“Jo mei, is denn scho Weihnachten?” fragte einst ein bekannter Fußballheld. So fühlte ich mich zwei Tage vor Nikolaus, als Philipp Vavron uns in Kerpen die neuen Chassis von Eton präsentierte. Nicht weniger als zwölf Chassis in den Größen vier, fünf, sieben und acht Zoll, sowie der neue Keramik-Hochtöner, allesamt im Werk in Neu-Ulm gefertigt, ergänzen das Sortiment der Ausnahme-Schallwandler mit der patentierten Bienenwaben-Membran. Die erste, dazu passende Frage nach dem “Warum” habe ich bereits vor fast zwei Jahren auf der Highend gestellt. Immerhin gehören die Chassis aus dem Bayerischen Mittelschwaben seit Jahren zum Besten, was der Markt bietet. Es zeichnet die Chassis-Schmiede aus, dass man sich darauf nicht ausruht: Es gibt immer etwas zu verbessern, Lautsprecher sind nur ein Kompromiss aus vielen Bestandteilen. Neue Kleber, Korbformen oder Träger für die Schwingspulen geben genügend Raum, das Gute noch besser zu machen. Die bestehenden Materialien zu optimieren und neue Techniken einzuführen, dabei den akustischen Anspruch auf Referenz-Niveau nicht aus den Ohren zu verlieren, war der Anlass für die Entwicklung der neuen Serie, die den trefflichen Namen “Symphony” erhielt. Hierbei war das erste Ziel noch recht leicht zu erreichen, die Chassis erhielten eine einheitliche Optik. Dazu wurden neue Körbe kreiert, die mit schmalen, nach innen tropfenförmig
ausgebildeten Stegen und vielen Öffnungen unter der Zentriersicke dem Stand der heutigen Technik entsprechen. In der Mitte der Membran, früher Tummelplatz der unterschiedlichsten Dust Caps, finden wir nun einen einheitlichen Staubschutz aus glattem, weichem Kunststoff. Ebenfalls identisch ist die Sickenform, Gummi ihr Werkstoff. Neu ist die Membran, natürlich weiterhin als Hexacone-Sandwich aufgebaut, doch ist die glänzende Beschichtung heute etwas matter. Da auch Eton die Physik nicht aushebeln kann, wiesen auch die alten Membranen Hartmaterial typische, leichte Resonanzen am oberen Übertragungsende aus. Das ist auch heute nicht anders, doch sind die Spitzen noch etwas kleiner und gerundeter geworden. Daran hat man sehr intensiv arbeiten müssen, es reichte nicht aus,
irgendeinen Lack aufzutragen und sich mit dem Ergebnis abzufinden. Sowohl hierfür, wie auch für die verschiedenen Kleber, die zur Herstellung eines Chassis nötig sind, wurden aufwendige Versuchsreihen gefahren, hier und dort die Zusammensetzungen der Chemikalien geändert, bis man mit dem Erreichten wirklich zufrieden war. Messungen wechselten sich mit Hörsitzungen ab, denn es war Philipp Vavron nicht nur wichtig, gute Diagramme präsentieren zu können. Für ihn als ausgeprägten Musikliebhaber steht der Klang im Vordergrund und es ist für ihn absolut nicht akzeptabel, dass der durch technische Neuerungen beeinträchtigt wird. Leider gibt es nur noch wenige Chassisentwickler, die sich diesen Luxus der eigenen Klangphilosophie erlauben dürfen, doch
mir ist es sehr sympathisch, wie man ihn bei Eton arbeiten lässt. Zweifellos liegt darin auch ein wesentlicher Teil der Ausnahmestellung der Chassis aus Neu-Ulm begründet, die Töne weitaus harmonischer zu Musik verschmelzen als die meisten Produkte der Mitbewerber. Allen Nutzern der Eton-Lautsprecher ist die exzellente Durchhörbarkeit, große Dynamik und der enorme Detailreichtum bekannt, wodurch sich die weite Raumabbildung mit völliger Loslösung von den Boxen erklärt. Und das ist der Grund, weshalb ich den unverwechselbaren Eton-Klang so mag. Doch Klangbeschreibungen heben wir uns noch für die ersten Bausätze mit den neuen Etons auf, sonst gibt es dazu nichts mehr zu schreiben, was neugierig macht.
