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Schon als ich vor einigen Jahrzehnten mit dem Selbstbau von Lautsprecherboxen begann, gehörte SEAS zu den großen Namen des Gewerbes und jeder Händler, der etwas auf sich hielt, hatte eine ganze Sammlung von Aufbauten mit deren Chassis parat, gehörten sie doch zum Besten, was zum Musikgenuss erfunden wurde. Mit Micro 2006 und D’Appo 4 sorgen diesmal sehr kleine Boxen für das große Hörvergnügen. |
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Wunderschön ist es, mit der Fähre von Dänemark nach Norwegen überzusetzen. Hat man dann noch Glück und gutes Wetter, wird man sich an dieses Erlebnis noch lange gern erinnern. Nach knapp fünf Stunden Fahrt durch den langgestreckten Oslo-Fjord sieht man auf der rechten Seite die kleine Gemeinde Moss auftauchen, einen Ort, den die Lautsprecherwelt schon lange kennt. Denn dort, fast versteckt hinter einem großen Supermarkt, findet der interessierte Besucher eine der bekanntesten Chassisschmieden Europas, die Scandinavian Electro Acoustic Systems, uns allen besser bekannt unter der Abkürzung SEAS. Tradition und Innovation, Technik und Umweltschutz sind den Angestellten der Firma, die gleichzeitig auch die Eigner sind, keine Widersprüche. So produzierte man über lange Jahre in konstant guter Qualität immer die gleichen Schallwandler, die auch in vielen Fertigboxen für die korrekte Wiedergabe von Musik verantwortlich waren. Seit einiger Zeit beobachten wir jedoch einen steten Wandel in den Chassis-Konstruktionen und das Verschwinden von lang vertrauten Membranmaterialien wie Polypropylen oder XT, sogar die alten Pappen sehen heute ganz anders aus. Gefertigt wird all das gute Zeug natürlich weiterhin in Moss, wo entgegen aller Vorstellungen von einem großen Lautsprecherwerk gerade nur zwei Produktionsstraßen in einer großen Lagerhalle enden, deren Regale deckenhoch mit den Objekten der Begierde vieler Hobby-Bastler gefüllt sind. So weit wie möglich werden Umwelt schädigende Bestandteile aus den Produkten herausgehalten. Eigentlich halte ich das gar nicht wirklich für erwähnenswert, denn dort, wo die Firmeninhaber und deren Kinder selber leben und wo in ländlicher Umgebung auch deren tägliche Nahrung heranreift, wird Greenpeace selten aufrüttelnde Protestaktionen starten müssen. |
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Bestückung |
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Gehäuse und Bedämpfung |
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Messwerte |
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Klang |
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Hallo Udo,
es ist ja schon eine ganze Weile her, aber vielleicht erinnerst du dich noch: Mir gefällt das rötlich-braune Finish der MS Micro und es sieht recht einfach umzusetzen aus. Weißt du noch, wie du da vorgegangen bist? Ist das einfach gebeiztes MDF?
Danke und Grüße
Yann
Hallo Yann,
die Boxen habe ich gebeizt, frag aber nicht mehr nach dem Farbton. Es könnte verdünnte Mahagonie-Beize gewesen sein. Vor dem Beizen ist perfektes Schleifen Pflicht, denn wo noch Kleber sitzt, bleibt ein hässlicher Fleck.
Gruß Udo
Hallo Udo,
kann man bei der MS-Dappo den unteren Sockel unterm Reflexbrett weglassen? Sieht für mich so aus als wäre der nicht nötig.
Könnte man statt des Reflexbrettes auch ein Reflexrohr verwenden, und auf welcher Höhe müsste das eingelassen werden?
Gruß Jona
Hallo Jona,
der Sockel bringt den Hochtöner auf Ohrhöhe, was bei der Chassisanordnung klangliche Vorteile bringt. Wenn du ihn weglässt, musst du die Box nach hinten neigen. Den Reflexkanal kannst du auch durch ein Rohr ersetzen, ich sehe nur keinen einleuchtenden Grund dafür.
Gruß Udo
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