Kein Unbekannter für meine Leser ist Rolf, immerhin hat er schon einen interessanten Bericht über den Bau einer einteiligen Duetta geschrieben. Den Wunsch, nicht mehr ausschließlich in neue Klang-Welten aufzubrechen, erfüllte er sich mit adäquaten Mitspielern für sein Heimkino.
Duetta goes Surround
oder Erweiterung Duetta um Duetta top light
Alles fing vor circa einem Jahr an, als ich meinen damaligen Front-Lautsprecher durch ein Paar Duetta ersetzt hatte. Mein Stereo-System war damit abgeschlossen! Darüber hinaus existierte für gelegentliches DVD schauen noch ein Surround-System, welches die Stereolautsprecher und deren Mono-Endstufen als Frontsystem nutzt. Die erste Änderung der Surround Anlage ergab sich durch Weglassen des Centers, denn dieser passte nicht mehr ins System und eine Duetta Top als Center kam auf Grund meines Röhrenfernsehers nicht in Frage. Das machte aber nichts, da die Sitzposition und die superbe Auflösung und Räumlichkeit der Duetta einen Center einfach überflüssig machte. Da waren dann aber noch die Rear Lautsprecher, ein Paar B&W DM 601, die nun klanglich so gar nicht zu der Duetta passen wollten.
Es blieb also nur eine Möglichkeit: Zu Udo fahren, den Hauskater aus seinem geliebten Stereodreieck vertreiben und nach einigen interessanten Diskussionsstunden als Ergebnis ein paar Duetta Top light testweise mit nach Hause nehmen. Natürlich wären auch ein paar Duetta gegangen, aber da Surround für mich nicht die allerhöchste Priorität hat und ich für die Rear-Lautsprecher nicht so viel Geld ausgeben wollte, waren die DTL die richtige Alternative.
Nach einem Wochenende des Probehörens stand es dann auch fest: Die DTL musste es sein. Von der Klangausrichtung ist die DTL der Duetta Top durchaus ähnlich und als Rear bildet sie mit der Duetta ein sehr rundes Gesamtbild.
Wie es aber immer ist, irgendetwas passte nicht und das war die Form. Als Schuhkarton-Design viel zu langweilig und für meine Bedürfnisse auch noch zu tief. Da bleibt nur eines, CAD starten und solange Dimensionen hin und herschieben bis es gefällt.
Zusammenbau des Gehäuses
Über den nun folgenden Aufbau der DTL möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren, da ich vergessen habe Bilder zu machen und der Zusammenbau mit ähnlichen Mitteln geschehen ist wie bei der Duetta, zu finden in der Magazin-Rubrik “Leserecho”.

Im Gegensatz zum Bauvorschlag besteht die Frontplatte aus drei MDF Platten mit 22 mm Stärke. In die beiden inneren Platten wurden vor dem Verleimen die Öffnungen für die Chassis gefräst und zwar ein paar cm größer als für die Chassis notwendig wären. Darauf grob die Öffnung für den Bassreflexkanal ausgesägt und dann Platte für Platte auf das Gehäuse geleimt. Nach dem Aufbringen jeder Schicht noch den Bassreflexkanal mittels Bündigfräser auf das richtige Maß gebracht und fertig ist das Rohgehäuse.
Die Fasen wurden dann anschließend mit einer Handkreissäge in 45° Stellung und mit Hilfe einer Führungsleiste angebracht. Leider reichte die Schnitttiefe der Säge für nur ca. zwei der notwendigen drei MDF-Schichten und so musste der Rest mittels Handsäge und Bandschleifer in Form gebracht werden.
Darauf nur noch Furnier mit der Bügelmethode aufbringen, Chassis ausfräsen, Furnier versiegeln und fertig!
Fazit:
Für den ersten Funktionstest wollte ich nicht die wertvollen Mono-Endstufen riskieren (vielleicht hatte ich doch etwas falsch angeschlossen?) und habe zu diesem Zweck meinen normalerweise als PC Verstärker genutzten Gainclone aus dem Arbeitszimmer geholt und die DTL dort angeschlossen. Was soll ich sagen, ich war wirklich sehr überrascht wie gut dieser kleine Verstärker doch mit den DTL musizierte. So kam es, wie es kommen musste, ich hörte erst einmal ein paar CD’s mit dieser Kombination durch. Obwohl eigentlich zu schade um als Rear-Lautsprecher ihr Dasein zu fristen - dafür hatte ich sie nun einmal bestimmt und diese Aufgabe erledigen sie seitdem hervorragend!
Grüße Rolf