Eikos Quickly 18 XL
Beitrag von EikoIch hatte bis jetzt nichts auszusetzen an den Regalboxen "Quickly 18", außer, dass mir ein Regal fehlt. So kam ich zu dem Schluß, dass Standboxen optisch wohl passender wären als Quicklies auf dreieckigen Tischen eines großen schwedischen Möbelhauses. Angesichts der Größe des Tiefmitteltöners, hielt ich ein größeres Gehäuse außerdem durchaus für angebracht. Udos Rat, die Chassis in ein bis 25 Liter großes Gehäuse einzubauen, habe ich befolgt und bin jetzt mehr als zufrieden. Meine "Werke" haben ein Innenvolumen von 24,5 Litern.
Man nehme:
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Einen Bausatz Quickly 18, Blumenkästen vom Balkon (wenn man keine Zwingen hat), Holzleim, Etwas Noppenschaumstoff (2 x 35 x 20 cm), ein paar Bierchen und etwas Plattenmaterial. Ich habe mich für MDF entschieden, weil das so eine schöne Sauerei beim Schleifen gibt...... Schrauben für Chassis und Terminals 2BR Rohre entsprechend dem Kanal von 1 cm x 19 cm, aber nur 14 statt 16 cm tief.
Bei der Oberfläche habe ich mich fürs Sanden entschieden, das gibt eine schöne Struktur, ist billig und stinkt nicht. Aquarium- oder Vogelsand 3-4 Kg Acryllack,ca 1Liter
Holzliste für ein Paar: (19mm Plattenstärke)
4 x 970 mm x 200 mm
4 x 200 mm x 162 mm
4 x 932 mm x 162 mm
Ich hab irgendwas um gut 20€ bei meinem Holzdealer bezahlt.(MDF)
Auf den Gehäusebau gehe ich nicht weiter ein. Dürfte eh jedem klar sein. Den Hochtöner habe ich übrigens eingefräst, den Tiefmitteltöner nicht.
Das Sanden funktioniert folgendermaßen:
Als Grundierung eine Schicht billigen Weißlack aus dem Baumarkt mit der Rolle auf- tragen und trocknen lassen. Dann eine weitere Schicht Lack zügig auftragen, und gesiebten Vogelsand dick (min. 5mm) darauf streuen. Alles Seite für Seite. Das Ganze muß ziemlich zügig geschehen. Am besten 6-12 Std trocknen lassen, danach den überflüssigen Sand abschütteln, (kann wieder verwendet werden) leicht mit 120er Papier anschleifen,und das ganze wieder- holen und trocknen lassen. Zum Schluß den Endanstrich in gewünschter Farbe machen, in der Regel sollten zwei Endanstriche reichen. Vorher auch wieder, je nach gewünschter Struktur, anschleifen.
Die Dämmung:
Bin ich auch noch am experimentieren. Auf jeden Fall sollte man hinter den Chassis etwas Schaumstoff, ca 20x 35 cm an der Rückwand anbringen. Ich habe den Schaumstoff einfach über die unveränderte Frequenzweiche geklemmt. Im unteren Teil der Box habe ich etwa 2/3 der im Bausatz enthaltenen Sonofillmatten der Länge nach gefaltet locker eingebracht. Die reichen bis zur Oberkante des BR Rohres. Das Dämmen ist ja eh Geschmacksache. Ich glaub, ich werd das restliche Drittel auch noch einbringen.
Zum Schluß noch die preiswerten Gummigerätefüße drunterschrauben, und fertig. Wenn man Teppichboden hat, unbedingt anbringen, weil sonst die Boxen sehr kippelig sind, was bei der kleinen Standfläche von 20 x 20 cm und einer Höhe von einem knappen Meter nicht verwunderlich ist.
Zum Klang:
Im Vergleich zu den originalen Kompaktquicklies sind die Standboxen etwas "luftiger"und klanglich ausgeglichener, wohl weil etwas schmaler und größer. Der Bass ist, gerade im Bereich um die 50 Hertz, wo die kleinen etwas aufgedickt haben, zurückhaltender. Dafür spielen die "Großen" beeindruckend tief. Die räumliche Darstellung, Bühne und Dynamik, die diese Boxen bieten, lassen manch doppelt bis dreifach so teuren Fertigboxen von namhaften Herstellern echt alt aussehen.
So, genug geschwafelt. Ich will jetzt noch Musik hören. Calexico oder so....
Liebe Grüße, Eiko.

Dieser Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar und wird in Kürze durch einen Nachfolger ersetzt.






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