Mystery PA
Beitrag von Udo Wohlgemuth|
Es ist der große Traum des Entwicklers, einen Lautsprechersatz zu erfinden, der schon immer von allen gewünscht, der aber noch nie gebaut wurde. Daran dachte ich mit einem verständlichen Schmunzeln, als “larsm” aus dem Hifi-Forum mich anmailte und für eine Veranstaltung in einer Schulaula genau Boxen suchte, die ich am Tag vorher zusammengebaut und vormittags mit einer Weiche versorgt hatte. Der Bausatz stand zum Abtransport bereit, als “gremu” und “mafoe” ebenfalls unabhängig von einander genau diese Lautsprecher brauchten. Mittlerweile habe ich schon vor der ersten Veröffentlichung so viele Baupläne davon verschickt, dass halb Deutschland sich vorweg schon einmal die Gehäuse bauen könnte. Ein entsprechender Thread brachte “Tao” dazu, vom bekanntesten unbekannten Lautsprecher zu sprechen, dem er dann gleich den passenden Namen gab: Mystery-PA. Es ist an der Zeit, sein Geheimnis zu lüften! |
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Bestückung |
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Gehäuse |
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Weiche
Durch das Horn gewinnt der PHT 411 zu niedrigen Frequenzen etwa 5 dB Schalldruck, wodurch er mit einem viel kleineren Kondensator ausgekoppelt werden kann, als es ohne Schalltrichter möglich wäre, Das erhöht nicht niur die Belastbarkeit, sondern sorgt auch für eine Hubreduzierung der Membran und damit weniger Verzerrungen bei hoher Lautstärke. Mit einem 18 dB-Filter und einem L-Regler aus Vor- und Parallelwiderstand ergab sich die blaue Kurve des mittleren Bildes. Durch die steilen Trennungen ist der Überlappungsbereich der Zweige sehr klein, die Summenkurve weicht daher nur geringfügig von den Zweigdarstellungen ab. |
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Eine passive Ankopplung des Subwoofers habe ich nicht vorgesehen, da einerseits sein Pegel für zwei Satelliten zu gering ist, auf der anderen Seite die Bauteile für die Weiche ein Mehrfaches der Chassis kosten würde. Auf Grund der hohen Belastung mit Strom würden kostengünstige HQ-Kernspulen schnell in die Sättigung kommen und die Wirkung des Kernmaterials reduzieren. Luftspulen mit mindestens 2 mm dickem Draht hätten immer noch mehr als 0,6 Ohm Widerstand und der Preis für eine Trafokernspule mit 0,15 Ohm Widerstand liegt bei etwa 70 Euro. Dazu kommen noch parallele Kondensatoren und ein Filter für die Topteile. Da ist es sinnvoller, eine aktive Lösung mit elektronischer Weiche und Endstufe zu wählen. Für den Hausgebrauch tut es da auch schon ein Surroundverstärker mit regelbarem Subausgang, an den ein alter Verstärker angekoppelt wird. |
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Messungen
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Die Messdiagramme des Subwoofers sind mit denen des Basschassis HP 15 W in Datenblatt identisch, daher spare ich mir die erneute Darstellung an dieser Stelle. |
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Klang
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Technik
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Leserbeiträge zu diesem Artikel
Dieser Bausatz wurde bereits von Lesern nachgebaut. Klicken Sie auf die Links in der Liste um die entsprechenden Leserberichte aufzurufen .Rolfs Mystery-PC 28. Dec 2009, Beitrag von Rolf
Mystery-PA von Klaus 04. Dec 2009, Beitrag von Klaus
Mystery-PA in der Uni Köln 09. Dec 2007, Beitrag von Rolf
Leserprojekt: Marcos Mobilbox 20. Oct 2007, Beitrag von Marco


Wie es sich für einen PA-Lautsprecher gehört, besitzt der HP 12 W eine geriffelte Pappmembran mit harter Leineneinspannung, die mit einem Kunststoffrand auf den Blechkorb geklebt ist. Anfangs war der Rand wunderschön blaumeliert, heute gibt es ihn nur noch in schwarz. Die mehrere Zentimeter hohe Topfspinne lässt auch ohne zusätzliche Öffnungen genügend Luft durch den Luftspalt zirkulieren, der die 50er-Schwingspule auf Aluminiumträger kühlt. Der Polkern ist durchbohrt und unterhalb des Staubschutzes durch ein Gitter vor eindringenden Fremdkörpern geschützt. Bei 93 dB SPL und doppelter Bestückung reichen die 4 mm linearer Hub für ohrenbetäubende Lautstärke völlig aus. Mit Qts = 0,69, Vas = 85 Liter und Fres = 50 Hz ist der Treiber in einem geschlossenen Gehäuse bestens aufgehoben.
Als Hochtöner wählte ich aus dem Kleinpreissektor den PHT 411 aus, der samt Constant Directivity-Horn 29 Euro kostet. Seine gepresste Phenol-Membran mit anhängender 25 mm Schwingspule kann im Falle eines Defektes leicht ausgetauscht werden, außer einem Schraubendreher braucht man dazu keine weiteren Werkzeuge. Mit etwa 100 dB Schalldruck hält der PHT 411 leicht mit zwei HP 12 W mit.
Da in großen Räumen oder bei Freiluftfeten der eine oder andere auch etwas vom Bassdruck spüren möchte, habe ich auch einen Subwoofer vorgesehen, der mit dem HP 15 W bestückt ist. Sein Äußeres gleicht bis auf die Membrangröße seinem kleineren Bruder, bei gleichem Schwingspulendurchmesser hat er aber eine höher gewickelte Spule und kann dadurch um 7 mm linear ausgelenkt werden. Seine Resonanzfrequenz liegt bei 37 Hz, Vas bei 221 Litern und Qts beträgt 0,61. Sehr ungewöhnlich in diesem Preisrahmen ist sicher, dass Intertechnik für die P.Audio-Bässe sogar Reconing-Kits anbieten kann.















gremu schreibt:
“Bisher haben wir es noch nicht geschafft, die Anlage in der Scheune aufzubauen. Somit kann ich nur von der ersten Hörprobe mit zwei Satelliten und einem Bass berichten. Ich fasse es kurz: Dino fiel die Kinnlade runter, als wir ein wenig aufgedreht hatten. So etwas hatte er nicht erwartet. Ich kenne Udo schon etwas länger, deshalb habe ich mit guter Qualität gerechnet, aber selbst ich war sofort total begeistert. Klar kann man den Klang nicht mit der Duo Top ER4 vergleichen, die ich zu hause habe (mit einem 38er PA-Subwoofer und einem 300W Aktivmodul; ok, ich habe keine Nachbarn und eine tolerante Freundin ;-). Aber dafür bekommt man Hi-F-Qualität mit einer solch atemberaubenden Dynamik, die keine normale Hi-Fi Box liefern kann. Sicherlich spielt das Horn etwas hart im Hochtonbereich (wenn man den ER4 gewohnt ist), aber nie störend. Selbst hohe Frauenstimmen klingen bei großer Lautstärke sehr angenehm.



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