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Ich hatte mich schon länger über den Klang meiner PC Lautsprecher geärgert und war deswegen auf einen separaten Verstärker mit Mischpult und ein paar Billigboxen umgestiegen. So konnte ich auch in meinem Computerzimmer meine alten Schallplatten und Kassetten anhören.
Eines Abends stolperte ich dann über die Seite von Udo Wohlgemuth. Eigentlich hätten mir die Micro 2006 für den geplanten Einsatz am PC mehr als gelangt, aber ein Freund brauchte für seine Halle eine Anlage, so fiel dann doch die Wahl auf die Mystery Party mit 2 Sub´s. Als die Chassis bestellt waren, überzeugte mich mein Freund, lieber gelb durchgefärbtes MDF zu nehmen.
Dann habe ich meinen mittlerweile schon etwas verstaubten Lötkolben ausgepackt und mich über die elektronischen Kleinigkeiten hergemacht, den Spruch von Hausmeister Krause in den Ohren ``Ordnung muss sein``, habe ich alle Bauteile auf einer Platine angerichtet. Fragt lieber nicht, wie sie von hinten aussieht. Für einen Lötlegastheniker wie mich war das Schaltbild aber so besser zu übertragen und ich konnte die Platine auf Leisten geklebt besser auf das Versteifungsbrett der Satelliten schrauben. Wir haben die Seitenwände der Satelliten zu Udo´s Bauplan 5 Millimeter und bei dem Sub 19 mm tiefer bemessen, um die Front zum Schutz der Chassis etwas nach hinten setzen zu können. Dann sind sie beim Transport zur nächsten Party auch ohne Schutzgitter etwas geschützt und ich konnte dem Sub noch einen 20 mm Rahmen mit Akustik-Bespannstoff gönnen.
Nur mit Wachs poliert sehen die fertigen Box schon so salonfähig aus, dass ich sie lieber bei mir im Wohnzimmer als im Computerzimmer aufstellen würde. Aber da hat leider meine Frau auch noch ein gewichtitges Wörtchen mitzureden.
So nun aber genug zur Optik. Obwohl sie ja in der Spaßklasse von Udo angesiedelt sind, machten sie meinen vorhandenen Lautsprechern im Wohnzimmer sehr starke Konkurrenz. Denn als ich schnell die Dire Straits mit Money for Nothing auf meinen Dual 731 Q legte, war ich sehr angenehm überrascht, wie präzise die Bassdrum rüber kam und erst einmal die Gitarrensoli von Mark Knopfler. Man konnte fast sehen, wir er in die Saiten griff. Bei Alan Parsons Mystery and Imagination B-Seite war ich stark der Versuchung nahe, aus dem Fenster zu sehen, ob das Gewitter nicht live bei uns auf dem Hof stattfindet. Aber auch Sade hauchte ihren Smooth Operator so sanft heraus, dass es ein schöner, langer Musikabend wurde.
Als mich ein Kollege fragte, ob ich die Anlage nicht zur musikalischen Untermalung seiner Hochzeit mitbringen könnte, hatte ich dann endlich die Gelegenheit die Mystery-Party auf ihrem Sub in einem großen Saal aufzustellen. Was soll ich sagen, der Plattenleger, der anschließend kam, hätte lieber meine Boxen statt seiner Plastikeimer nehmen sollen !!
Wie man auf dem Bild mit dem Sub sieht, habe ich aber schon mal aus dem übrig gebliebenen MDF die Gehäuse der Mikro 2006 in Angriff genommen, die dürfen dann ins Wohnzimmer. Bin schon gespannt ,wie die kleinen sich dann anhören werden.
Gruß Rolf
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