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Weiche
Völlig einfach und ohne wirklich erwähnenswerte Probleme verlief die Gestaltung der Weiche. Chassis, die sich so vorbildlich verhalten wie speziell die W 181 AL, sind des Entwicklers liebste Spielzeuge. So waren für die parallel geschalteten BMT’s gerade nur drei Bauteile nötig, um ihnen einen geradezu mustergültigen Amplitudenverlauf aufzuzwingen. Doch beginnen wir wie gewohnt die Schilderung lieber von vorn. Zuerst wurden die Chassis an ihrem Spielplatz gemessen, heraus kam eine glatte Kurve in den vorgesehenen Übertragungsgrenzen. Dahinter zeigte sich, man kennt das von Metallmembranen halt so, eine Armada von messerscharfen Haifischzähnen, die zum Glück den nutzbaren Pegel in den Spitzen gerade nur um 15 dB übertrafen und ab 6,5 kHz angesiedelt waren (lila). Den flachen Hügel zwischen 400 und 1700 Hz behandelte ich zunächst mit einer passenden Ferrobarspule, die allein gelassen allerdings schon etwas zu früh Wirkung hervorrief. Immerhin lagen mit ihr die Sägezähne nur noch auf 500-Hz-Niveau (grün). Ein Kondensator, der hinter der Spule parallel zu den W 181 AL geschaltet wurde, schiebt den Bereich von 700 bis 2500 Hz etwas höher und senkt bereits die höchsten Nadelspitzen auf 10 db unter Nutzpegel (rot). Diese noch ein wenig heftiger wegzubiegen, nutzen Versuche mit zusätzlichen Spulen, Saug- oder Sperrkreisen ungefähr fast gar nichts, es blieb mir aber noch ein As im Ärmel, das bisher in solchen Fälle immer stach. Ein winziger Kondensator, über die Spule gelegt, erzeugt mit ihr neben deren Filterwirkung einen Sperrkreis, dessen Impedanzspitze bei 7,5 kHz und gut 2500 Ohm liegt (blau). Ohne weitere Bedämpfung mittels Widerstand habe ich mit diesem kleinen Knubbel aus den Haifischen im besten Brecht’schen Sinn einen Mecki Messer gemacht: “Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht. Und der Mecki hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht!” Blieb nur noch der Kampf mit dem Hochtöner (lila), dem ich zuerst ein wenig den Pegel mittels zweier Widerstände zurechtstutzte (grün), einen Kondensator vorschaltete (rot) und letztendlich eine Spule parallel schaltete (blau). Die Zweige addieren sich bei gleicher Polung der Chassis zur Summenkurve, die bei 3 kHz mit voller Absicht eine kleine Senke anerzogen bekam. Damit Pontus AL auch mit den immer beliebter werdenden Röhrenverstärkern betrieben werden kann, habe ich auch noch eine Impedanzlinearisierung gegen den langgestreckten Buckel im Mittenbereich ausgemessen. Sie besteht aus einem 47µF-Elko, einer 0,33 mm Luftspule mit 1 mm Drahtstärke und 5,6 Ohm mit 10 Watt Belastbarkeit.
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