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Bestückung
Wer nun glaubt, dass sich Intertechnik diese kundenfreundliche Aktion aus reinem Desinteresse am eigenen Geschäftserfolg ausgedacht hat, irrt natürlich. Selbstverständlich will man in erster Linie dafür sorgen, dass meine Leser auf die neue Seite www.lautsprecherbau.de aufmerksam gemacht werden, auf der nun auch eine Vielzahl meiner Artikel über die IT-bestückten Magazin-Bausätze und die hilfreiche Anleitungen zur Baupraxis erscheinen. Daran angeschlossen wird verständlicherweise auch ein Shop, in dem die betreffenden Bauvorschläge komplett geordert werden können. Nun war es an mir, eine gute Wahl für den Einstiegs-Bausatz zu finden, der nicht nur das Messmikro, sondern ebenso das Auge erfreuen soll. Diesen Part übergab ich leichten Herzens den bekannten Alufronten, die Joseph D’Appolitos Thor verzieren. Sie sind ideal geeignet für alle Menschen, die gerade mal ein einfaches Kistlein zimmern können, in das mit Hilfe einer Stichsäge ein halbwegs passendes Loch geschnitten wird, die silbrigen Platte verdecken alle Ungenauigkeiten der mangelnden Handwerkskunst und sparen dabei noch die Zeit für die Frontgestaltung mittels Oberfräse und Lack oder Furnier. Wie die Platten an die Box kommen, sehen wir später. Damit war aber noch längst keine Entscheidung zur Zusammensetzung des Bausatzes gefallen, weiteres Nachdenken war angesagt. Wenn Intertechnik ein derart günstiges Angebot auf den Bastelwilligen loslässt, soll es möglichst umfasend nutzbar sein. Nur eine Regal- oder nur eine Standbox anzubieten war nicht der Weisheit letzter Schluss. Somit fielen schon alle Kombinationen mit 13er und kleiner oder 20er und größer aus. Was bleibt da anderes als der berühmt, berüchtigte 17er, 1-Zoll-Zweiwegaufbau, den man so oder so verwenden kann.
Da war es mir nur recht, dass es von Excel eine recht neue Chassis-Serie mit Nextellack beschichtete Pappmembranen gibt, deren graue Farbe im gesamten, nach neuester Technoliogie filigran gestalteten Aludruckgusskorb weitergeführt wird. Der mattsilberne Phase Plug in der Membranmitte korrespondiert passend dazu mit der Alufront. Durch die Lüftungsöffnungen unter der Flachspinne sieht man die hochgewickelte Schwingspule, die sich um jeweils 7 mm nach oben und unten bewegen kann, ohne die Menge an Wicklungen im Luftspalt zu reduzieren und somit das lineare Magnetfeld zu verlassen. Ein dicker Gummitopf schützt die Antriebseinheit aus 6 mm Polplatten und 110 mm Magnetring. Schwere Kupferringe, die über und unter dem T-förmigen Polkern geklebt sind, reduzieren den harmonischen und nicht linearen Klirr, der in jedem Antriebssystem entsteht, erheblich. Nach meinen Parameter- und Frequenzgangmessungen habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt die Zeit dafür aufgewendet habe. Sie stimmen fast genau mit denen auf der Excelseite überein. Die kleinen Differenzen entstehen durch die Verwendung unterschiedlicher Messaufbauten und -Spannungen sowie selbstverständlich verschiedener Chassis. Das spricht wiederum für die hohe Serienkonstanz der Chassisfertigung bei Seas, die ich angesichts des nicht gerade kleinen finanziellen Kaufwiderstandes wohl verlangen darf.
Bei der Wahl des Hochtöners ertappte ich mich dabei, wie ich in guter Schnäppchenjägermanier nach der teuersten Kalotte schielte, die Excel unter dem vielsagenden Namen “Crescendo” herausgebracht hat. Immerhin wollten die Kerpener den Preis meines Bausatzes nicht zu knapp subventionieren, obwohl sie wussten, dass ich mich in der Auswahl der Chassis nicht einschränken lasse. Doch trotz der freien Hand und des patentierten Hexadym-Antriebs blieb ich meiner Linie treu, nicht das teuerste zu verwenden, sondern das richtige für den Einsatzzweck. Daher durfte sich der ferrofluidfreie T 25 CF 003 über einen Einsatz in meinem Projekt freuen. Seine beschichtete Textilmembran wird durch eine weiche Polymer-Sicke in der 6 mm dicken Alufrontplate gehalten, die als leichte Schallführung zur Kalotte hin rundlich abgeflacht ist. Der Polkern ist durchbohrt und mündet in einer angekoppelten Kammer aus dickem, durch Versteifungen resonanzarmen Kunststoff. In ihr verbirgt sich ein zweiter Magnet, der der 25 mm durchmessende Schwingspule mit 1,5 mmm Wickelhöhe zusätzliche Antriebskraft verleiht. Bei gerade nur 0,33 Gramm bewegter Masse und effektiver Membranfläche von 7 cm² erreicht der T 25 CF 003 mit 2,83 V in einem Meter Abstand 91 dB durchschnittlichen Schalldruck.
Machen wir uns jetzt einmal den Spaß, die Normalpreise der ausgesuchten Komponenten zusammen zu rechnen, kommen wir auf folgende Aufstellung:
W 18 NX 001: 225,80 Euro, T 25 CF 003: 152,40 Euro, Alufront TT176: 62,80 Euro und Alufront HT 110: 57,80 Euro
Damit sind wir bei 498,80 Euro angelangt und suchen uns als angemessenes Terminal noch das T122/96 AL zu 46,50 aus, was uns auf etwa 550 Euro ohne Weiche und Kleinteile hievt.
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