| Der Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar |
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“Genau mein Ding!” schrieb mir Dieter. “Schneller Aufbau, passende Größe und günstiger Preis, mit den Quickly 14 baue ich mein neues Heimkino. Ich besitze aber noch einen richtigen Fernseher und auf meinem AV-Receiver steht, dass die Boxen mindestens sechs Ohm haben müssen.” Schade, Dieter, dann geht das nicht, wenn du deine Filme in den Originalfarben sehen und in ausreichender Lautstärke genießen willst. Ungeschirmte Lautsprecher mit vier Ohm-Chassis sind dafür leider ungeeignet. Doch getreu dem alten Pfadfindermotto: “Lass keinen auf der anderen Straßenseite stehen, der herüber will, allein aber nicht kann!” fanden wir die passende Lösung im Intertechnik-Sortiment und mussten nicht einmal dafür basteln.
Parameter:
![]() ![]() GDT 104 R/ TV ![]() ![]() Ausstattung:
Parameter:
Gehäuse Nach Eingabe der Parameter errechnete mir mein LspCAD ein Reflexvolumen von 13 Litern aus. Darin soll der GCP 150 TV auf einen -3dB-Punkt von 44 Hertz herunter reichen. Weil mir dies für den Heimkinobetrieb etwas übertrieben erschien, schraubte ich das Chassis ohne lange Berechnung in mein Quickly14-Gehäuse, das mit 10 Litern vorgegeben war. Immerhin passten alle Ausschnitte und Schraublöcher, der Name Quickly-HK passte so erst recht. Damit nun niemand diesen Artikel verlassen muss, um die Bauanleitung aus Juli 08 aufzusuchen, hier die Arbeitsweise noch einmal im Schnelldurchgang: Mit der Holzliste gehst du zum Baumarkt oder Schreiner, der dir alle Teile passend zuschneidet. Ein wenig Misstrauen ist dem guten Draht zum Zuschneider nicht abträglich, daher darf man ruhig in seinem Beisein, die Plattenmaße nachmessen. Zuhause suchst du dir einen Platz, an dem du Zeitungen oder Abdeckfolien auslegen kannst und klebst mit Fugenleim die zerschnittenen Holzstücke nach deinem Plan wieder aneinander. Wahrscheinlich wird dabei ein anderes Gebilde herauskommen als du es auf der Säge gesehen hast, aber das ist auch durchaus erwünscht. Nach Trocknung des Leims kannst du überstehende Kanten abschleifen und mit der Stichsäge die Löcher für die Chassis und Terminals aussägen. Einen Schönheitspreis musst du dabei nicht gewinnen, die Öffnungen sind kleiner als die Außenmaße der einzubauenden Teile. Andernfalls solltest du einen Neubau erwägen. Lack kann abschließend die Oberfläche verschönern, tut es aber nicht immer. Jedenfalls schützt er das Holz vor Wasser, das von dem darauf stehenden Blumentopf tropfen kann. Nach dem Einsetzen der Weiche legst du locker zwei Matten Sonofil in das Gehäuse, ziehst die Kabel zu den Chassis und lötest sie an. Gleiches widerfährt dem Terminal. Achte auf die Polung! Es ist kein Zeichen von Feigheit, wenn du die Schraublöcher mit einem kleinen Bohrer vorbohrst. Bauplan ![]() ![]() ![]() Weiche
Für den Hochtöner, der sich kaum anders misst als der ohne Schirm, übernahm ich die Weichentopologie aus 18 dB-Filter mit Vorwiderstand zur Pegelsenkung. Da im Heimkino die Lautsprecher nicht auf den Zuhörer ausgerichtet werden - selbst der zentral stehende Center hat den Hochtöner nicht in Ohrhöhe - beließ ich dem GDT 104 R/ TV etwas zu viel Pegel auf Achse, auf der Technikseite findest du in den Winkeldiagrammen den fast linearen Schrieb unter 30 Grad. Durch die steile Trennung ist der Überlappungsbereich, in dem beide Chassis zur Summenbildung beitragen, recht klein. ![]() Klang “Ehrlich währt am längsten” sagt das Sprichwort. Deshalb werde ich hier und jetzt nicht beschreiben, wie toll die fünf kleinen Boxen meinen Hörraum in Wallung brachten, als ich mir sieben Stunden lang alle Folgen des “Herr der Ringe” angesehen habe. Es glaubt mir eh keiner, dass ich so viel Zeit damit zubringen kann, meinen Hintern auf einem Sofa zu platzieren und mir rundum schallenden Krach um die Ohren zu knallen. Ich gebe sogar zu, dass ich mich auf die Wiedergabe aus zwei Boxen beschränkte, denn es ist nicht zu erwarten, dass das Klangbild durch drei weitere Kisten, die vor oder hinter mir stehen, in sich zusammen bricht. Voraussetzung ist dabei natürlich der richtige Anschluss aller Boxen bei gleicher Polung und die korrekte Lautstärkepegelung. Breitbänder-Satelliten, die vielfach als kostengünstige Lösung im Heimkino gepriesen werden, können bestenfalls preislich mit den Quickly-HK mithalten. Die haben auf beiden Seiten des Frequenzbandes durch den ausreichend großen GCP 150 TV und den Einsatz eines separaten Hochtöners ihre klanglichen Vorteile. Dabei kommt trotzdem die Wiedergabe von Stimmen nicht zu kurz. Gute Sprachverständlichkeit bot die HK-Box bei Herbert Grönemeyer, aus dessen letztem Konzert der 12er-Reihe gerade ein Lied im Radio ertönte, natürlich nicht. Das war aber keineswegs ihre Schuld, denn direkt im Anschluss war es problemlos möglich, zu verstehen, was Paul McCartney mitteilte, obwohl er englisch sang. Im Stereomodus hat mir besonders die Loslösung der Musik von den Boxen und deren gute Aufteilung auf verschiedene Instrumente gefallen, die ihre Positionen präzise einhielten. Diese meist Punktschallquellen zugeschriebene Eigenschaft der guten Räumlichkeit kann die Zweiweg-Box auch vorweisen. Völlig ausreichend war auch, was im Bassbereich geboten wurde, so viel Differenzierung hätte ich den preiswerten Chassis nicht zugetraut. Ein kleines Lob kann ich ebenfalls dem Hochtöner zukommen lassen, der zwar nicht die Auflösung einer Seas-Kalotte bietet, aber durch die anerzogene Zurückhaltung im Dreikilohertzbereich nie lästig wurde.Somit kann die Pfadfinderaktion rundweg als geglückt bezeichnet werden. Trotz der Berücksichtigung weiterer, einschränkender Randbedingungen bietet die Quickly-HK die gleichen klanglichen Qualitäten, mit denen die Quickly 14 schon überzeugte. Und um der Frage zuvor zu kommen: Natürlich ist die Quickly-HK auch als PC-Lautsprecher bestens geeignet. Technikseite Quickly-HK ![]() Der Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar
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