Im Frühjahr diesen Jahres war es endlich soweit. Die letzten Überbleibsel des Umzugs aus dem Sommer 2008 waren beseitigt. Die Inhalte aller Kartons hatten ein neues Zuhause gefunden, der Keller war mit Regalen bestückt worden und alles verstaut, die Möbel (auf-)gebaut und insgesamt alles Notwendige zur Einrichtung der neuen Wohnung erledigt. Doch schon nach wenigen Wochen stellte sich der "Heimwerker-Entzug" ein und die Suche nach einem neuen Projekt begann. Der Lautsprecherbau hatte mich zwar schon des Öfteren gereizt, aber an die Umsetzung hatte ich mich bisher nicht getraut, auch mangels einer ordentlichen Begründung oder Ausrede für den Start eines solchen Unterfangens. Nachdem nun in der neuen Wohnung jedoch der Fernseher keinen Einzug mehr ins Wohnzimmer gehalten hatte, sondern dort ein kleiner Beamer samt Eigenbau-Leinwand unterbracht worden ist, befand sich das TV-Gerät mittlerweile im Schlafzimmer und sorgte dort mit seiner stattlichen Röhre für einigen Unmut. Nach einigen Versuchen, die Röhre irgendwie annehmbar zu platzieren, fiel schließlich der Entschluss, das alte Gerät durch einen modernen Nachfolger in TFT-Technik zu ersetzen. Ein perfekter Ausgangspunkt - für mich - um neben dem "Upgrade" des Bildes, auch das des Tons anzugehen.
Nun bekommt man ja bei den üblichen Handelsketten mittlerweile so einiges nachgeworfen. Doch was genau ein superbilliges 5.1 System aus Hartplastik mir bringen soll, war mir schon immer schleierhaft. Ausserdem hätte ich keine Lust gehabt ordentlich Kabelkanäle und Lautsprecher zu platzieren und in dem Zuge erstmal wieder für Verwüstung zu sorgen. Schließlich sollte es ja kein Heimkino werden, sondern zum gelegentlichen Nachrichtenschauen, dem faulen DVD-Serien-Sonntag im Bett oder zum Radiohören etc. ausreichen. Ich erwartete also keine musikalische Glanzleistung und keinen Surround Sound mit Kinoqualität, sondern ein ordentliches Upgrade über die im TV verbauten Schallproduzenten.
Da ich zuvor schon interessehalber ein wenig zu dem Thema Lautsprecherbau im Netz recherchiert hatte, war ich auch bereits bei www.lautsprecherbau.de gelandet und hatte mich ein wenig umgesehen und versucht, mir einige der Grundlagen anzulesen. Nach einigem Stöbern auf der Website landete ich bei der FirstTime 6 MK2 (August 2008). Dabei war vor allem ausschlaggebend, dass ich ein vom Aufbau nicht zu komplexes Boxen-Paar haben wollte, welches als Regalbox durchgeht und mir ein bisschen Musik (Stimme und "neutrale" Wiedergabe) ebenso wie einen ordentlichen Klangteppich (mit etwas Tiefgang) zum Film produzieren würde. Zudem kam noch eine wesentliche Einschränkung durch das zur Verfügung stehende Budget dazu, welches gerade noch für "Blue", keineswegs jedoch für "s Klasse" gereicht hätte. In dieses Anforderungsprofil schien mir die FT6 MK2 gut zu passen, da sie als "kleine" 3-Wege Regalbox mit Hoch- Mittel- und Tieftöner auf dem Papier meine Anforderungen zu erfüllen schien. Der Klangbericht zum Vorgänger und zur Neuauflage gab mir zusätzlich den Mut, mich daran zu versuchen.
Also entschied ich mich für den Bausatz FT6 MK2, der schnell bestellt und geliefert war. Ob meiner mangelnden Erfahrung in Sachen Lautsprecherbau und Elektronik liess ich mir für den Aufbau einige Zeit und war hoch erfreut darüber, dass Udo meine Anfängerfragen freundlich und geduldig beantwortete. Vielen Dank nochmals dafür!
Also konnte der Aufbau beginnen und trotz mangelhafter Werkzeugausstattung gelang die Vorbereitung der MDF-Platten recht gut. Da ich statt der Grobspanplatten auf MDF wechseln wollte, musste ich die Maße zwar im Vergleich zum Bauplan anpassen aber das gelang auch ohne Mathe-LK ziemlich gut. Den Zuschnitt führte der freundliche Mitarbeiter im Baumarkt (Praktiker) präzise aus. Meine ersten Gehversuche an der Billig- Oberfräse gelangen jedoch recht gut und mit einer Feile und ein wenig Schleifpapier gelang es mir die benötigten Ausschnitte durchzuführen. An das "Versenken" traute ich mich jedoch nicht recht ran (das mach ich dann beim nächsten Projekt).
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Der Aufbau der Weiche gelang, dank Feedback von Udo, auch korrekt und somit konnte ich zur Montage schreiten.
Nach dem Einsetzen der Weiche und des Tieftöners wurden die Kabel verlegt und der Dämmstoff gemäß Plan platziert und sodann das noch fehlende Seitenteil sowie die Rückwand eingeleimt.
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Die testweise eingesetzten Hoch- und Mitteltöner wurden vor dem Einleimen der Seite und der Rückwand natürlich wieder entfernt. Im Anschluss wurden die Ausschnitte/ Öffnungen verklebt und die Lautsprecher wurden mit einem Exzenterschleifer abge- schliffen und anschließend in mehreren Durchgängen mit weißem Lack und einer Lack- rolle lackiert. abschließend kam noch eine Schicht Klarlack aus der Sprühdose darauf. Leider musste ich dabei feststellen, dass ich auch in Sachen Lackierung noch einiges an Erfahrung zu sammeln habe und beim nächstgrößeren Projekt in eine dieser Sprüh- Pistolen investieren werde.
Das Ergebnis kann sich - meiner Ansicht nach - trotzdem sehen lassen.
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Was den Klang angeht, ist Udos Beschreibung eigentlich nichts hinzuzufügen. Wie erwartet begrüßte mich nach dem gemütlichen Einspielen der Boxen ein rundum ordentlicher (und zu dem Preis wirklich guter) Klang. Sowohl am TV, als auch bei der Wiedergabe von Musik (aus dem Radio, vom iPod oder von CD). Ein den Nutzungsbedingungen angemessenes Bassfundament und klare Verständlichkeit der Sprache bringt den TV und DVD Ton im Vergleich zu den im TFT verbauten Lautsprechern klar nach vorn. Musikalisch kommt auch ordentlich was rüber, wenn man nicht gerade knisterndes Radio oder eine mit zu niedriger Bitrate konvertiertes MP3 oder AAC Stück hört. Gute Vorlagen produzieren halt auch guten Ton und so lässt sich eine CD oder ein iTunes+ Song schon richtig gut hören. Alles in Allem erfüllt diese Box genau den Zweck, für den ich Sie ausgewählt habe und ich würde Sie jederzeit wieder dafür auswählen. Wer mit ähnlichen Anforderungen startet, sollte mit dieser Box wirklich gut bedient sein.

Tobias
Dieser Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar und wird in Kürze durch einen Nachfolger ersetzt.
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