Nun gab man sich im Schwäbischen nicht damit zufrieden, ein paar neue Chassis zu kreieren, man nahm auch Rücksicht auf diverse Vorlieben von Boxenbauern, seien sie Hobbiisten oder Profis aus der Industrie. So wurden alle Chassis sowohl mit gelochten Aluminium- als auch Kapton-Trägern gefertigt, die 5- und 7-Zöller zudem mit einer neuen Heatpipe. In den Bezeichnungen findet man die genaue Zusammensetzung wieder. Die erste Zahl benennt das Zollmaß, die dem Minuszeichen folgende 2 steht für den Kaptonträger, eine 3 an dieser Stelle heißt Aluminium unter der Schwingspule. Ist die letzte Zahl vor dem ersten Schrägstrich eine 0, wird die Heatpipe in der Mitte der Membran thronen, im Fall der 2 ist es die Dust Cap. Für den, der die Zahlen nicht interpretieren mag, wiederholt sich Trägermaterial des Chassis als Buchstabe, kombiniert mit der Impedanz, bevor die letzte Zahl den Schwingspulen-Durchmesser angibt. Das abschließende Hex ist allen neuen Bässen eigen, ich muss die Bedeutung sicher nicht genauer hinschreiben.
Auch am Magnetsystem wurde intensiv gearbeitet und eine neue Art der Polkerngestaltung entwickelt. Dabei wurde natürlich auch mit Kurzschlussringen experimentiert, doch zielführender war die Verdickung des Polkerns im Bereich des wirksamen Luftspalts, da hierdurch zudem die natürliche Taumelbewegung der eintauchenden Schwingspule bei großen Hüben nicht zum seitlichen Schleifen führt. Selbstverständlich wurden uns auch die Klippeldaten der Chassis präsentiert, die die saubere Arbeit des Treiberentwicklers dokumentierten. Bei den Parametern, die natürlich nicht gottgegeben sind, sondern sich der Absicht des Technikers unterordnen, achtet man sehr genau darauf, dass (nicht nur) wir Bastelfreunde sinnvolle Gehäuse-Konstuktionen realisieren können.
Da ich innerhalb dieses Artikels nicht alle neuen Eton-Chassis auf einen Streich vorstellen kann, fange ich erst einmal mit zweien der vier 7- und den beiden 8-Zöllern an. Ihre Namen verraten dem gewissenhaften Leser sofort ihre Zusammensetzung.
7-202/C8/32 Hex
7-300/A8/32 Hex
8-200/C8/37 Hex
8-202/A8/37 Hex
Datenblätter:
7-202/C8/32 Hex
Preis: 182,80 €
Messungen als Zip-Datei




Ausstattung:
| Membran: |
Hexacon-Sandwich |
Luftspalthöhe: |
8 mm |
| Sicke: |
Gummi |
Linearer Hub: |
9 mm |
| Korb: |
Druckguss |
Magnetdurchmesser: |
102 mm |
| Polkernbohrung: |
ja |
Befestigungsbohrungen: |
6 |
| Zentrierung: |
hochgelegte Flachspinne |
Außendurchmesser: |
175 mm |
| magnetische Schirmung: |
nein |
Einbauöffnung: |
152 mm |
| Schwingspule: |
32 |
Frästiefe: |
6 mm |
| Träger: |
Kapton |
Einbautiefe: |
86 mm |
Parameter:
| Fs |
37,6 |
Hz |
Mms |
16,23 |
Gramm |
| Diameter |
132 |
mm |
BL |
9,23 |
Tm |
| ZMax |
116 |
Ohm |
VAS |
28,8 |
Liter |
| Re |
6,6 |
Ohm |
dBSPL |
89,2 |
dB/1w/1m |
| Rms |
0,78 |
kg/s |
