenn man die SB36-Weiche nimmt, macht es einen Unterschied BMT/TT in jeweils eigenen 18L zu haben mit eigenem BR oder diese in einem gemeinsamen 36L-Volumen mit nur einem BR.
Ich vermute, dass "pro Töner" nur das Volumen des BR relevant ist?
Grüße, Andreas.
Bide Teile waren mit BR.
Ob beide Töner im selben Volumen sitzen oder in zwei verschiedenen hat wohl vor- und Nachteile die sich aber so ziemlich ausgleichen, steht glaub ich in den Grundlagen was zu drin.
Am Ende ists mehr ne religiöse Debatte als ne wichtige Entscheidung :)
Aber sehr beruhigend dass die SB18 anders kann als ne halbe SB36 :-)
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