Duetta Oval - ein Gehäusebausatz mit besonderem Reiz
“Nun”, sagte Franz Thomaier, Schreinermeister aus Karlsfeld, völlig zu Recht, “Duetta gehört zum Besten, was der Selbstbau zu bieten hat. Warum musst du sie dann in zwei so schlichte Kästen stecken?” Die Antwort war einfach: Damit sie leicht nachzubauen ist. Ein wesentlicher Nachteil des Selbstbaus ist die Tatsache, dass ausgefallene Formen nicht am Küchentisch entstehen können, dafür benötigt man spezielle Werkzeuge, die dem Heimwerker nicht zur Verfügung stehen und der Baumarkt kann dabei nicht helfen. CNC-Zuschnitte mit passgenauen Steckfugen, perfekten Fräsungen und gebogene Seiten sehen sicher besser aus, entsprechen auch eher der heute gängigen Mode. Das hat Franz sich auch gedacht und das Ganze einteilig und sogar als Holzbausatz konzipiert. Neben der Ausführung in MDF roh (495 Euro/Stück) bietet er auch eine Variante mit schwarzer Front, Deckel und Rückwand, sowie furnierten Seitenteilen an. Damit fällt beim Aufbau am häuslichen Küchentisch nicht einmal Staub an. Hierfür berechnet er 555 Euro für das Stück

Gut verpackt kam bei mir der Bausatz an, als besonderes Schmankerl waren alle außen sichtbaren Teile bereits mit DD-Lack überzogen. Die Innenteile waren ordentlich beschriftet, nummeriert und mit eindeutigen Richtungspfeilen versehen, so fiel es mir schwer, beim Aufbau Fehler zu machen.

Das Zusammenstecken des Halt gebenden Innengerippes begann mit dem Fugenleim-Auftrag in der ersten Vertiefung, in der richtigerweise eine “1” stand, und dem Aufsetzen des Bodens der Mitteltonkammer.









Innerhalb von zehn Minuten wäre der Rohbau fertig gewesen, wenn ich mich nicht auch noch hätte fotografieren müssen.



Spanngurte und eine Klemmzwinge halfen beim Einbau der Seitenteile. Sie pressten alle Holzteile so fest aufeinander, dass der Leim seinen Job des Verklebens artgerecht ausführen konnte. Die Box steht dabei nicht etwa vor Begeisterung auf dem Kopf, sondern weil es die Arbeit erleichterte.





Nachdem der Boden stramm auf dem restlichen Korpus saß, war klar, dass weder Franz noch ich Pfusch am Bau verbrochen haben. Auf Rat des Schreiners verwendete ich zum Aufkleben von Rückwand und Front einen PU-Kleber, der bei Luftkontakt langsam aufquillt und daher nicht vollflächig aufgebracht werden muss. Die Zurrbänder verhinderten, dass sich die Platten dadurch von der Box abhoben.

Den herausgequollenen Leim konnte ich leicht mit einem Holzbeitel entfernen, bevor ich die Weichen, den Dämmstoff und die Chassis einbaute. Natürlich habe ich auch das Terminal nicht vergessen.
Die Holzzuschnitte werden von der Schreinerei Thomaier geliefert, die passenden Duetta-Bausätze gibt es nur bei Intertechnik und mit selektierten Weichen-Bauteilen bei Acoustic Design Wohlgemuth


Veröffentlichen Sie hier Ihre offenen Fragen zu diesem Artikel. Unser Experte Udo Wohlgemuth und viele der regelmässigen Besucher dieser Webseite können Ihnen vermutlich schnell weiterhelfen.