L1kHz |
1 |
mH |
| Qms |
4,92 |
|
L10kHz |
0,47 |
mH |
| Qes |
0,3 |
|
SD |
137 |
cm² |
| Qts |
0,28 |
|
MMD |
15,32 |
Gramm |
| Cms |
1,1 |
mm/N |
Zmin |
7,93 |
Ohm |
7-300/A8/32 HexPreis: 210,10 €
Messungen als Zip-Datei



Ausstattung:
| Membran: |
Hexacon-Sandwich |
Luftspalthöhe: |
8 mm |
| Sicke: |
Gummi |
Linearer Hub: |
9 mm |
| Korb: |
Druckguss |
Magnetdurchmesser: |
102 mm |
| Polkernbohrung: |
nein, Heatpipe |
Befestigungsbohrungen: |
6 |
| Zentrierung: |
hochgelegte Flachspinne |
Außendurchmesser: |
175 mm |
| magnetische Schirmung: |
nein |
Einbauöffnung: |
152 mm |
| Schwingspule: |
32 |
Frästiefe: |
6 mm |
| Träger: |
Aluminium |
Einbautiefe: |
86 mm |
Parameter:
| Fs |
37,7 |
Hz |
Mms |
17,25 |
Gramm |
| Diameter |
132 |
mm |
BL |
9,03 |
Tm |
| ZMax |
61,4 |
Ohm |
VAS |
27,1 |
Liter |
| Re |
6,6 |
Ohm |
dBSPL |
88,4 |
dB/1w/1m |
| Rms |
1,49 |
kg/s |
L1kHz |
0,87 |
mH |
| Qms |
2,74 |
|
L10kHz |
0,34 |
mH |
| Qes |
0,33 |
|
SD |
137 |
cm² |
| Qts |
0,29 |
|
MMD |
16,34 |
Gramm |
| Cms |
1,04 |
mm/N |
Zmin |
7,48 |
Ohm |
8-200/A8/37 HexPreis: 215,50 €
Messungen als Zip-Datei
Ausstattung:
| Membran: |
Hexacon-Sandwich |
Luftspalthöhe: |
8 mm |
| Sicke: |
Gummi |
Linearer Hub: |
8 mm |
| Korb: |
Druckguss |
Magnetdurchmesser: |
102 mm |
| Polkernbohrung: |
ja |
Befestigungsbohrungen: |
6 |
| Zentrierung: |
hochgelegteTopfspinne |
Außendurchmesser: |
223 mm |
| magnetische Schirmung: |
nein |
Einbauöffnung: |
194 mm |
| Schwingspule: |
37 |
Frästiefe: |
6 mm |
| Träger: |
Aluminium |
Einbautiefe: |
96 mm |
Parameter:
| Fs |
37,1 |
Hz |
Mms |
22,11 |
Gramm |
| Diameter |
172 |
mm |
BL |
8,16 |
Tm |
| ZMax |
42,6 |
Ohm |
VAS |
62,7 |
Liter |
| Re |
5,3 |
Ohm |
dBSPL |
91 |
dB/1w/1m |
| Rms |
1,79 |
kg/s |
L1kHz |
0,81 |
mH |
| Qms |
2,88 |
|
L10kHz |
0,28 |
mH |
| Qes |
0,41 |
|
SD |
232 |
cm² |
| Qts |
0,36 |
|
MMD |
20,1 |
Gramm |
| Cms |
0,83 |
mm/N |
Zmin |
6,16 |
Ohm |



8-202/C8/37 HexPreis: 215,50 €
Messungen als Zip-Datei
Ausstattung:
| Membran: |
Hexacon-Sandwich |
Luftspalthöhe: |
8 mm |
| Sicke: |
Gummi |
Linearer Hub: |
8 mm |
| Korb: |
Druckguss |
Magnetdurchmesser: |
102 mm |
| Polkernbohrung: |
ja |
Befestigungsbohrungen: |
6 |
| Zentrierung: |
hochgelegteTopfspinne |
Außendurchmesser: |
223 mm |
| magnetische Schirmung: |
nein |
Einbauöffnung: |
194 mm |
| Schwingspule: |
37 |
Frästiefe: |
6 mm |
| Träger: |
Kapton |
Einbautiefe: |
96 mm |
Parameter:
| Fs |
37,19 |
Hz |
Mms |
23,11 |
Gramm |
| Diameter |
172 |
mm |
BL |
8,44 |
Tm |
| ZMax |
73,6 |
Ohm |
VAS |
57,6 |
Liter |
| Re |
5,4 |
Ohm |
dBSPL |
90,9 |
dB/1w/1m |
| Rms |
1,04 |
kg/s |
L1kHz |
0,85 |
mH |
| Qms |
5,27 |
|
L10kHz |
0,36 |
mH |
| Qes |
0,41 |
|
SD |
232 |
cm² |
| Qts |
0,38 |
|
MMD |
31,1 |
Gramm |
| Cms |
0,76 |
mm/N |
Zmin |
6,01 |
Ohm |
Udo Wohlgemuth